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    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0001936</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Tagungsbericht</ArticleType>
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      <Title language="de">Medizinbibliotheken: Leuchtt&#252;rme im Meer elektronischer Informationen &#8211; Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) e.V. vom 7. bis 9.9.2009 in Hamburg</Title>
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        <Address>Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, &#196;rztliche Zentralbibliothek, Informationsvermittlung, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, Deutschland, Tel: &#43;49-(0)40-7410-54785, Fax: &#43;49-(0)40-7410-55493<Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Hamburg-Eppendorf, &#196;rztliche Zentralbibliothek, Informationsvermittlung, Hamburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>papke&#64;aezb.uke.uni-hamburg.de</Email>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Fachbibliothek Medizin, Universit&#228;tsbibliothek, Langenbeckstr. 1, Geb&#228;ude 602, 55131 Mainz, Deutschland, Tel: 06131&#47;39-22 208, Fax: 06131&#47;17-34 12<Affiliation>Fachbibliothek Medizin, Universit&#228;tsbibliothek, Mainz, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>S.Schweizer&#64;ub.uni-mainz.de</Email>
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    <DatePublished>20100902</DatePublished></DatePublishedList>
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        <ISSN>1865-066X</ISSN>
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        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>AGMB-Jahrestagung in Hamburg 2009: "Medizinbibliotheken: Leuchtt&#252;rme im Meer elektronischer Informationen"</IssueTitle>
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      <MainHeadline>Tagungsbericht</MainHeadline><Pgraph>Das Motto der diesj&#228;hrigen Tagung der AGMB &#8222;Medizinbibliotheken: Leuchtt&#252;rme im Meer elektronischer Informationen&#8220; war wohl einmal Hamburg, dem Veranstaltungsort an der norddeutschen K&#252;ste, geschuldet. Doch dar&#252;ber hinaus sollte die Metapher Leuchtturm den Medizinbibliotheken die Funktion des Aussichts- und Orientierungsortes &#252;ber das Meer der medizinischen Informationen zuweisen. Nat&#252;rlich l&#228;sst sich aber auch, wie es der Staatsrat der Beh&#246;rde f&#252;r Wissenschaft und Forschung Bernd Reinert auf einem Senatsempfang aller Tagungsteilnehmer im Hamburger Rathaus tat, der Vergleich mit der Nautik in der Schifffahrt ziehen, in der die Leuchtt&#252;rme nur noch einen nostalgischen Wert besitzen. Der Staatsrat beschrieb Hamburg als Metropole des Wissens, in der die 200 Bibliotheken mit 19 Millionen Medieneinheiten (11 Medieneinheiten pro B&#252;rger) eine wesentliche Rolle einnehmen. Doch wie auch in der Schifffahrt Ver&#228;nderungen stattgefunden h&#228;tten, m&#252;sse auch das Bibliothekswesen auf Ver&#228;nderungen reagieren, um den k&#252;nftigen Aufgaben gerecht zu werden.</Pgraph><Pgraph>Genau dies zu leisten, entspricht dem Sinn und Zweck der j&#228;hrlichen Tagungen der Arbeitsgemeinschaft f&#252;r Medizinisches Bibliothekswesen. Neben einem intensiven Informations- u. Erfahrungsaustausch in den Arbeitskreisen und bei den Treffpunkten, werden in den wissenschaftlichen Vortr&#228;gen aktuelle Trends und zuk&#252;nftige Entwicklungen des Bibliothekswesens er&#246;rtert.</Pgraph><Pgraph>Zus&#228;tzlich bietet eine internationale Gruppe an Verlagen, Agenturen und Softwareanbietern in zahlreichen Product Reviews, Workshops und einer Fachausstellung einen umfassenden Markt&#252;berblick &#252;ber die neusten Services und Produkte.</Pgraph><Pgraph>Zum dritten Mal nach 1989 und 2001 wurde die Tagung von der &#196;rztlichen Zentralbibliothek (&#196;ZB) des Universit&#228;tsklinikums Hamburg Eppendorf (UKE) ausgerichtet, die ca. 150 Teilnehmer aus Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz begr&#252;&#223;en konnte.</Pgraph><Pgraph>Frau Melanie Kintzel, die Bibliotheksleiterin der &#196;ZB, gab ein kurzen &#220;berblick &#252;ber die Geschichte der Bibliothek, deren Anf&#228;nge in das Jahr 1889 zur&#252;ckreichen. Die Entwicklung von einer kleinen Handbibliothek zur Fakult&#228;ts- und Klinikbibliothek mit 24 Mitarbeitern und einem Bestand von &#252;ber 280.000 Medien und tausenden elektronischer Medien war eng mit der Entwicklung des Klinikums und der medizinischen Fakult&#228;t an der Universit&#228;t Hamburg verbunden.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r das Klinikum hat der UKE-Vorstandsvorsitzende Herr Prof. Debatin die Tagungsteilnehmer begr&#252;&#223;t und die Rolle der &#196;rztlichen Zentralbibliothek in der Lehre innerhalb des UKEs gew&#252;rdigt.</Pgraph><Pgraph>Die beeindruckende Baugeschichte (2004&#8211;2009) eines der modernsten Klinikgeb&#228;udes in Europa, stellte der Leiter des Masterplans Florian Eggert im Festvortrag vor. Ausgangssituation f&#252;r die Bauplanung war ein Areal von 353.000 qm und 172 Geb&#228;uden eines historischen Krankenhaus-Pavillongel&#228;ndes. In mehreren Bauabschnitten entstand das neue Klinikgeb&#228;ude, das im Januar 2009 er&#246;ffnet wurde, und aus 17 Kliniken mit 16 Operationsr&#228;umen und 746 Betten besteht. Zus&#228;tzlich wurden weitere Geb&#228;udekomplexe gebaut wie das Forschungsgeb&#228;ude Campus Forschung und das H&#246;rsaalgeb&#228;ude Campus Lehre, das erst kurz vor Tagungsbeginn bezogen werden konnte und als Tagungsort genutzt wurde.</Pgraph><SubHeadline>Arbeitskreise</SubHeadline><Pgraph>Die Sitzungen der Arbeitskreise dienen dem intensiven Austausch innerhalb der jeweiligen Bibliothekssparten. Im AK Hochschulbibliotheken stellte Dorothee Boeckh aus Mannheim in Ihrem Vortrag eindr&#252;cklich die Arbeiten an der &#8222;Dauerbaustelle Webauftritt&#8220; vor. Neben einem allgemeinen Web-Relaunch wurde in den letzten Jahren auch ein englischer Webauftritt realisiert, eine Usability-Studie ist in Planung. Die automatisierte Artikelbestellverwaltung doctor-doc wurde nicht nur im AK Hochschulbibliotheken in einer Praxis-Vorf&#252;hrung behandelt, sondern auch im AK Krankenhausbibliotheken vom Entwickler Markus Fischer ausf&#252;hrlich vorgestellt. Zum ersten Mal trafen sich die beiden Arbeitskreise der Krankenhaus- und Hochschulbibliotheken, um &#8211; durchaus kontrovers &#8211; die M&#246;glichkeiten der Zusammenarbeit der beiden Bibliotheksarten auszuloten.</Pgraph><Pgraph>Dass Pharmabibliotheken i.d.R. einen firmeninternen Nutzerkreis ansprechen und dar&#252;ber hinaus noch zus&#228;tzliche Aufgaben im Vergleich zu &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Bibliotheken haben, wurde auch in der Themenauswahl des Arbeitskreises deutlich. So wurde &#252;ber die M&#246;glichkeiten der elektronischen &#220;bertragung von Informationen von Arzneimittelherstellern an die zust&#228;ndigen Zulassungsbeh&#246;rden, die Einf&#252;hrung eines intranetbasierten Library Newsletters und &#252;ber die Nutzung von wissenschaftlichen Publikationen zu Marketingzwecken berichtet. In allen Arbeitskreisen durfte der kollegiale Erfahrungsaustausch, beispielsweise zu Erwerbungsfragen, nicht zu kurz kommen.</Pgraph><SubHeadline>Treffpunkt AGMB </SubHeadline><Pgraph>Dem Wunsch vieler Teilnehmer fr&#252;herer Tagungen nach mehr Erfahrungsaustausch wurde mit der Veranstaltung &#8222;Treffpunkt AGMB&#8220; entsprochen. In kleinen Runden stand hier der praktische Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Das Themenspektrum reichte von E-Books &#252;ber klinische Informationssysteme, Datenbank-Schulungs-Konzepte, Finanzierung von Open-Access-Publikationen, Pr&#252;fungsportale, Drittmitteleinwerbung, Interner Leihverkehr bis hin zur zentralen Zeitschriftenabonnementverwaltung. </Pgraph><Pgraph>Beispielhaft wird hier vom Treffpunkt &#8222;Makulierung von Print-Versionen der Nationallizenz-Archive&#63;&#8220; berichtet. &#220;bereinstimmend berichteten die Teilnehmer von massiven Platzproblemen bei der Unterbringung von gedruckten Zeitschriften. Die Universit&#228;tsleitungen sind bei der Genehmigung von Aussonderungen auf Basis von elektronischen Archiven aber auffallend zur&#252;ckhaltend, trotzdem sollte die Thematik m&#246;glichst mit der Universit&#228;tsleitung bzw. dem Tr&#228;ger abgestimmt werden. Die DFG hat sich zu diesem Thema offiziell noch nicht ge&#228;u&#223;ert. Eine L&#246;sung k&#246;nnten regionale bzw. nationale Speicherbibliotheken sein, was aber in der Praxis an der f&#246;deralen Struktur scheitern k&#246;nnte. Als problematisch wird angesehen, dass die Zeitschriften zum Teil nicht vollst&#228;ndig bzw. schlecht digitalisiert wurden; auch bilden die gedruckten Zeitschriften die Basis f&#252;r Dokumentlieferdienste wie Subito. Nichtsdestotrotz haben einige Bibliotheken aber schon auf Basis elektronischer Archive ausgesondert. Interessant ist auch der Aspekt, dass die Thematik Langzeitarchivierung bei e-only-Angeboten oft weniger kritisch gesehen wird. </Pgraph><SubHeadline>Vortr&#228;ge</SubHeadline><SubHeadline2>Athanasios Soulos und Norbert Sunderbrink: Integrierte Lernumgebung am UKE &#8211; Medizinische Skills-Labs in der &#196;rztlichen Zentralbibliothek</SubHeadline2><Pgraph>Die Gastgeber f&#252;hrten in eines der Hauptthemen der Tagung ein: Die Bibliothek als Lernort. Athanasios Soulos und Norbert Sunderbrink stellten den MediTreFF (Medizinisches Trainingszentrum eigener F&#228;higkeiten und Fertigkeiten) vor, der sich im Geb&#228;ude der &#196;rztlichen Zentralbibliothek befindet. Der MediTreFF besteht aus dem Skillslab und dem PC-Pool. Zusammen mit der Bibliothek bildet der MediTreFF eine Lernumgebung, die theoretisches Lernen mit praktischem &#220;ben erm&#246;glicht und somit den Anforderungen der aktuellen Approbationsordnung entspricht.</Pgraph><SubHeadline2>Hans-Joachim W&#228;tjen: Lebendige Lernorte</SubHeadline2><Pgraph>Viel weitergehende Szenarien des Lernortes Bibliothek stellte Hans-Joachim W&#228;tjen vor, der von einem studentischen Ideenwettbewerb zum Thema &#8222;Lebendiger Lernort&#8220; der Deutschen Initiative f&#252;r Netzwerkinformationen (DINI) berichtete. Der Wettbewerb wurde angeregt durch das Lernzentrum Saltire Centre der Caledonian University Glasgow und wollte frei nach dem Motto &#8220;If you want creative people give them time to play&#8220; (John Cleese) die Kreativit&#228;t der Studierenden anregen. Insgesamt wurden 51 Beitr&#228;ge unterschiedlichster Vorstellungen von Lernorten eingereicht: vom eigenen Studierzimmer bis hin zum Lesesaal in einem Kirchengeb&#228;ude. Pr&#228;miert wurde auf dem Bibliothekartag 2009 in Erfurt MyPaed, der Beitrag einer Studentengruppe der TU Darmstadt, der einen klassischen Rechnerraum mit einer netzbasierten Lernumgebung kombiniert.</Pgraph><SubHeadline2>Gabriele Beger: Die neuesten Entwicklungen im Urheberrecht </SubHeadline2><Pgraph>Nat&#252;rlich gibt es keine Zusammenkunft von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, ohne dass das Thema Urheberrecht diskutiert wird. Gabriele Beger stellte kompetent und kurzweilig die aktuelle Rechtslage zum Kopienversand, zu elektronischen Lesepl&#228;tzen, dem Wissenschaftsnetz und dem Recht auf digitale Kopie vor. Im Hinblick auf den 3. Korb setzen sich die Bibliotheksvertreter f&#252;r bessere Regelungen zum elektronischen Versand und f&#252;r ein grunds&#228;tzliches Recht zur Open-Access-Publikation von Zeitschriftenartikeln nach 6 Monaten ein. Au&#223;erdem wird eine belastbare Regelung f&#252;r verwaiste und vergriffene Werke erwartet. </Pgraph><SubHeadline2>Marcus Spiering: Recommendersysteme in Bibliothekskatalogen </SubHeadline2><Pgraph>&#8222;Finden ohne Suchen&#8220;, diesem Motto m&#246;chte das System BibTip gerecht werden. Marcus Spiering erl&#228;uterte die Grundlagen dieses sogenannten Recommendersystems. Der Internetdienst Bibtip bindet statistikbasierte Empfehlungen in Online-Kataloge ein. &#220;ber einen mehrzeiligen HTML-Code wird dieses Tool in den Online-Katalog integriert und ruft &#252;ber den Bibtip-Server Daten ab. Auf Basis dieser Daten, werden in der Detailansicht eines Titels Aussagen wie &#8222;Nutzer, die diesen Titel recherchierten, interessieren sich auch f&#252;r &#8230;&#8220; pr&#228;sentiert. Grundlage daf&#252;r ist die fortlaufende statistische Auswertung des lokalen Nutzerverhaltens.</Pgraph><SubHeadline2>Helga Dickel: Datenbanken beim DIMDI</SubHeadline2><Pgraph>40 Jahre Deutsches Institut f&#252;r Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) waren f&#252;r Helga Dickel ein Anlass, auf dem Hintergrund der historischen Entwicklung die aktuellen Schwerpunkte des DIMDI darzustellen. Die urspr&#252;nglichen Aufgaben, n&#228;mlich die Bereitstellung von Offline- und sp&#228;ter Online-Datenbanken sowie die Zuarbeit zu Medline haben sich im Laufe der Zeit wesentlich erweitert und ver&#228;ndert. Medizinische Klassifikationen wie ICD und OPS werden ebenso betreut wie Informationssysteme zu Medizinprodukten, Arzneimitteln und Faktendatenbanken zu Chemikalien etc. Seit 2000 spielt auch das &#8222;health technology assessment&#8220; eine gro&#223;e Rolle, d.h. die systematische Bewertung von medizinischen Technologien und Verfahren unter ethischen sozialen, juristischen, Qualit&#228;ts- und Wirtschaftlichkeitsaspekten. Das DIMDI bietet neben dem kostenfreien Basisservice einen kostenpflichtigen Premiumservice mit Zugriff auf weitere Datenbanken und Volltexte an. </Pgraph><SubHeadline2>Margit Palzenberger: Nutzungsstatistiken von E-Journals</SubHeadline2><Pgraph>Die Max Planck Digital Library versorgt 78 Einzelinstitute zentral mit elektronischen Produkten. Bei der Auswahl und internen Bewertung von E-Journal-Paketen spielen nat&#252;rlich Nutzungsstatistiken eine gro&#223;e Rolle. Margit Palzenberger beleuchtete anhand der Kaskade &#8222;Zugriff &#8211; Download &#8211; Nutzung &#8211; Nutzen&#8220; den Wert von Statistiken und ging ausf&#252;hrlich auf den COUNTER-Standard ein. Sie bem&#228;ngelte die von Verlag zu Verlag unterschiedlichen Interfaces zum Abgreifen der Statistiken (von verschiedenartigen Webseiten bis zum e-mail-Versand) und das doch sehr unterschiedlich gehandhabte Informationsmanagement der Verlage. In der Praxis wird die Bewertung durch Titel&#228;nderungen, unterschiedliche Lizenzzeitr&#228;ume und die Vielzahl der Listen erschwert. In j&#252;ngster Zeit werden vermehrt Harvesting-Systeme wie z.B. SUSHI eingesetzt, die momentan aber noch sehr l&#252;ckenhaft arbeiten. Electronic Right Management (ERM)-Systeme und Statistikprogramme wie SPSS unterst&#252;tzen den Auswertungsprozess.</Pgraph><SubHeadline2>Oliver Obst: 2009&#47;2019: Einige Gedanken zur Bibliotheksumwelt</SubHeadline2><Pgraph>Durch Extrapolation der vorhanden Nutzungstrends gibt Oliver Obst Einblicke in futuristische Entwicklungen, die in dem Zehnjahresraum von 2009 bis 2019 eintreten k&#246;nnten. Insbesondere wird sich durch Entwicklungen des Web 2.0 zum Web 3.0 die Bibliotheksnutzung entscheidend ver&#228;ndern: Der Bibliotheksbenutzer wird zum Prosumenten, der sich seine eigene Informationswelt selber zusammenstellt. Mobilit&#228;t ist die Verbindungstechnik, die ortsunabh&#228;ngigen Zugang zu den Daten verschafft. Der Bibliothekskatalog wird den Suchmaschinen nicht weiter kokurrenzf&#228;hig sein, die Auskunftsgebung bis 2018 endg&#252;ltig durch google ersetzt sein. Die Bibliothek fungiert als &#8222;hilfreicher Lotse&#8220; und wird sich durch die Annehmlichkeit des Aufenthalts in ihren R&#228;umlichkeiten insbesondere f&#252;r Studenten auszeichnen.</Pgraph><SubHeadline2>Lothar Nunnenmacher: E-Books &#8211; Den Wandel professionell gestalten</SubHeadline2><Pgraph>Trotz bisheriger fehlender Akzeptanz sei der Trend zur elektronischen Monographie eindeutig und wird eine &#228;hnliche Entwicklung nehmen wie die bei den elektronischen Zeitschriften vor zehn Jahren.</Pgraph><Pgraph>In der ETH-Bibliothek wurden 2008 erstmals mehr E-Books als gedruckte Monographien erworben. F&#252;r die Erwerbung hat die ETH-Bibliothek einen umfangreichen Kriterienkatalog aufgestellt und die Erfassung der E-Books im OPAC erfolgt in einer halbautomatisierten &#220;bernahme von Metadaten.</Pgraph><Pgraph>Doch sieht Lothar Nunnemacher ebenfalls weitere noch nicht beantwortete Fragen in der Nutzung von E-Books wie etwaige Restriktionen im Zugriff bis hin zur Verwendung in der Fernleihe oder die langfristigen Archivierung.</Pgraph><SubHeadline2>Podiumsdiskussion Zukunft der E-Books</SubHeadline2><Pgraph>Bruno Bauer moderierte die mit Spannung erwartete Podiumsdiskussion der Vertreter dreier gro&#223;er Verlage zum Thema E-Books. </Pgraph><Pgraph>Herr Bahmann von Springer sieht das Thema E-Books in seinem Verlag positiv besetzt und sieht die Zukunft des Fachbuches ganz klar im Internet. Den Wandel bremsen eher die Autoren mit Ihrem Beharren auf die gedruckte Version. Springer setzt auf Kaufmodelle mit fortdauerndem Zugriffsrecht, Campuslizenzen mit Remote-Zugriff und setzt momentan kein Digital Rights Management (DRM) ein. F&#252;r wissenschaftliche Zwecke k&#246;nnen einzelne Kapitel aus e-Books gedruckt und gespeichert werden. In naher Zukunft will Springer eine neue Plattform einf&#252;hren und bietet bessere Verlinkungsoptionen (SFX) und umfangreichere Metadatenlieferungen an. Aktuell ist nicht geplant, interaktive Inhalte anzubieten, weil die Erstellung zu aufwendig ist. </Pgraph><Pgraph>Elsivier, von Herrn Neuroth repr&#228;sentiert, sieht im gedruckten Buch weiterhin eine wichtige Marke, einige Titel aus dem Bereich der Reference Works erscheinen jedoch nur noch elektronisch. Elsevier bietet verschiedene Lizenzmodelle an (Kauf, j&#228;hrliche Subskription), dabei ist die Preisgestaltung zwischen gedruckten und elektronischen Versionen jedoch entkoppelt. Der Zugriff erfolgt IP-Range-basiert. In der Zukunft setzt Elesvier auf Multimediale Inhalte und Social-Network-Tools (z.B. Brain Atlas 3D). Das Potential wird mit dem &#8222;article of the future&#8220; ausgelotet. </Pgraph><Pgraph>Der Verlag Thieme, vertreten von Herrn Gemmel, hat sich die Entscheidung &#252;ber das E-Book-Angebot nicht leicht gemacht, um die Printums&#228;tze nicht zu &#8222;kannibalisieren&#8220; und setzt auf ein Campus-Lizenzmodell f&#252;r elektronische Lehrb&#252;cher, das auf Kundenwunsch erweitert werden kann. Der Zugriff erfolgt ebenfalls IP-Range-basiert und ist auch per Remote-Zugang m&#246;glich. K&#252;nftig will Thieme auch ein Kaufmodell f&#252;r Nicht-Lehrb&#252;cher anbieten und setzt au&#223;erdem auf eine neue Plattform mit Nutzerkonten und Bookshelf. </Pgraph><Pgraph>Alle 3 Verlage bieten die statistische Auswertung mit Counter an. Auf die Fernleihe angesprochen sieht Springer eine m&#246;gliche L&#246;sung in befristeten DRM-gesch&#252;tzten Dokumenten, Elsevier setzt, wenn &#252;berhaupt, auch auf diese L&#246;sung. Bei Thieme ist diese Frage noch v&#246;llig offen. </Pgraph><Pgraph><LineBreak></LineBreak><LineBreak></LineBreak></Pgraph><Pgraph>Zum Schluss der Tagung konnte die Vorsitzende der AGMB, Diana Klein, ein sehr positives Fazit &#252;ber die Themenpalette und den intensiven Informationsaustausch ziehen, so dass die Leuchtturmfunktion der Bibliotheken weiterhin gew&#228;hrleistet ist. Ein gro&#223;er Dank ging an das Ortskomittee, das neben einem reibungslosen Ablauf der Tagung auch f&#252;r anregendes und unterhaltsames Rahmenprogramm gesorgt hatte.</Pgraph><Pgraph>Die n&#228;chste Tagung im Jahr 2010 wird in Mainz stattfinden, zu der Stefanus Schweizer alle Mitglieder der AGMB herzlichst einlud.</Pgraph></TextBlock>
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