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    <Identifier>hta000047</Identifier>
    <ArticleType>HTA-Kurzfassung</ArticleType>
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      <Title language="de">Die Masern-Mumps-R&#246;teln-Impfung aus gesundheitspolitischer und &#246;konomischer Sicht</Title>
      <TitleTranslated language="en">The Measels-Mumps-Rubella Vaccination from a health political and economical point of view</TitleTranslated>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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          <MeshMainheading majorTopic="no">MEASLES-MUMPS-RUBELLA VACCINE</MeshMainheading>
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          <MeshMainheading majorTopic="no">EPIDEMIOLOGY</MeshMainheading>
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          <MeshMainheading majorTopic="no">INCIDENCE</MeshMainheading>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">MMR-Impfung</Keyword>
      <Keyword language="de">Impfprogramme</Keyword>
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      <DatePublished>20071128</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1861-8863</ISSN>
        <Volume>3</Volume>
        <JournalTitle>GMS Health Technology Assessment</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Health Technol Assess</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>12</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <SubHeadline2>Einleitung</SubHeadline2>
      <Pgraph>Masern, Mumps und R&#246;teln (MMR) sind hoch ansteckende Infektionskrankheiten, die zu teils schweren Komplikationen f&#252;hren. Durch Impfungen, insbesondere die MMR-Impfung, sind diese Krankheiten verhinderbar. Im vorliegenden &#8222;Health Technology Assessment&#8220;-Bericht (Technologiefolgenbericht, HTA-Bericht), der im Auftrag des Deutschen Instituts f&#252;r Medizinische Information und Dokumentation (DIMDI) erstellt wurde, wird auf verschiedene Aspekte der MMR-Impfung eingegangen, wobei eine zentrale Frage ist, wie die MMR-Durchimpfungsquote in Deutschland erh&#246;ht werden kann.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Fragestellung</SubHeadline2>
      <Pgraph>Welchen Nutzen &#8211; auch im Sinn eines &#246;konomischen Nutzens &#8211; hat die MMR-Impfung f&#252;r Deutschland und welche Anstrengungen zum Erreichen der gew&#252;nschten MMR-Durchimpfungsquote von &#252;ber 95&#37; m&#252;ssen unternommen werden&#63;</Pgraph>
      <SubHeadline2>Methodik</SubHeadline2>
      <Pgraph>Aus einer systematischen Suche in 29 Literaturdatenbanken wurden insgesamt 200 Texte zur Berichtserstellung herangezogen. Diese Literatursuche musste &#8211; insbesondere f&#252;r epidemiologische Daten und Informationen zu Impfprogrammen &#8211; durch eine umfangreiche Handsuche sowie m&#252;ndliche und schriftliche Anfragen bzw. Experteninterviews erg&#228;nzt werden.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Ergebnisse</SubHeadline2>
      <Pgraph>Die aktuelle Maserndurchimpfungsquote von Kindern, bezogen auf das gesamte Bundesgebiet, liegt mit 92,5&#37; (Stand: 2004) &#252;ber dem gewichteten EU-15-Durchschnitt von 90,67&#37;. Zu den Erkrankungswahrscheinlichkeiten k&#246;nnen nur f&#252;r Masern Aussagen getroffen werden, da f&#252;r Mumps und R&#246;teln keine Daten vorliegen. Deutschland liegt 2006 bei den Inzidenzen bei 2,8 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Zur Laborsurveillance von Masern l&#228;sst sich sagen, dass 2005 lediglich 32&#37; der &#252;bermittelten Masernf&#228;lle durch einen Laborbefund validiert und 45&#37; klinisch-epidemiologisch gesichert sind. Es gibt kaum &#246;konomische Untersuchungen zu Impfprogrammen in Deutschland. In internationalen Publikationen werden schwerpunktm&#228;&#223;ig die Masern &#246;konomisch bewertet. F&#252;r Deutschland liegt eine Krankheitskostenanalyse zu Masern vor, die potenzielle Kostenersparnisse aufzeigt. Leider gibt es f&#252;r Deutschland keine vollst&#228;ndige &#246;konomische Evaluation (Kostenwirksamkeits-, Kostennutzwert- oder Kostennutzenanalyse) zu MMR-Impfungen. Diesbez&#252;gliche Untersuchungen aus den USA und eine Modellrechnung f&#252;r ein hypothetisches westeurop&#228;isches Land zeigen f&#252;r Masern sowohl aus gesamtgesellschaftlicher wie auch aus Sicht des Gesundheitswesens erhebliche Kostenersparnisse.</Pgraph>
      <Pgraph>Interventionen zur Erh&#246;hung der Durchimpfungsquote wurden ihrer Zielrichtung nach in drei Hauptgruppen eingeteilt: Interventionen zur Erh&#246;hung der Nachfrage nach Impfungen, Interventionen, um den Zugang zu Impfungen zu verbessern und Interventionen, die auf die Anbieter von Impfungen (z. B. &#196;rzte) ausgerichtet sind.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Diskussion</SubHeadline2>
      <Pgraph>Hinsichtlich der zu empfehlenden Impfstrategien kamen Studien zu der Erkenntnis, dass Erinnerungen (in schriftlicher, elektronischer oder m&#252;ndlicher Form) an die zu impfende Gruppe als Intervention sehr zu empfehlen sind. Auch sprachen sie sich sehr f&#252;r an die Anbieter von Impfungen ausgerichtete Ma&#223;nahmen aus.</Pgraph>
      <Pgraph>Aus Sicht der Autorinnen gibt es trotz der Anstrengungen zum Erreichen der Herdenimmunit&#228;t, die Deutschland in den letzten Jahren unternommen hat, nach wie vor Defizite: So sind die regionalen Unterschiede zwischen und innerhalb der deutschen Bundesl&#228;nder nach wie vor gro&#223;. </Pgraph>
      <SubHeadline2>Schlussfolgerung</SubHeadline2>
      <Pgraph>Ein wesentlicher Ansatzpunkt, um die Durchimpfungsquote zu erh&#246;hen, ist aus Sicht der Autorinnen die Entwicklung eines bundesweiten, verbindlichen Impfprogramms mit regional differenzierten Impfzielen. Bei der Entwicklung eines solchen Programms ist ein entscheidender Aspekt, die Verantwortlichkeiten zwischen Bund, L&#228;ndern und den Krankenkassen (z. B. im Fall eines Masernausbruchs) zu bestimmen. </Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <SubHeadline2>Introduction</SubHeadline2>
      <Pgraph>Measels, Mumps and Rubella (MMR) are highly contagious infectious diseases which may lead to severe complications. These diseases are vaccine-preventable. The present Health Technology Assessment report (report on technological consequences, HTA report) was commissioned by the German Institute of Medical Documentation and Information (DIMDI) and addresses various aspects of the MMR vaccination, the key question being how the MMR immunisation coverage rate can be increased in Germany.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Objectives</SubHeadline2>
      <Pgraph>The objectives of this report were to describe the benefits of the MMR vaccination for Germany and to analyse how the desired MMR immunisation coverage of &#62;95&#37; can be achieved.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Methods</SubHeadline2>
      <Pgraph>A systematic literature search was performed in 29 literature data bases. Particularly for epidemiological data and information on vaccination programs, this systematic search was supplemented by an extensive hand search, written and oral enquiries, as well as interviews with experts. A total of 200 texts were used to prepare this report.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Results</SubHeadline2>
      <Pgraph>At 92.5&#37; (as of 2004) based on the whole of Germany, the current immunisation coverage for measles in children is above the weighted EC-15-average of 90.67&#37;. Statements can only be made regarding the probability of illness for measles, as no data is available for mumps and rubella. With 2.8 infections (per 100,000 residents) in 2006, Germany has not achieved the WHO target. Of cases submitted to the laboratory, only 32&#37; were validated by diagnostic laboratory findings and 45&#37; confirmed clinical-epidemiologically.</Pgraph>
      <Pgraph>There are only few economic analyses of vaccination programs in Germany. In international publications, mainly measels are validated economically. An analysis of the cost of measles for Germany shows potential cost savings. Unfortunately, no complete economic evaluation (cost-effectiveness, cost-benefit, or cost-utility analyses) for MMR vaccination has been performed for Germany. Analyses conducted in the US and a model calculation for a hypothetical Western-European country show a considerable cost saving potential for society in general as well as for the health care system.</Pgraph>
      <Pgraph>Interventions to increase the immunisation rate were categorized in three main groups according to their goals: interventions increasing the demand for vaccinations, those improving access to vaccination services and those aiming at the providers (e.g. physicians) of vaccinations.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Discussion</SubHeadline2>
      <Pgraph>Various studies concluded that reminders to clients, provided in written, electronic or oral form, are a highly recommendable intervention. Provider based interventions were also strongly advised.</Pgraph>
      <Pgraph>Despite efforts made during the past years to achieve herd immunity in Germany, some deficits remain: i. e. there are still ample regional differences between and within German federal states.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Conclusions</SubHeadline2>
      <Pgraph>In the authors&#8217; opinion, a key point in increasing immunisation coverage is the development of a binding vaccination program for Germany with regionally differentiated immunisation targets. During the development of such a program, special emphasis should be placed on determining responsibilities of the federal government, the Laender and health insurance funds (e. g. in the case of a measles outbreak).</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Executive Summary">
      <MainHeadline>Executive Summary</MainHeadline>
      <SubHeadline>1. Introduction</SubHeadline>
      <Pgraph>The present Health Technology Assessment report (report on technological consequences, HTA report) addresses various aspects of the MMR vaccination, the key question being how the MMR-immunisation coverage rate can be increased in Germany.</Pgraph>
      <SubHeadline2>1.1 Health policy background</SubHeadline2>
      <Pgraph>MMR are highly contagious infectious diseases which may, despite a generally good prognosis, lead to severe complications and thus represent an avoidable burden on the health care system. Vaccination is the most important and most effective preventive measure. The German Standing Vaccination Committee (STIKO) recommends two MMR doses for all children (up to the age of 17) as well as for persons at risk. However, probably because of the decreasing awareness of the danger of these diseases, it seems that the German population&#8217;s willingness to be vaccinated, at least in certain regions, cannot be sufficiently increased any more. The same holds true for the acceptance of the vaccination due to the increasing number of sceptics or persons opposing vaccinations <TextGroup><PlainText>altogether.</PlainText></TextGroup></Pgraph>
      <SubHeadline2>1.2 Scientific background</SubHeadline2>
      <Pgraph>A measels infection causes lowered immunity for about six weeks. Complications (e. g. ear infection, pneumonia, bronchitis) which occur in about 30&#37; of cases, may arise especially during this time period. An especially dangerous complication is post-infectious encephalitis (inflammation of the brain). Another possible, though rare, long-term consequence of measles is subacute sclerosing panencephalitis (SSPE). SSPE is always fatal.</Pgraph>
      <Pgraph>The most common complications of mumps infections are meningitis (inflammation of the cerebral membranes), orchitis (testicular inflammation), and pancreatitis (inflammation of the pancreas). In rare cases, mumps infections can lead to one-sided deafness. Orchitis occurs in about 25&#37; of men infected after puberty. It develops during the first days of illness and causes swelling of the testis and fever attacks. If both testes are affected orchitis causes sterility.</Pgraph>
      <Pgraph>Complications of post-natal rubella infections are rare, however, they become more common with age. A rubella infection of the foetus through the placenta is considerably more critical. The danger of birth defects is greatest during the first trimester. Anomalies of the heart, eyes (cataract) and ears (inner ear deafness) are the most common defects. Additional possible complications are foetal mental development disorders, disorders of the musculo-sceletal system, encephalitis and low birth weight. The probability that complications and sequelae occur after masern, mumps, or rubella infections increases with age.</Pgraph>
      <Pgraph>For MMR immunisation, live virus vaccines are used; they contain attenuated wild-type viruses, which can no longer cause disease. The vaccine is available as a combined trivalent MMR vaccine and as fourvalent vaccine against measles, mumps, rubella and varicella (MMRV). As is the case with all vaccines, the immunogenicity of the MMR vaccine is &#60;100&#37;. About five to ten vaccines do not develop immunity. Therefore, a second MMR vaccination is recommended in many countries.</Pgraph>
      <Pgraph>Severe adverse events and complications after MMR vaccinations are very rare. They may occur in persons who are hypersensitive to some components of the vaccine. Technical problems or incorrect vaccination technique may also cause vaccine damage and complications. Regarding the discussion about vaccine damage and complications, various sources point out that the risk of adverse events and complications of the three infectious diseases considered are by far greater than the risk of complications caused by vaccinations.</Pgraph>
      <Pgraph>The priority objective is to achieve stage III (&#8216;Approaching measles elimination and prevention of congenital rubella syndrome&#8217;) of the WHO surveillance guidelines by 2010. In order to meet this goal, a coverage with two doses of measles vaccine of at least 95&#37; and a coverage with at least one dose of rubella vaccine among women of childbearing potential of 90&#37; needs to be achieved. According to the WHO, the basic requirement for achieving this coverage is adequate surveillance (80&#37; of measles and rubella cases confirmed by seroprevalence testing in the laboratory). The WHO target of a 95&#37; coverage with one dose of measles vaccine and of an incidence of &#60;1 in 100,000 residents should be achieved by 2007.</Pgraph>
      <SubHeadline>2. Objectives</SubHeadline>
      <Pgraph>The present HTA report commissioned by DIMDI by authority of the Federal Ministry of Health intends to address the benefits of the MMR vaccination for Germany (also the economic benefit) and to analyse how the desired MMR immunization rate of &#62;95&#37; can be achieved.</Pgraph>
      <Pgraph>The general research questions were clearly defined and divided into subquestions.</Pgraph>
      <Pgraph>Epidemiological aspects of vaccination coverage and incidence in Germany are analysed and compared to international data. </Pgraph>
      <Pgraph>From an economical point of view this report intends to clarify whether economical analyses concerning the economic benefit of the MMR vaccination and&#47;or the benefit for the health care system in Germany have been <TextGroup><PlainText>published</PlainText></TextGroup> so far. In addition, results of such analyses and the question if international analyses of the economic benefit of the MMR vaccination exist are of interest.</Pgraph>
      <Pgraph>Furthermore, this HTA report deals with programs&#47;interventions and their efficiency in increasing the willingness of people to get vaccinated.</Pgraph>
      <SubHeadline>3. Search strategy</SubHeadline>
      <Pgraph>In a first step, a systematic literature search was performed in 29 literature data bases. The systematic literature search yielded a total of 2766 abstracts. Unfortunately, important information particularly regarding the organisation of and data on the immunisation systems in Germany and other countries were either not published in <TextGroup><PlainText>international</PlainText></TextGroup> journals or the publications were not sufficiently precise. This made additional extensive (internet) searches and enquiries at relevant institutions and organisations, as well as expert interviews necessary.</Pgraph>
      <Pgraph>Of 200 full texts and other sources used in the <TextGroup><PlainText>preparation</PlainText></TextGroup> of the present report, 84 were yielded trough hand search and written enquiries. Using inclusion and exclusion criteria, 21 texts (studies and&#47;or information from data bases) remained which were assessed and subjected to a detailed analysis.</Pgraph>
      <SubHeadline>4. Epidemiology</SubHeadline>
      <SubHeadline2>4.1 Methods</SubHeadline2>
      <Pgraph>For this section of the report, few data were available in the published literature. Therefore, necessary information on prevalence of MMR and vaccination coverage was supplemented through hand search in various sources (RKI - Robert-Koch-Institute, WHO - World Health Organization, OECD - Organisation for Economic Co-Operation and Development).</Pgraph>
      <SubHeadline2>4.2 Results</SubHeadline2>
      <Pgraph>At 92.5&#37; (as of 2004), the current immunisation coverage rate for measles in children based on the whole of Germany is above the weighted EC-15-average of 90.67&#37;.</Pgraph>
      <Pgraph>In the new Laender, the WHO target of herd immunity (&#126;95&#37; vaccination coverage) is already achieved with a coverage of 96.7&#37; the need for interventions to increase the vaccination coverage is greatest in the old Laender with a coverage of only 92.2&#37; (as of 2004).</Pgraph>
      <Pgraph>Statements on incidences can only be made for measles as no data are available for mumps and rubella. With 2.8 infections (per 100,000 residents) in 2006, Germany has not achieved the WHO target of less than one new case per 100,000 annually. In addition, large discrepancies exist between the Laender; e. g., the prevalence was 0.02 to 0.35 per 100,000 residents in the new Laender, <TextGroup><PlainText>whereas</PlainText></TextGroup> it ranged between 0.00 and 9.55 in the old Laender (as of 2006).</Pgraph>
      <Pgraph>Of cases submitted to the laboratory in 2005, only 32&#37; were validated by diagnostic laboratory findings and 45&#37; confirmed clinical-epidemiologically.</Pgraph>
      <Pgraph>According to the WHO, adequate surveillance is the basic requirement to achieve laboratory confirmation in 80&#37; of cases (&#8216;Approaching measles elimination&#8217;) which corresponds to stage III of the WHO criteria.</Pgraph>
      <Pgraph>Information on the social status of vaccinated vs. unvaccinated persons would make it possible to more efficiently select target groups that need the highest attention. <TextGroup><PlainText>However</PlainText></TextGroup>, detailed data thereon is hardly available. Particularly, there is a shortage of longitudinal studies on vaccination coverage and disease prevalence which take <TextGroup><PlainText>socioeconomic</PlainText></TextGroup> parameters into account.</Pgraph>
      <Pgraph>Measels outbreaks in Germany show a clear correlation between low vaccination coverage and a higher probability of illness.</Pgraph>
      <Pgraph>The comparison of vaccination coverage and incidence of measles between the different EU member states confirms this correlation; countries with higher coverage have a lower incidence than countries with a lower coverage, especially when viewed over a long time period.</Pgraph>
      <SubHeadline2>4.3 Discussion</SubHeadline2>
      <Pgraph>From the authors point of view, deficits remain despite the efforts made during the past years to achieve herd immunity in Germany: i. e. there are still ample regional differences between and within German federal states. This increases the probability that infectious diseases spread in individual areas, as was shown during the recent outbreaks of measles.</Pgraph>
      <Pgraph>The surveillance of measles in Germany is also problematic. Germany is far from achieving laboratory confirmation (by virus detection) in 80&#37; of cases, which is the WHO criterion indicating a reliable &#8220;surveillance&#8221;. Currently, Germany is at stage II (&#8216;Measles control&#8217;) according to the WHO criteria.</Pgraph>
      <Pgraph>During interviews, experts pointed out that no directives exist on how to monitor progress and what measures should be taken in case WHO targets are missed.</Pgraph>
      <Pgraph>Regarding regional differences, a practical <TextGroup><PlainText>implementation</PlainText></TextGroup> or operationalisation of WHO targets at regional level is of great importance for Germany: the lack of vaccination targets in Germany represents a major deficit.</Pgraph>
      <SubHeadline>5. Economic evaluation</SubHeadline>
      <SubHeadline2>5.1 Methods</SubHeadline2>
      <Pgraph>A systematic literature search, supplemented by hand search, was performed in international literature data bases. For the selection of literature assessed, studies calculating the cost per measles case (disease cost analysis) or including a cost effectiveness, cost benefit or cost utility analysis were used. Studies selected mainly focused on Germany and other European countries, as well as the USA, Canada and Australia. Economic analyses comparing different vaccination strategies were also considered. References with publication date between 1999 and 2004 were included.</Pgraph>
      <SubHeadline2>5.2 Results</SubHeadline2>
      <Pgraph>Analysis of the literature showed that no comprehensive economic analysis (cost effectiveness, cost benefit or cost utility analysis) of the MMR vaccination program in Germany is available. However, an international analysis exists which estimates the annual societal disease costs per case of measles for ten Western European countries, among them Germany. This study describes the average disease costs per case of measles to range between 165 Euro (Spain) and 373 Euro (Denmark); with 263 Euro, Germany is placed at midrange. These are the costs (direct and indirect) which could be saved for every prevented measles case. Other analyses of disease costs, e. g. for Belgium, estimated average costs per measels case to range between 320 Euro (for children &#60;4 years of age) and 625 Euro (for adults &#62;20 years of age) for society as a whole. For Austria, the &#214;BIG (Austrian Health Institute) estimated a net benefit of 593 Euro for every measles case prevented.</Pgraph>
      <Pgraph>There was only one economic study, which evaluated not only measles vaccinations but a total MMR vaccination program. This study evaluated a cost-benefit ratio in <TextGroup><PlainText>favour</PlainText></TextGroup> of the MMR vaccination program of 1 : 14.2 (health care system) or 1 : 26 (society as a whole) compared to the alternative of &#8216;no vaccination program&#8217;. This means that the monetary benefit of the MMR vaccination program is 14.2 times higher than its costs from the point of view of the health care system and 26 times higher from the point of view of society as a whole. Even though vaccination coverage of the population with the second MMR dose causes high economic costs per additional prevented measles case, it is crucial for the elimination of measels.</Pgraph>
      <Pgraph>Results of the international analyses cannot easily be transferred to Germany (different settings, medical practise, cost structures etc.). To make detailed economic predictions for Germany, the development of a complex economic model calculation is essential. One of the main problems is that relevant data are not or only <TextGroup><PlainText>incompletely</PlainText></TextGroup> available (particularly valid epidemiological data) and therefore need to be estimated.</Pgraph>
      <SubHeadline2>5.3 Discussion</SubHeadline2>
      <Pgraph>In international publications, mainly measles have been validated economically. The wide range of results <TextGroup><PlainText>described </PlainText></TextGroup>in the available disease cost analyses for measles has various reasons: the accuracy of the results mainly depends on incidences during the study period and the level of vaccination coverage; however, documentation of these data is often fragmentary. Furthermore, the <TextGroup><PlainText>disease</PlainText></TextGroup> cost analyses do not always include the same cost types (e. g. if costs for persons in need of care or loss of production are considered). In addition, the different cost structures (e. g. cost of the vaccine, distribution costs, costs of hospital stays etc.) in health care systems of the countries compared are mirrored in the economic results. As the peculiarities of each country&#8217;s health care system lead to different cost structures, uncritical transfers of results between other countries is not feasible. Despite these restrictions, economical studies can show the <TextGroup><PlainText>potential</PlainText></TextGroup> financial benefit which may be achieved trough the eradication of measles.</Pgraph>
      <SubHeadline>6. Immunisation concepts and programs</SubHeadline>
      <SubHeadline2>6.1 Methods</SubHeadline2>
      <Pgraph>The systematic literature search was done using the key words &#8216;mumps and measles and rubella&#8217; and &#8216;MMR&#8217;, each in combination with &#8216;programs&#8217; and &#8216;vaccination coverage&#8217;. Assessed were studies relating to Germany (focus on children and adolescents), studies relating to measures for achieving or maintaining high coverage<TextGroup><PlainText> levels</PlainText></TextGroup> and low incidences particularly for industrialised countries (such as the USA, The Netherlands, Finland), as well as studies analysing different intervention strategies. The information gained through the literature search on &#8216;best-practice&#8217; countries was supplemented by information yielded through an internet search and provided by telephone or in written form. For international comparison, data on The Netherlands and Finland (e. g. on the organisation of the immunisation system) were supplemented by hand search and telephone interviews <TextGroup><PlainText>conducted</PlainText></TextGroup> with experts from these countries.</Pgraph>
      <SubHeadline2>6.2 Results</SubHeadline2>
      <Pgraph>Interventions to increase the immunization coverage were categorized in three main groups according to their goals:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">interventions increasing the demand for vaccinations,</ListItem>
          <ListItem level="1">interventions improving access to vaccination services,</ListItem>
          <ListItem level="1">interventions aiming at the providers (e. g. physicians) of vaccinations.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>By means of &#8218;best-practice&#8217; models, vaccination strategies of other countries (Finland, the USA, The Netherlands) which lead to a high vaccination coverage and a low incidence, were described. The USA focus their immunisation policy on compulsory vaccinations in schools&#47;day care facilities, whereas the Netherlands have developed a strongly centralised governmental immunisation system. This system features a central vaccination register listing vaccination data for all children, reminders, and free and easy access to vaccinations. Finland has a central immunisation strategy and national immunisation targets as well as guidelines which are evaluated on a regular basis. In addition, high importance is ascribed to informing residents on the pros and cons of vaccinations.</Pgraph>
      <SubHeadline2>6.3 Discussion</SubHeadline2>
      <Pgraph>Interventions suitable to increase vaccination coverage are reminders to clients (provided in written, electronic or oral form) as well as provider based interventions.</Pgraph>
      <Pgraph>Regarding the &#8216;best-practice&#8217; countries, a central &#8216;immunisation reminder system&#8217; as it is used in the Netherlands is of interest to Germany. The Finnish strategy, particularly concrete national immunisation targets would also be a useful choice for Germany, as the lack of specific regional targets represent a large deficit. Compulsory vaccinations such as in the USA are not compatible with the German constitution and are therefore not an option.</Pgraph>
      <SubHeadline>7. Conclusions</SubHeadline>
      <Pgraph>Despite efforts to increase the vaccination coverage rate, the WHO target of a vaccination coverage for measles of 95&#37; until 2007 and an elimination of measles and rubella until 2010 has not (yet) been achieved. From the authors&#8217; point of view, the following measures are necessary in order to achieve stage III A (&#8216;Approaching measles elimination&#8217;) or III B (&#8216;Approaching measles elimination and prevention of congential rubella syndrome&#8217;):</Pgraph>
      <Pgraph>
        <OrderedList>
          <ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1."><Mark1>National Immunisation Targets:</Mark1> A basic starting point is the development of a binding vaccination program in Germany.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2."><Mark1>Plan for Implementation:</Mark1> Clear structures and the assignment of responsibilities (between federal <TextGroup><PlainText>government</PlainText></TextGroup>, Laender, and health insurance funds) are necessary for implementing a national vaccination program.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3."><Mark1>&#8218;Surveillance&#8217;-System&#8217;:</Mark1> To achieve stage III (&#8216;Approaching measles elimination&#8217;) according to the WHO surveillance guidelines, continuous observation and documentation of the development of the vaccination coverage, measles and rubella cases, possible complications and the origins of virus clades (endemically transmitted or introduced) are required. A total of 80&#37; of measles cases need to be laboratory confirmed by means of seroprevalence testing to fulfil the WHO criterion indicating a reliable &#8220;surveillance&#8221;.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4."><Mark1>Communication and Convincing:</Mark1> Communication and convincing, e. g. through communication strategies and education programs for physicians and parents, are important for the implementation of a nationwide vaccination program.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5."><Mark1>Evaluation:</Mark1> It is necessary to regularly evaluate measures implemented to achieve immunisation targets. Currently, there are no directives on how to monitor progress and what measures should be taken in case targets are not met.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6."><Mark1>Economic Issues:</Mark1> To increase vaccination coverage a differentiated approach is suggested. First of all, the first dose coverage in regions with a coverage &#60;95&#37; needs to be increased. This measure involves the largest economic cost-saving. In regions with a coverage &#62;95&#37; (of the first dose) the coverage of the second dose is to be increased. </ListItem>
        </OrderedList>
      </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Kurzfassung">
      <MainHeadline>Kurzfassung</MainHeadline>
      <SubHeadline>1. Einleitung</SubHeadline>
      <Pgraph>Im vorliegenden &#8222;Health Technology Assessment&#8220;-Bericht (Technologiefolgenbericht, HTA-Bericht) wird auf verschiedene Aspekte der Masern-Mumps-R&#246;teln- (MMR-) Impfung eingegangen, wobei eine zentrale Frage ist, wie die MMR-Durchimpfungsquote in Deutschland erh&#246;ht werden kann.</Pgraph>
      <SubHeadline2>1.1 Gesundheitspolitischer Hintergrund</SubHeadline2>
      <Pgraph>MMR sind hoch ansteckende Infektionskrankheiten, die trotz einer im Normalfall durchaus guten Prognose zu teils schweren Komplikationen f&#252;hren k&#246;nnen und damit eine &#8211; vermeidbare &#8211; Belastung des Gesundheitssystems bedeuten. Die wichtigste und effektivste medizinische Pr&#228;ventionsma&#223;nahme ist die Impfung. Von der st&#228;ndigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland wird die zweimalige Impfung aller Kinder bis 17 Jahre und bestimmten Risikogruppen gegen MMR empfohlen. Doch scheint die Impfbereitschaft der deutschen Bev&#246;lkerung &#8211; zumindest in bestimmten Regionen &#8211; vermutlich wegen eines schwindenden Bewusstseins &#252;ber die Gef&#228;hrlichkeit dieser Erkrankungen und die Akzeptanz der Impfung infolge des verst&#228;rkten Auftretens von Impfgegnern und -skeptikern nicht ausreichend weiter zu steigern sein.</Pgraph>
      <SubHeadline2>1.2 Wissenschaftlicher Hintergrund</SubHeadline2>
      <Pgraph>Eine Maserninfektion bedingt eine Immunschw&#228;che von etwa sechs Wochen. Besonders in diesem Zeitraum k&#246;nnen Komplikationen auftreten (z. B. Mittelohr-, Lungenentz&#252;ndung, Bronchitis), was bei etwa 30&#37; der Erkrankten der Fall ist. Eine besonders gef&#252;rchtete Komplikation ist eine postinfekti&#246;se Enzephalitis (Gehirnentz&#252;ndung). Eine weitere m&#246;gliche, wenn auch seltene Sp&#228;tfolge von Masern, die immer t&#246;dlich endet, ist die subakut sklerosierende Panenzenphalitis (SSPE).</Pgraph>
      <Pgraph>Die h&#228;ufigsten Komplikationen einer Mumpserkrankung sind Meningitis (Entz&#252;ndung der Hirnh&#228;ute), Orchitis (Hodenentz&#252;ndung) und Pankreatitis (Bauchspeicheldr&#252;senentz&#252;ndung). In seltenen F&#228;llen kann eine Mumpserkrankung auch zum einseitigen Ertauben f&#252;hren. Bei etwa 25&#37; der nach der Pubert&#228;t erkrankten M&#228;nner kommt es zu einer Orchitis. Sie tritt in den ersten Krankheitstagen auf und f&#252;hrt zu Hodenschwellung und Fiebersch&#252;ben. Bei beidseitigem Befall ist Sterilit&#228;t die Folge.</Pgraph>
      <Pgraph>Komplikationen einer postnatalen R&#246;telninfektion sind eher selten, werden aber mit zunehmendem Lebensalter h&#228;ufiger. Wesentlich kritischer sind R&#246;teln, wenn es &#252;ber die Plazenta der Mutter zu einer Infektion des F&#246;tus kommt. Im ersten Trimester ist die Gefahr von Missbildungen des Kindes am gr&#246;&#223;ten. Die h&#228;ufigsten Sch&#228;digungen sind Organmissbildungen am Herzen, an den Augen (grauer Star) und an den Ohren (Innenohrtaubheit). Weitere m&#246;gliche Komplikationen sind unter anderem f&#246;tale mentale Entwicklungsst&#246;rungen, St&#246;rungen des Bewegungsapparats, Enzephalitis und ein geringes Geburtsgewicht. Die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen und Folgeerkrankungen nach MMR-Erkrankungen steigt mit dem Lebensalter. </Pgraph>
      <Pgraph>Bei MMR-Impfungen werden Lebendvirusimpfstoffe verwendet; sie bestehen aus geschw&#228;chten Wildtypviren, die die Krankheit nicht mehr ausl&#246;sen k&#246;nnen. Alle drei Impfstoffe als kombinierter trivalenter (dreifacher) MMR-Impfstoff (MMR-Vakzine) und als vierfach Impfstoff MMR-Varizellen (MMRV) erh&#228;ltlich. Wie alle Impfstoffe besitzt auch der MMR-Impfstoff eine Wirksamkeit von unter 100&#37;. Etwa f&#252;nf bis zehn der Geimpften bauen keinen Impfschutz auf, weshalb in vielen L&#228;ndern eine zweite MMR-Impfung empfohlen wird.</Pgraph>
      <Pgraph>Schwere Nebenwirkungen und Komplikationen nach einer MMR-Impfung sind sehr selten und k&#246;nnen den Grund haben, dass eine &#220;berempfindlichkeit auf Begleitstoffe des Impfstoffs (vonseiten des Impflings) besteht. Technische Probleme oder eine falsche Impftechnik k&#246;nnen ebenfalls Gr&#252;nde f&#252;r Impfsch&#228;den und -komplikationen sein. In Bezug auf die Diskussion um Impfkomplikationen und -sch&#228;den weisen verschiedene Quellen darauf hin, dass das Risiko von Nebenwirkungen und Komplikationen der drei betrachteten Infektionskrankheiten um ein Vielfaches h&#246;her ist als das Risiko von Komplikationen nach bzw. durch Schutzimpfungen.</Pgraph>
      <Pgraph>Erkl&#228;rtes Ziel ist es, Stadium III (&#8222;Ann&#228;hernde Masernelimination und Pr&#228;vention des kongenitalen R&#246;telnsyndroms&#8220;) nach den WHO-&#8222;Surveillance&#8220;-Leitlinien bis 2010 zu erreichen. Daf&#252;r m&#252;ssen mindestens eine 95&#37;ige Durchimpfungsquote von zwei Dosen Masernimpfstoff und eine 90&#37;ige R&#246;telndurchimpfungsquote von Frauen im geb&#228;rf&#228;higen Alter erreicht sein. Grundvoraussetzung daf&#252;r ist laut WHO eine ausreichende &#8222;Surveillance&#8220; (ein Anteil von 80&#37; laborbest&#228;tigter Masern- und R&#246;telnf&#228;lle durch einen Virusnachweis). Bis 2007 besteht das WHO-Ziel einer 95&#37;igen Maserndurchimpfungsquote (erste Dosis) und einer Inzidenz von kleiner eins pro 100.000 Einwohner. </Pgraph>
      <SubHeadline>2. Fragestellung</SubHeadline>
      <Pgraph>Der vorliegende HTA-Bericht, der vom DIMDI im Auftrag des BMG vergeben wurde, hat die Absicht festzustellen,</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">welchen Nutzen &#8211; auch im Sinn eines &#246;konomischen Nutzens &#8211; die MMR-Impfung f&#252;r Deutschland hat und</ListItem>
          <ListItem level="1">welche Anstrengungen zum Erreichen der gew&#252;nschten MMR-Durchimpfungsquote von &#252;ber 95&#37; unternommen werden m&#252;ssen.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Die allgemeinen Forschungsfragen wurden n&#228;her definiert und in Teilfragen aufgeteilt. </Pgraph>
      <Pgraph>Es werden epidemiologische Aspekte zu Durchimpfungsquoten sowie Inzidenzen in Deutschland untersucht und mit internationalen Daten verglichen.</Pgraph>
      <Pgraph>Von &#246;konomischer Seite wird zu kl&#228;ren versucht, ob publizierte &#246;konomische Untersuchungen zum volkswirtschaftlichen Nutzen und&#47;oder zum Nutzen aus Sicht des Gesundheitswesens der MMR-Impfung f&#252;r Deutschland vorliegen. Au&#223;erdem interessieren die Ergebnisse dieser Untersuchungen bzw. erg&#228;nzend die Frage, ob es internationale Untersuchungen zum &#246;konomischen Nutzen der MMR-Impfung gibt.</Pgraph>
      <Pgraph>Des Weiteren besch&#228;ftigt sich dieser HTA-Bericht mit Programmen&#47;Interventionen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit, die Impfbereitschaft zu erh&#246;hen.</Pgraph>
      <SubHeadline>3. Suchstrategie</SubHeadline>
      <Pgraph>In einem ersten Schritt wurde eine systematische Literatursuche in 29 Datenbanken vorgenommen. Die systematische Literatursuche ergab eine Summe von 2766 Zusammenfassungen (&#8222;Abstracts&#8220;). Bedauerlicherweise waren jedoch vor allem wichtige Informationen zur Organisation und Daten zum Impfwesen &#8211; sowohl f&#252;r Deutschland als auch f&#252;r andere L&#228;nder &#8211; nicht bzw. nicht ausreichend pr&#228;zise in den internationalen Zeitschriften publiziert. Daher waren zus&#228;tzlich umfangreiche (Internet-) Recherchen sowie Anfragen bei relevanten Institutionen und Organisationen sowie pers&#246;nliche Interviews mit Experten erforderlich.</Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r die Bearbeitung der Fragestellungen des gegenw&#228;rtigen Berichts wurden insgesamt 200 Volltexte bzw. Informationsquellen verwendet, davon entfielen 84 auf Handsuche bzw. schriftlich angeforderte Ausk&#252;nfte. Unter Anwendung von Ein- und Ausschlusskriterien verblieben insgesamt 21 Studien bzw. Informationen aus Datenbanken, die einer detaillierten Analyse unterzogen und bewertet wurden.</Pgraph>
      <SubHeadline>4. Epidemiologie</SubHeadline>
      <SubHeadline2>4.1 Methodik</SubHeadline2>
      <Pgraph>Viele Daten f&#252;r diesen Teil des Berichts waren nicht in der publizierten Literatur verf&#252;gbar. Deshalb wurden die erforderlichen Angaben zur Erkrankungsh&#228;ufigkeit von MMR sowie zu den Durchimpfungsquoten durch Handsuche aus verschiedenen Quellen erg&#228;nzt (RKI &#8211; Robert-Koch-Institut, WHO &#8211; Weltgesundheitsorganisation, OECD &#8211; Organisation f&#252;r &#246;konomische Zusammenarbeit und Entwicklung).</Pgraph>
      <SubHeadline2>4.2 Ergebnisse </SubHeadline2>
      <Pgraph>Die aktuelle Maserndurchimpfungsquote von Kindern bezogen auf das gesamte Bundesgebiet liegt mit 92,5&#37; (Stand: 2004) &#252;ber dem gewichteten EU-15-Durchschnitt von 90,67&#37;. </Pgraph>
      <Pgraph>In den neuen Bundesl&#228;ndern ist mit einer Maserndurchimpfungsquote von 96,7&#37; (Stand: 2004) f&#252;r die erste Masernimpfung das WHO-Ziel der Herdenimmunit&#228;t (&#126;95&#37; Durchimpfungsquote) bereits erreicht; der gr&#246;&#223;te Bedarf zur Erh&#246;hung der Durchimpfungsquoten besteht in den alten Bundesl&#228;ndern (mit einer Durchimpfungsquote von 92,2&#37;; (Stand: 2004). </Pgraph>
      <Pgraph>Zu den Inzidenzen k&#246;nnen nur f&#252;r Masern Aussagen getroffen werden, da f&#252;r Mumps und R&#246;teln keine Daten vorliegen. Deutschland hat das WHO-Ziel mit 2,8 Ansteckungen (pro 100.000) 2006 nicht erreicht. Au&#223;erdem bestehen gro&#223;e Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesl&#228;ndern. So liegt die Erkrankungsh&#228;ufigkeit 2006 in den neuen Bundesl&#228;ndern bei 0,02 bis 0,35 F&#228;llen pro 100.000 Einwohner, w&#228;hrend es in den alten Bundesl&#228;ndern 0,00 bis 9,55 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner gab (ebenfalls Stand von 2006).</Pgraph>
      <Pgraph>Zur Labor-&#8222;Surveillance&#8220; von Masern l&#228;sst sich sagen, dass 2005 lediglich 32&#37; der &#252;bermittelten Masernf&#228;lle durch einen Laborbefund validiert und 45&#37; klinisch-epidemiologisch gesichert sind. Um in Stadium III 80&#37; Laborbest&#228;tigung (&#8222;Ann&#228;hernde Masernelimination&#8220;) nach den WHO-Kriterien erreichen zu k&#246;nnen, w&#228;re eine ausreichende &#8222;Surveillance&#8220; eine Grundvoraussetzung.</Pgraph>
      <Pgraph>Detailliertere Daten, z. B. &#252;ber den sozialen Status von Geimpften vs. Ungeimpften, die eine bessere Abgrenzung von Zielgruppen mit dem h&#246;chsten Aufmerksamkeitsbedarf erm&#246;glichen w&#252;rden, liegen kaum vor. Vor allem besteht ein Mangel an L&#228;ngsschnittuntersuchungen zu Durchimpfungsquoten und Erkrankungsh&#228;ufigkeiten unter Ber&#252;cksichtigung sozio&#246;konomischer Parameter.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Beispiel der Masernausbr&#252;che in Deutschland zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen einer niedrigen Durchimpfungsquote und einer h&#246;heren Erkrankungswahrscheinlichkeit. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Gegen&#252;berstellung der Maserndurchimpfungsquoten und -inzidenzen in den einzelnen EU-L&#228;ndern hat diesen Zusammenhang ebenfalls best&#228;tigt. So weisen die L&#228;nder mit einer hohen Durchimpfungsquote vor allem &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum betrachtet wesentlich niedrigere Inzidenzen auf als die L&#228;nder mit einer niedrigeren Durchimpfungsquote.</Pgraph>
      <SubHeadline2>4.3 Diskussion</SubHeadline2>
      <Pgraph>Aus Sicht der Autorinnen gibt es trotz der Anstrengungen zum Erreichen der Herdenimmunit&#228;t, die Deutschland in den letzten Jahren unternommen hat, nach wie vor Defizite: So sind die regionalen Unterschiede in einigen deutschen Bundesl&#228;ndern nach wie vor ziemlich gro&#223;, was die Verbreitung von Infektionskrankheiten in einzelnen Regionen wahrscheinlicher macht, wie die j&#252;ngsten Masernausbr&#252;che gezeigt haben. </Pgraph>
      <Pgraph>Ein gro&#223;es Problem ist auch in der Masern&#252;berwachung in Deutschland zu sehen. Das WHO-Kriterium eines Anteils von 80&#37; laborbest&#228;tigter Masernf&#228;lle (durch einen Virusnachweis) als Indikator f&#252;r eine zuverl&#228;ssige &#8222;Surveillance&#8220; (&#220;berwachung) ist in Deutschland bei Weitem unterschritten. Im Moment befindet sich Deutschland im Stadium II (&#8222;Masernkontrolle&#8220;) nach den WHO-Kriterien.</Pgraph>
      <Pgraph>In Bezug auf die Umsetzung der WHO-Ziele weisen die interviewten Experten darauf hin, dass Vereinbarungen &#252;ber Kontrolle und Ma&#223;nahmen fehlen, wenn Ziele nicht erreicht werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Im Zusammenhang mit dem Problem der regionalen Unterschiede w&#228;re f&#252;r Deutschland eine Konkretisierung bzw. Operationalisierung der WHO-Ziele auf regionaler Ebene von gro&#223;er Bedeutung: Grunds&#228;tzlich stellt das Fehlen von Impfzielen in Deutschland eine gro&#223;es Manko dar. </Pgraph>
      <SubHeadline>5. &#214;konomische Bewertung</SubHeadline>
      <SubHeadline2>5.1 Methodik</SubHeadline2>
      <Pgraph>Es wurde eine systematische Literatursuche in den internationalen Datenbanken, erg&#228;nzt durch Handsuche, durchgef&#252;hrt. F&#252;r die Selektion der bewerteten Literatur wurden Studien, die die Kosten pro Masernfall ermitteln (Krankheitskostenanalyse) oder eine Kostenwirksamkeits-, Kostennutzwert- bzw. eine Kostennutzenrechnung beinhalten, herangezogen. Der Schwerpunkt der einbezogenen Studien lag auf Deutschland und europ&#228;ischen L&#228;ndern sowie auf den USA, Kanada und Australien. Auch wurden &#246;konomische Untersuchungen, die unterschiedliche Impfstrategien vergleichen, ber&#252;cksichtigt. Der Publikationszeitraum umfasste die Jahre 1999 bis 2004.</Pgraph>
      <SubHeadline2>5.2 Ergebnisse </SubHeadline2>
      <Pgraph>Die Literaturanalyse ergab, dass eine vollst&#228;ndige &#246;konomische Untersuchung (Kostenwirksamkeits-, Kostennutzwert- oder Kostennutzenanalyse) zum MMR-Impfprogramm in Deutschland nicht vorliegt. Es gibt aber eine internationale Untersuchung, die die j&#228;hrlichen gesellschaftlichen Krankheitskosten pro Masernfall f&#252;r zehn westeurop&#228;ische L&#228;nder &#8211; unter anderem auch f&#252;r Deutschland &#8211; absch&#228;tzt. Diese Studie ermittelt durchschnittliche Krankheitskosten pro Masernfall in den untersuchten L&#228;ndern zwischen 163 (Spanien) und 373 Euro (D&#228;nemark); Deutschland liegt mit 263 Euro etwa im Mittelfeld. Das sind jene Kosten (direkte und indirekte), die pro verh&#252;teten Masernfall eingespart werden k&#246;nnten. Andere Krankheitskostenanalysen, z. B. f&#252;r Belgien, ermitteln durchschnittliche Kosten eines Masernfalls zwischen 320 (bei Kindern unter vier Jahren) und 625 Euro (bei Erwachsenen &#252;ber 20 Jahren) aus gesamtgesellschaftlicher Sicht. F&#252;r &#214;sterreich hat das &#214;BIG (&#214;sterreichisches Bundesinstitut f&#252;r Gesundheitswesen) einen Nettonutzen von 593 Euro pro verh&#252;teten Masernfall ermittelt. </Pgraph>
      <Pgraph>Es lag nur eine &#246;konomische Untersuchung vor, die nicht nur die Masernimpfung, sondern das gesamte MMR-Impfprogramm evaluiert. Sie ermittelt f&#252;r die USA ein Kostennutzenverh&#228;ltnis f&#252;r das MMR-Impfprogramm von 1 : 14,2 (Gesundheitswesen) bzw. 1 : 26,0 (Gesamtgesellschaft) im Vergleich zur Alternative &#8222;kein Impfprogramm&#8220;. Das hei&#223;t, dass aus Perspektive des Gesundheitswesens der monet&#228;r bewertete Nutzen des MMR-Impfprogramms 14,2-mal h&#246;her ist als die Kosten; aus gesamtgesellschaftlicher Sicht sogar 26-mal so hoch. Die Durchimpfung der Bev&#246;lkerung mit der zweiten MMR-Teilimpfung verursacht zwar aus &#246;konomischer Sicht hohe Kosten pro zus&#228;tzlich verhindertem Masernfall, ist aber f&#252;r die Elimination von Masern entscheidend. </Pgraph>
      <Pgraph>Die Ergebnisse aus den internationalen Untersuchungen sind nicht ohne Weiteres auf Deutschland &#252;bertragbar (unterschiedliche Settings, medizinische Praxis, Kostenstrukturen etc.). Um detaillierte &#246;konomische Aussagen f&#252;r Deutschland treffen zu k&#246;nnen, ist die Entwicklung einer komplexen &#246;konomischen Modellrechnung unumg&#228;nglich. Ein Hauptproblem liegt jedoch darin, dass relevante Daten nicht bzw. nur l&#252;ckenhaft verf&#252;gbar sind (vor allem valide epidemiologische Daten) und deshalb gesch&#228;tzt werden m&#252;ssten.</Pgraph>
      <SubHeadline2>5.3 Diskussion</SubHeadline2>
      <Pgraph>In internationalen Publikationen werden schwerpunktm&#228;&#223;ig die Masern &#246;konomisch bewertet. Die Bandbreite der Ergebnisse aus den vorliegenden Krankheitskostenanalysen zu Masern haben verschiedene Ursachen: Zum einen h&#228;ngt die Genauigkeit der Ergebnisse vor allem von den im Untersuchungszeitraum vorliegenden Inzidenzen und der H&#246;he der Durchimpfungsquoten ab; diese Daten sind aber oft nur l&#252;ckenhaft dokumentiert. Des Weiteren sind in den Krankheitskostenanalysen nicht immer dieselben Kostenarten eingeschlossen (z. B. ob Kosten f&#252;r Pflegebed&#252;rftige und Produktionsausf&#228;lle mitber&#252;cksichtig wurden); und auch die unterschiedlichen Kostenstrukturen in den Gesundheitswesen der verglichenen L&#228;nder (z. B. Kosten des Impfstoffs, Distributionskosten, Kosten f&#252;r Krankenhausaufenthalte etc.) spiegeln sich in den &#246;konomischen Ergebnissen wider. Da jedes Land mit den spezifischen Eigenheiten seines Gesundheitswesens unterschiedliche Kostenstrukturen aufweist, ist eine unreflektierte &#220;bertragung von Ergebnissen aus anderen L&#228;ndern nicht zul&#228;ssig. Trotz dieser Einschr&#228;nkungen k&#246;nnen &#246;konomische Studien den potenziellen finanziellen Nutzen aufzeigen, der durch eine Maserneradikation erzielt werden k&#246;nnte.</Pgraph>
      <SubHeadline>6. Impfkonzepte und -programme</SubHeadline>
      <SubHeadline2>6.1 Methodik</SubHeadline2>
      <Pgraph>Die systematische Literatursuche erfolgte unter den Schlagworten Mumps und Masern und R&#246;teln bzw. als MMR in Kombination jeweils mit der Verkn&#252;pfung &#8222;Programme&#8220; und &#8222;Durchimpfung&#8220;. In die Bewertung aufgenommen wurden Studien mit Bezug auf Deutschland (Schwerpunkt Kinder und Jugendliche), Studien im Zusammenhang mit Ma&#223;nahmen zum Erreichen bzw. zur Beibehaltung von hohen Durchimpfungsquoten und niedrigen Inzidenzen, speziell aus industrialisierten L&#228;ndern (wie USA, Niederlande, Finnland) sowie Studien, die verschiedene Interventionsstrategien analysieren. Die durch die Literatursuche gewonnenen Informationen zu den &#8222;Best-Practice&#8220;-L&#228;ndern wurden durch Informationen via Internet sowie durch telefonische und schriftliche Ausk&#252;nfte erg&#228;nzt. Des Weiteren wurden f&#252;r den internationalen Vergleich Informationen &#252;ber die Niederlande und Finnland (z. B. zur Organisation des Impfwesens) per Handsuche erg&#228;nzt und Telefonate mit Experten aus diesen L&#228;ndern gef&#252;hrt.</Pgraph>
      <SubHeadline2>6.2 Ergebnisse </SubHeadline2>
      <Pgraph>Die verschiedenen Interventionen zur Erh&#246;hung der Durchimpfungsquote wurden ihrer Zielrichtung nach in drei Hauptgruppen eingeteilt: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Interventionen zur Erh&#246;hung der Nachfrage nach Impfungen,</ListItem>
          <ListItem level="1">Interventionen zur Verbesserung des Zugangs zu Impfungen, </ListItem>
          <ListItem level="1">Interventionen, die auf die Anbieter von Impfungen (z. B. &#196;rzte) ausgerichtet sind.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Anhand von &#8222;Best-Practice&#8220;-Modellen wurden Impfstrategien aus anderen L&#228;ndern (Finnland, USA und Niederlande) beschrieben, die zu hohen Durchimpfungsquoten und einer geringen Inzidenz gef&#252;hrt haben. Die USA legen einen Schwerpunkt ihrer Impfpolitik auf Impfpflicht in Schulen&#47;Kinderbetreuungseinrichtungen, w&#228;hrend die Niederlande ein stark zentralisiertes staatliches Impfwesen aufgebaut haben, das sich durch ein zentralisiertes Impfregister, in dem die Impfdaten aller Kinder erfasst sind, mit Erinnerungen, kostenlosen Impfungen und einem einfachen Zugang zu diesen auszeichnet. In Finnland gibt es ein zentrales Impfkonzept und nationale Impfziele sowie Richtlinien, die regelm&#228;&#223;ig evaluiert werden, au&#223;erdem wird der Information der Bev&#246;lkerung &#252;ber Vor- und Nachteile von Impfungen gro&#223;e Bedeutung beigemessen.</Pgraph>
      <SubHeadline2>6.3 Diskussion</SubHeadline2>
      <Pgraph>Geeignete Interventionen zur Erh&#246;hung der Durchimpfungsquote sind Erinnerungen (in schriftlicher, elektronischer oder m&#252;ndlicher Form) an die zu impfende Gruppe sowie an die Anbieter von Impfungen ausgerichtete Interventionen.</Pgraph>
      <Pgraph>In Bezug auf die &#8222;Best-Practice&#8220;-L&#228;nder ist f&#252;r Deutschland insbesondere ein zentrales Impferinnerungssystem wie in den Niederlanden von Interesse. Auch die finnische Strategie, im Speziellen die konkreten nationalen Impfziele, w&#228;re f&#252;r Deutschland eine gute Option, da das Fehlen spezifischer regionaler Ziele ein gro&#223;es Manko darstellt. Eine Impfpflicht wie in den USA ist in Deutschland nicht m&#246;glich, da sie nicht mit dem Grundgesetz vereinbar w&#228;re.</Pgraph>
      <SubHeadline>7. Schlussfolgerung</SubHeadline>
      <Pgraph>Trotz aller Bem&#252;hungen, die Durchimpfungsquote zu erh&#246;hen, ist das WHO-Ziel einer 95&#37;igen Durchimpfungsquote bis 2007 bei Masern und einer Eliminierung der Masern- und R&#246;telnerkrankungen bis 2010 in Deutschland (noch) nicht erreicht. Um in Deutschland bis 2010 das Stadium IIIA (&#8222;Ann&#228;hernde Masernelimination&#8220;) oder IIIB (&#8222;Ann&#228;hernde Masernelimination und Pr&#228;vention des kongenitalen R&#246;telnsyndroms&#8220;) zu erreichen, sind aus Sicht der Autorinnen folgende Ma&#223;nahmen notwendig:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <OrderedList>
          <ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1."><Mark1>Nationale Impfziele:</Mark1> Ein wesentlicher Ansatzpunkt ist die Entwicklung eines bundesweiten verbindlichen Impfprogramms. </ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2."><Mark1>Plan der Umsetzung:</Mark1> F&#252;r die Umsetzung eines nationalen Impfprogramms sind klare Strukturen und die Zuteilung von Verantwortlichkeiten (zwischen Bund und L&#228;ndern, aber auch den einzelnen Kassen) notwendig. </ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3."><Mark1>&#8222;Surveillance&#8220;-System:</Mark1> Ein wesentlicher Punkt, um nach den von der WHO entwickelten &#8222;Surveillance&#8220;-Leitlinien das Stadium III (&#8222;Ann&#228;hernde Masernelimination&#8220;) zu erreichen, sind die laufende Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung von Durchimpfungsquoten, Masern- und R&#246;telnf&#228;llen, m&#246;glicher Komplikationen und der Herkunft von Virenst&#228;mmen (endemisch &#252;bertragen oder eingeschleppt). Ein Anteil von 80&#37; laborbest&#228;tigter Masernf&#228;lle (mittels Seropr&#228;valenztest) ist laut WHO als Indikator f&#252;r eine zuverl&#228;ssige &#8222;Surveillance&#8220; (&#220;berwachung) zu sehen. </ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4."><Mark1>Kommunikation und &#220;berzeugungsarbeit:</Mark1> Wichtig f&#252;r die Umsetzung eines nationalen Impfprogramms sind Kommunikation und &#220;berzeugungsarbeit, etwa in Gestalt von Kommunikationspl&#228;nen sowie Aufkl&#228;rung von &#196;rzten und Eltern. </ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5."><Mark1>Evaluation:</Mark1> Eine regelm&#228;&#223;ige Evaluation der Ma&#223;nahmen, die zum Erreichen der Impfziele gesetzt werden, ist notwendig. Momentan fehlen Vereinbarungen &#252;ber Kontrolle und Ma&#223;nahmen wenn Ziele nicht erreicht wurden.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6."><Mark1>&#214;konomische Aspekte:</Mark1> Zur Erh&#246;hung der Durchimpfungsquote wird ein differenziertes Vorgehen vorgeschlagen. Zun&#228;chst ist die erste Teilimpfungsquote in Regionen mit einer Durchimpfungsquote unter 95&#37; zu erh&#246;hen, da diese Ma&#223;nahme vor allem aus &#246;konomischer Sicht die gr&#246;&#223;te Kostenersparnis mit sich bringt. In Regionen mit einer Durchimpfungsquote von &#252;ber 95&#37; der ersten Durchimpfung ist die Quote der zweiten Teilimpfung zu erh&#246;hen.</ListItem>
        </OrderedList>
      </Pgraph>
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