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<GmsArticle>
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    <Identifier>hta000051</Identifier>
    <ArticleType>HTA-Kurzfassung</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Mundgesundheit nach kieferorthop&#228;discher Behandlung mit festsitzenden Apparaten </Title>
      <TitleTranslated language="en">Oral health with fixed appliances orthodontics</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
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          <Lastname>Frank</Lastname>
          <LastnameHeading>Frank</LastnameHeading>
          <Firstname>Wilhelm</Firstname>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>ARWIG, Gesundheitssystemberatung GmbH, Aurikelweg 1&#47;2, 1220 Wien, Tel.: 0043 1 332 50 23<Affiliation>ARWIG, Gesundheitssystemberatung GmbH, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>frank&#64;arwig.at</Email>
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          <Lastname>Pfaller</Lastname>
          <LastnameHeading>Pfaller</LastnameHeading>
          <Firstname>Karin</Firstname>
          <Initials>K</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>ARWIG, Gesundheitssystemberatung GmbH, Aurikelweg 1&#47;2, 1220 Wien, Tel.: 0043 1 332 50 23<Affiliation>ARWIG, Gesundheitssystemberatung GmbH, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>office&#64;arwig.at</Email>
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          <Lastname>Konta</Lastname>
          <LastnameHeading>Konta</LastnameHeading>
          <Firstname>Brigitte</Firstname>
          <Initials>B</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>ARWIG, Gesundheitssystemberatung GmbH, Aurikelweg 1&#47;2, 1220 Wien, Tel.: 0043 1 41 67 900<Affiliation>ARWIG, Gesundheitssystemberatung GmbH, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
        <Email>konta&#64;arwig.at</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
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    <SubjectGroup>
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          <MeshMainheading majorTopic="no">ORTHODONTIC APPLIANCES</MeshMainheading>
        </Meshheading>
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          <MeshMainheading majorTopic="no">DENTAL CARIES</MeshMainheading>
        </Meshheading>
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          <MeshMainheading majorTopic="no">ORAL HEALTH</MeshMainheading>
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          <MeshMainheading majorTopic="no">OUTCOME STUDY</MeshMainheading>
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          <MeshMainheading majorTopic="no">OUTCOME MEASURES</MeshMainheading>
        </Meshheading>
      </MeshheadingList>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">Kieferorthop&#228;die</Keyword>
      <Keyword language="de">fixe Apparate</Keyword>
      <Keyword language="de">Karies</Keyword>
      <Keyword language="de">Mundgesundheit</Keyword>
      <Keyword language="de">Evaluation</Keyword>
      <Keyword language="de">HTA</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20080311</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1861-8863</ISSN>
        <Volume>4</Volume>
        <JournalTitle>GMS Health Technology Assessment</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Health Technol Assess</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>02</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>Kieferorthop&#228;dische Ma&#223;nahmen stellen einen bedeutsamen Anteil an zahnmedizinischen Interventionen dar. Wie bei medizinischen Methoden im Generellen stellt sich die Frage, in welcher Weise es wissenschaftliche Belege (Evidenzen) f&#252;r die Wirksamkeit dieser Ma&#223;nahmen gibt.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Frage der Wirksamkeit ist verbunden mit der Frage, was als Wirkung verstanden wird. Grunds&#228;tzlich wird die Wirkung der Intervention auf der Basis der Okklusion bzw. der Zahngesundheit verstanden, was weitere Funktionen des Mundraums au&#223;er Acht l&#228;sst. Daher ist die Verallgemeinerung auf Mundgesundheit eine nunmehr in der Wissenschaft geforderte Betrachtung.</Pgraph>
      <Pgraph>W&#252;rdigt man diese Weiterentwicklung, dann ist folglich keine Studie verf&#252;gbar, die einerseits die langfristige Wirkung der kieferorthop&#228;dischen Intervention untersucht, noch eine die die Auswirkungen auf die Mundgesundheit zum Thema hat.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Frage, ob sich durch die Anwendung von festsitzenden Apparaten im Rahmen einer kieferorthop&#228;dischen Ma&#223;nahme eine langfristige Verbesserung des Mundgesundheitszustands ergibt, kann zum gegenw&#228;rtigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Der wissenschaftliche Sachstand besch&#228;ftigt sich gegenw&#228;rtig mit der Definition von Mundgesundheit. Selbst die Frage, ob die Zahngesundheit durch festsitzende Apparate langfristig verbessert werden kann ist auf der Basis der f&#252;r die evidenzbasierte Medizin &#252;blichen Qualit&#228;tsg&#252;te nicht beantwortbar.</Pgraph>
      <Pgraph>Ob die Behebung von Zahnfehlstellungen eine wirksame Voraussetzung f&#252;r die Erhaltung der nat&#252;rlichen Bezahnung ist, kann ebenfalls nicht beantwortet werden. Es gibt zu diesem Thema keine verallgemeinerungsf&#228;hige Studie mit Aussagekraft f&#252;r Europa oder Deutschland.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Risiko f&#252;r eine Kariesanf&#228;lligkeit kann in keiner Weise quantifiziert werden. Karies wird in aller Regel thematisiert, von einer Quantifizierung des Risikos wird in s&#228;mtlichen gepr&#252;ften Studien Abstand genommen, vermutlich da dies von zahlreichen Faktoren, vor allem der Mitarbeit des Patienten abh&#228;ngt.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Frage der Indikationsstellungen bleibt aus der wissenschaftlichen Literatur v&#246;llig offen. Zwar wurden einige Indizes entwickelt, die der Frage der Therapiebed&#252;rftigkeit oder der -priorit&#228;t eine Quantifizierung verleihen, diese Indizes werden aber in ihrer Aussagekraft und empirischen Relevanz durch j&#252;ngere Forschungsarbeiten fundamental in Frage gestellt.</Pgraph>
      <Pgraph>Es verst&#228;rkt sich der Eindruck, dass eine gro&#223;e Kluft zwischen der praktischen Anwendung kieferorthop&#228;discher Ma&#223;nahmen und der wissenschaftlichen Erforschung ihrer Wirksamkeit existiert. Es wird viel Forschungsarbeit im Bereich Diagnostik oder Weiterentwicklung von Ger&#228;ten oder Techniken erbracht, jedoch &#228;u&#223;erst wenig im Bereich Interventionsbedarf, Analyse der Nachhaltigkeit, Einflussfaktoren auf den Erfolg oder Quantifizierung von Nebenwirkungen wie z. B. Karies oder Wurzelresorption.</Pgraph>
      <Pgraph>Forschung zur Absicherung der Indikationen fehlt nahezu g&#228;nzlich, da auch die erforderlichen Evaluationsparameter (z. B. mittel- bis langfristiger Zahnerhalt) nicht erforscht werden, geschweige denn die Mundgesundheit.</Pgraph>
      <Pgraph>Diese L&#252;cke ist insofern bedenklich, da &#246;konomisch eine Koppelung der Feststellung des Bedarfs (Bedarfsweckung) und der Leistungserbringung in mitteleurop&#228;ischen Gesundheitssystemen gegeben ist. Dies er&#246;ffnet Rahmenbedingungen f&#252;r das m&#246;glichen Schaffen einer so genannten angebotsinduzierten Nachfrage.</Pgraph>
      <Pgraph>Um die professionelle Arbeit der Kieferorthop&#228;die (KFO) nicht in den Nahebereich von Bedarfsinduzierung oder unbelegter Indikationsstellungen zu bringen, ist eine Beforschung dieses Themas ganz wesentlich. Die erforderliche viel st&#228;rkere Absicherung von Indikationsstellungen zur Sicherheit und Abgrenzung zu nicht medizinisch gerechtfertigen Leistungen k&#246;nnte wesentliche Beitr&#228;ge zur weiteren Vertrauensbildung f&#252;r Patienten oder Versicherungsgesellschaften schaffen. Die f&#252;r die Interventionsabsicherung existierenden Indizes, wie der Index of Treatment Need (IOTN), scheinen eine akademische Bedeutung zu haben, die in der t&#228;glichen Praxis irrelevant erscheinen.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Frage, welche Indikationsstellungen nun f&#252;r die Intervention als wissenschaftlich abgesichert gelten k&#246;nnen, muss unverz&#252;glich gro&#223;e Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die individuelle und subjektive Einsch&#228;tzung des Behandlers (dessen Erfahrung nicht in Zweifel gezogen wird) ist f&#252;r die Durchf&#252;hrung von kieferorthop&#228;dischen Ma&#223;nahmen als nicht ausreichend zu beurteilen. Die Begr&#252;ndung durch wissenschaftlich gut abgesicherte Studien ist absolut zu fordern, dem Patienten gegen&#252;ber aus ethischen, dem Sozialversicherungssystem aus finanziellen und letztendlich auch dem Behandler aus evaluativen und legitimatorischen Gr&#252;nden.</Pgraph>
      <Pgraph>Koordinierte Forschungsvorhaben, die das Ziel der gezielten Datensammlung haben sind vor dem Hintergrund geeigneter Versuchsplanungen f&#252;r individuelle therapeutische Prozesse dringend erforderlich. Auch die dabei angepeilte Studienqualit&#228;t ist ein wesentliches Thema. Die Ver&#246;ffentlichung von methodisch v&#246;llig unverwertbaren oder mit zahlreichen offensichtlichen Fehlern behaftete Studien ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der evidenzbasierten Medizin, der allgemein bekannten Methodenlage und der angespannten Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems inakzeptabel. Die KFO verdient sich in Anbetracht der wahrscheinlich zu Recht vermuteten Erfolge auch eine entsprechend qualitativ hoch stehende wissenschaftliche Begleitung und Absicherung ihrer Vorgehensweise.</Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph>Orthodontic treatment represents an important fraction in dental interventions. According to other medical methods the question for scientific evidence for the effectiveness of these treatments arises. </Pgraph>
      <Pgraph>The question of the effectiveness is connected with the question what is understood as an effect. In principle, the effect of the intervention is understood on the basis of the occlusion or dental health, what disregards further functions of oral health. The generalization to oral health is therefore a necessary consideration in science now. </Pgraph>
      <Pgraph>If one appreciates this further development, then there is no one single randomised study available which examines the long-term effect of the orthodontic intervention or for the effects on the oral health.</Pgraph>
      <Pgraph>The question, whether the application of a fixed appliance in an orthodontic treatment causes a long-term improvement in oral health, cannot be answered at the present time. The scientific status is the definition of oral health at present. Also the question, whether in the long run the dental health can be improved by fixed appliances cannot be answered with a quality usually achieved by evidence-based medicine. </Pgraph>
      <Pgraph>Whether correction of a dental malposition is an effective prerequisite for the preservation of the natural teeth, cannot be answered. There is no generalizing study with sufficient scientific background for Europe or Germany to this topic. </Pgraph>
      <Pgraph>The risk for caries cannot be quantified. Caries is identified as a central topic in general but due to numerous factors influencing the risk it is not quantified. </Pgraph>
      <Pgraph>The question of the indications is completely open from the scientific literature. For the question of the therapy need or therapy priority some indexes were developed, which lead to a quantification. These indices however are fundamentally criticised by recent research in their meaning and the empirical relevance.</Pgraph>
      <Pgraph>There is an impression that there exists a big gap between the practical application and the scientific investigation of this effectiveness of fixed appliances or orthodontic treatment in general. There is much research in the area of diagnostics or further development of appliances or techniques done, however extremely few in the area of need for intervention, analysis of the sustainability; influence factors on the success, like caries or quantification of side effects e. g. root resorption. </Pgraph>
      <Pgraph>This research to evaluate the indications is completely lacking, also the required evaluation parameters (e. g. means long-term dental maintenance). </Pgraph>
      <Pgraph>This gap is in this respect dubious since a link of determining the demand (inducing demand) and supply in Central European health systems is economically given. This enables to create a possibility for a so-called supply induced demand. </Pgraph>
      <Pgraph>To get rid of discussions that the professional work of orthodontics can be near to induced demand or unnecessary indications, research of this topic is quite essential. This requires much stronger information for indications. This can improve confidence for patients and insurance companies. Existing indices like the Index of Treatment Need (IOTN) seem to be of academic interest without practice importance for daily work. </Pgraph>
      <Pgraph>The question which indications can be regarded as scientifically proven for the intervention must be given big attention immediately. The individual and subjective assessment of the orthodontist (whose experience is not doubted) has to be considered as not sufficient. The scientific background is absolutely necessary due to ethic reasons for the patient, economic reasons for the social insurance system or financiers and also for the orthodontists to evaluative and legitimates the treatment. </Pgraph>
      <Pgraph>Well coordinated research with the goal of collecting specific data is urgently required for individual therapeutic processes with appropriate design. The study quality is also an essential topic. It is unacceptable at the beginning of the 21st century with the background of the evidence based medicine, that studies are published with enormous methodological errors. Orthodontics deserves a well discussed scientific position to prove the enormous individual success and to demonstrate the effectiveness of the developed treatments. </Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Executive Summary">
      <MainHeadline>Executive Summary</MainHeadline>
      <Pgraph>Orthodontic treatment represents an important fraction in dental interventions. According to other medical methods the question for scientific evidence for the effectiveness of these treatments arises. </Pgraph>
      <SubHeadline>1. Health political background</SubHeadline>
      <Pgraph>Orthodontic treatments are a frequent intervention. The scientific position is very important due to the frequency of treatments in combination with financial expenditure. Patients or their parents or financiers pose more and more the question, whether these interventions are effective and worth the money.</Pgraph>
      <SubHeadline>2. Scientific background</SubHeadline>
      <Pgraph>The effectiveness of medical interventions is evaluated in scientific studies with patients. It is necessary to distinguish between standardized interventions and not standardized ones. Orthodontic measures belong to the not standardized interventions since an individual medical treatment planning and a therapy made to measure for the patient must be planned. </Pgraph>
      <Pgraph>Furthermore, a large number of techniques and appliances are used in orthodontic treatment which have differences in their therapeutic effect. </Pgraph>
      <Pgraph>By the techniques of fixed appliances oral hygiene is more difficult to achieve and this needs more cooperation of the patient. Is this not achieved sufficiently caries or other problems can lead to a possibly faster dental loss despite a successful orthodontic intervention. </Pgraph>
      <Pgraph>The principal goal is the prolongation of the maintenance of natural teeth. Additionally there are also functional aspects of oral health. Therefore not only the technical success of the obtainment of a normocclusion can be regarded as a success of treatment, but oral health must be regarded as a comprehensive condition. </Pgraph>
      <Pgraph>The question how caries must be regarded as a side effect by implementation of fixed appliances is also important. </Pgraph>
      <SubHeadline>3. Research questions</SubHeadline>
      <Pgraph>This HTA report follows the following research questions: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Which evidence concerning long-term development of oral health after an orthodontic treatment with fixed appliances exists&#63; Is the status of oral health better for treated patients in comparison with not treated patients in the long run&#63; </ListItem>
          <ListItem level="1">Is the correction of dental malocclusion an effective prerequisite for the preservation of the own teeth&#63; </ListItem>
          <ListItem level="1">Can the risk for caries be assessed when fixed appliances are used&#63; Which methods can be taken to avoid caries&#63;</ListItem>
          <ListItem level="1">Which indications can be recommended for the application of fixed appliances after analysis of the scientific literature&#63; </ListItem>
          <ListItem level="1">How important is a multi professional approach and functional oriented treatment in orthodontic application of fixed appliances&#63; </ListItem>
          <ListItem level="1">Are there publications concerning the economic and ethical aspect of the application of fixed appliances&#63;</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <SubHeadline>4. Methods</SubHeadline>
      <Pgraph>The research questions should be answered evidence oriented, according to published scientific studies. The scientific literature had to be selected systematically. This was made by the retrieval of publications in literature databases. The relevant studies were evaluated for the questions in a two-step procedure and used for this <TextGroup><PlainText>review</PlainText></TextGroup>. </Pgraph>
      <SubHeadline>5. Results</SubHeadline>
      <Pgraph>The question, whether the application of a fixed appliance in an orthodontic treatment causes a long-term improvement in oral health, cannot be answered at the present time. The scientific status is the discussion for a definition of oral health at present. Also the question, whether in the long run dental health can be improved by the application of fixed appliances can not be answered with a level of evidence usually achieved by evidence-based medicine. </Pgraph>
      <Pgraph>Whether correction of dental malocclusion is an effective prerequisite for the preservation of the natural dentation, cannot be answered. There is no generalizable study with sufficient scientific background for Europe or Germany to this topic. </Pgraph>
      <Pgraph>The risk for caries can not be quantified. Caries is identified as a central topic in general but due to numerous factors influencing the risk it is not quantified. </Pgraph>
      <Pgraph>The question of assessment of indications is completely open from the scientific literature. For the question of therapy need or therapy priority some indices were developed, which enable a numerical quantification. However, these indices are fundamentally criticised by recent research in their meaning and the empirical relevance.</Pgraph>
      <SubHeadline>6. Discussion</SubHeadline>
      <Pgraph>The scientific evidence for orthodontic measures is exceptionally low. None of the questions posed in this report can be answered even if lower evidence study types, like not randomised or retrospective studies are included. </Pgraph>
      <Pgraph>The scientific investigation of not standardized interventions is a certain challenge (therapeutic setting). It is, however, a need from the scientific and ethical view, in principle, that interventions also require appropriate research and evidence. Payers of the interventions also can expect a sufficient degree of reliability, patients can expect, that the intervention is well investigated and the informed consent is based on scientific research. </Pgraph>
      <Pgraph>Basically there is no doubt that - on the one side that orthodontic treatment is very effective. Hundreds of thousands of patients treated orthodontic successfully with great satisfaction surely give evidence, that there are very professional interventions carried out with a considerable diagnostic effort. </Pgraph>
      <Pgraph>There is the impression that there exists a big gap between the practical application of fixed appliances and the scientific investigation of the effectiveness of the intervention. There is much research done in the area of diagnostics or further development of appliances or techniques realised, however extremely few research in the area of treatment need, analysis of the sustainability, influence factors on the success, like caries or quantification of side effects e.g. root resorption. </Pgraph>
      <Pgraph>Also if the intervention does not need any further research concerning effectiveness due to their obviousness (e. g. the surgical resection of a finger is effective, no study is required here), the question of the indication nevertheless must (when the surgical resection of a finger is required) be examined scientifically and the treatment must be <TextGroup><PlainText>justifiable. </PlainText></TextGroup></Pgraph>
      <Pgraph>This research to evaluate the indications is completely lacking, also the required evaluation parameters (e. g. means long-term dental maintenance). </Pgraph>
      <Pgraph>This gap is in this respect dubious since a link of determining the demand (inducing demand) and supply in Central European health systems is economically given. This enables to create a possibility for a so-called supply <TextGroup><PlainText>induced</PlainText></TextGroup> demand. </Pgraph>
      <Pgraph>To get rid of discussions that the professional work of orthodontics can be near to induced demand or unnecessary indications, research of this topic is quite essential. The required much stronger information for indications can improve confidence for patients and insurance companies. Existing indexes like the Index of Treatment Need (IOTN) seem to be of academic interest without relevance for daily work. </Pgraph>
      <Pgraph>The question which indications can be regarded as scientifically proven for the intervention must be given big attention immediately. The individual and subjective assessment of the orthodontist (whose experience is not doubted) has to be considered as not sufficient. The scientific background is absolutely necessary due to ethic reasons for the patient, economic reasons for the social insurance system or financiers and also for the <TextGroup><PlainText>orthodontist</PlainText></TextGroup> to evaluate and legitimate the treatment. </Pgraph>
      <SubHeadline>7. Conclusions&#47;Recommendations</SubHeadline>
      <Pgraph>Oral health is a relatively new concept and the first definitions are published two to three years ago. The interdisciplinary aspect of the problem should increasingly be taken into account. While the technical aspect of the <TextGroup><PlainText>orthodontic</PlainText></TextGroup> treatment is in the centre of the interest, the functional aspect of the orofacial system must not be disregarded. </Pgraph>
      <Pgraph>The cooperation of the patient also appears as important, like the consideration of mouth functions, like <TextGroup><PlainText>mastication</PlainText></TextGroup>, swallowing, hygiene or muscle activities and balance of the forces for the success of this intervention. </Pgraph>
      <Pgraph>The concept of oral health has shown weak evidences despite far-reaching systemic consequences for human health, like gastrointestinal diseases. </Pgraph>
      <Pgraph>The question which indications can be regarded as scientifically proven for a need of an intervention must be given attention immediately. The individual and subjective assessment of the orthodontist (whose experience is not doubted) has to be considered as not sufficient. The scientific background is absolutely necessary. Well coordinated research with the goal of collecting specific data is urgently required for individual therapeutic processes with appropriate design. The study quality is also an essential topic. It is unacceptable at the beginning of the 21st century with the conceptional background of evidence based medicine, that studies are published with enormous methodological errors. Orthodontics deserves a well discussed scientific position to prove the enormous success and to demonstrate the effectiveness of the developed treatments. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Kurzfassung">
      <MainHeadline>Kurzfassung</MainHeadline>
      <Pgraph>Kieferorthop&#228;dische Ma&#223;nahmen stellen einen bedeutsamen Anteil an zahnmedizinischen Interventionen dar. Wie bei medizinischen Methoden im Generellen stellt sich die Frage, in welcher Weise es wissenschaftliche Belege (Evidenzen) f&#252;r die Wirksamkeit dieser Ma&#223;nahmen gibt und welche Nebenwirkungen dabei zu erwarten sind.</Pgraph>
      <SubHeadline>1. Gesundheitspolitischer Hintergrund</SubHeadline>
      <Pgraph>Kieferorthop&#228;dische Ma&#223;nahmen sind eine h&#228;ufig durchgef&#252;hrte Intervention. Aufgrund der Kombination von hoher Anwendungsh&#228;ufigkeit mit den jeweiligen finanziellen Aufwendungen ist die wissenschaftliche Absicherung der Interventionen von besonderer Bedeutung. Patienten bzw. deren Eltern als auch Finanziers stellen sich zunehmend die Frage nach der erzielbaren Wirkung dieser Interventionen und in welcher Weise sich diese Aufwendungen f&#252;r die Gesundheit von Patienten tats&#228;chlich auch langfristig lohnen.</Pgraph>
      <SubHeadline>2. Wissenschaftlicher Hintergrund</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Wirksamkeit von medizinischen Interventionen wird &#252;blicherweise in wissenschaftlichen Studien mit Patienten gekl&#228;rt. Dabei ist zwischen standardisierten und nicht-standardisierten Interventionen zu unterscheiden. Kieferorthop&#228;dische Ma&#223;nahmen z&#228;hlen zu den nicht-standardisierten Interventionen, da eine individuelle Behandlungsplanung und eine auf den Patienten ma&#223;geschneiderte Therapie geplant werden muss.</Pgraph>
      <Pgraph>Des Weiteren wird bei kieferorthop&#228;dischen Ma&#223;nahmen mittels festsitzender Apparate eine gro&#223;e Anzahl von Techniken und Ger&#228;ten eingesetzt, die in ihren therapeutischen Wirkungen unterschiedlich sind.</Pgraph>
      <Pgraph>Durch die Befestigungstechniken der festsitzenden Apparate wird die Mundhygiene erschwert sowie eine Mitarbeit des Patienten erforderlich. Ist diese nicht ausreichend gegeben, f&#252;hrt dies trotz erfolgreicher Intervention trotzdem zu einem m&#246;glicherweise beschleunigten Zahnverlust, da Karies bzw. andere Probleme (Zahnfleisch) die Dauerhaftigkeit des Erfolgs der Intervention gef&#228;hrden.</Pgraph>
      <Pgraph>Als Oberziel kann sicherlich die Frage nach der Verl&#228;ngerung des Erhalts der nat&#252;rlichen Bezahnung betrachtet werden. Zus&#228;tzlich ber&#252;hrt eine kieferorthop&#228;dische Ma&#223;nahme auch funktionelle Aspekte des Mundraums. Daher kann nicht nur der technische Erfolg der Erzielung einer Normokklusion als Erfolg betrachtet werden, sondern die Mundgesundheit muss als gesamtes Zustandsbild betrachtet werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Frage, in welcher Weise nun Karies tats&#228;chlich als eine Begleiterscheinung von festsitzenden Apparaten betrachtet werden kann, ist ebenfalls Thema.</Pgraph>
      <SubHeadline>3. Forschungsfragen</SubHeadline>
      <Pgraph>Dieser HTA-Bericht geht den folgenden Forschungsfragen nach:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Welche Erkenntnisse gibt es &#252;ber die langfristige Entwicklung des Mundgesundheitszustands nach kieferorthop&#228;discher Behandlung mit festsitzenden Apparaten&#63; Ist der Mundgesundheitszustand bei kieferorthop&#228;disch behandelten Patienten mit festsitzenden Apparaten langfristig besser als bei nicht-behandelten Patienten&#63; </ListItem>
          <ListItem level="1">Ist die Behebung von Zahnfehlstellungen eine wirksame Voraussetzung f&#252;r die Erhaltung der nat&#252;rlichen Bezahnung&#63;</ListItem>
          <ListItem level="1">Wie kann das Risiko f&#252;r Kariesanf&#228;lligkeit bei der Anwendung von festsitzenden Apparaten abgesch&#228;tzt werden&#63; Welche Ma&#223;nahmen k&#246;nnen zur Kariesvermeidung getroffen werden&#63;</ListItem>
          <ListItem level="1">Welche Indikationsstellungen f&#252;r die Anwendung festsitzender Apparate k&#246;nnen nach Analyse der wissenschaftlichen Literatur empfohlen werden&#63;</ListItem>
          <ListItem level="1">Welche Rolle spielt die Interdisziplinarit&#228;t bzw. der funktionsorientierte Ansatz bei der Behandlung von Zahnfehlstellungen, bei denen festsitzende Apparate eingesetzt werden&#63;</ListItem>
          <ListItem level="1">Gibt es wissenschaftliche Literatur, die sich mit der Frage der &#214;konomie bzw. Ethik der Anwendung festsitzender Apparate auseinandersetzt&#63; </ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <SubHeadline>4. Methodik</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Forschungsfragen sollen evidenzorientiert, das hei&#223;t aus der wissenschaftlichen Studienlage heraus beantwortet werden. Die wissenschaftliche Literatursuche ist zu diesem Zweck systematisch auszuw&#228;hlen. Dies erfolgte durch die Recherche der Literatur in Literaturdatenbanken. Aus diesen Arbeiten wurden in einem zweistufigen Verfahren die f&#252;r die Beantwortung der Fragen relevanten und qualit&#228;tsgepr&#252;ften Arbeiten ausgew&#228;hlt und in einer systematischen &#220;bersichtsarbeit verarbeitet.</Pgraph>
      <SubHeadline>5. Ergebnisse</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Frage, ob sich durch die Anwendung von festsitzenden Apparaten im Rahmen einer kieferorthop&#228;dischen Ma&#223;nahme eine langfristige Verbesserung des Mundgesundheitszustands ergibt, kann zum gegenw&#228;rtigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Der wissenschaftliche Sachstand besch&#228;ftigt sich zurzeit mit der Definition von Mundgesundheit. Selbst die Frage, ob die Zahngesundheit durch festsitzende Apparate langfristig verbessert werden kann ist nicht auf der Basis der f&#252;r die evidenzbasierte Medizin &#252;blichen Qualit&#228;tsg&#252;te bewertbar.</Pgraph>
      <Pgraph>Ob die Behebung von Zahnfehlstellungen eine wirksame Voraussetzung f&#252;r die Erhaltung der nat&#252;rlichen Bezahnung ist, kann ebenfalls nicht beantwortet werden. Es gibt zu diesem Thema keine verallgemeinerungsf&#228;hige Studie mit Aussagekraft f&#252;r Europa oder Deutschland.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Risiko f&#252;r eine Kariesanf&#228;lligkeit kann in keiner Weise quantifiziert werden. Karies wird in aller Regel thematisiert, da dies jedoch von zahlreichen Faktoren, vor allem auch der Mitarbeit des Patienten abh&#228;ngt, wird in s&#228;mtlichen gepr&#252;ften Studien von einer Quantifizierung des Risikos Abstand genommen.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Frage der Indikationsstellungen ist aus der wissenschaftlichen Literatur v&#246;llig offen. Zwar wurden einige Indizes entwickelt, die der Frage der Therapiebed&#252;rftigkeit oder der -priorit&#228;t eine Quantifizierung verleihen, diese Indizes werden aber in ihrer Aussagekraft und empirischen Relevanz durch j&#252;ngere Forschungsarbeiten fundamental in Frage gestellt.</Pgraph>
      <SubHeadline>6. Diskussion</SubHeadline>
      <Pgraph>Die wissenschaftliche Absicherung von kieferorthop&#228;dischen Ma&#223;nahmen ist au&#223;erordentlich gering. Keine der in diesem Bericht gestellten Fragen kann auch nur ann&#228;hernd beantwortet werden, selbst wenn weichere Studientypen, wie nicht-randomisierte oder retrospektive Studien mit eingeschlossen werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Selbstverst&#228;ndlich ist die wissenschaftliche Pr&#252;fung von nicht-standardisierten Interventionen eine gewisse Herausforderung (therapeutisches Setting). Es ist jedoch grunds&#228;tzlich eine Forderung aus wissenschaftlicher und ethischer Sicht, dass Interventionen am Menschen auch einer entsprechenden Absicherung bed&#252;rfen. Auch Zahler der Interventionen k&#246;nnen sich einen gewissen Grad an Sicherheit bez&#252;glich des Erfolgs dieser Intervention erwarten, genauso wie die Einwilligung des Patienten zur Therapie auf einem gesicherten Kenntnisstand sowie einer fundierten Prognose des Behandlers aufbauen muss.</Pgraph>
      <Pgraph>Auf der anderen Seite ist kein Zweifel daran zu hegen, dass kieferorthop&#228;dische Ma&#223;nahmen an sich sehr wirksam sind. Hunderttausende von erfolgreich kieferorthop&#228;disch behandelten Patienten mit gro&#223;er Zufriedenheit legen sicherlich Zeugnis davon ab, dass hier sehr professionelle Interventionen mit einem betr&#228;chtlichen diagnostischen Aufwand durchgef&#252;hrt werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Es verst&#228;rkt sich der Eindruck, dass hierbei eine gro&#223;e Kluft zwischen der praktischen Anwendung und der wissenschaftlichen Erforschung dieser Wirksamkeit existiert. Es wird viel Forschungsarbeit im Bereich Diagnostik oder Weiterentwicklung von Ger&#228;ten und Techniken erbracht, jedoch &#228;u&#223;erst wenig in den Bereichen Interventionsbedarf, Analyse der Nachhaltigkeit, Einflussfaktoren auf den Erfolg oder Quantifizierung von Nebenwirkungen wie z. B. Karies oder Wurzelresorption.</Pgraph>
      <Pgraph>Wenn auch die Wirksamkeit von Interventionen aufgrund ihrer Offensichtlichkeit keiner weiteren Erforschung bed&#252;rfen (z. B. die chirurgische Entfernung eines Fingers ist wirksam, hier ist keine Studie erforderlich), so muss trotzdem die Frage der Indikationsstellung (wann ist die chirurgische Entfernung eines Fingers erforderlich) wissenschaftlich untersucht und begr&#252;ndbar sein.</Pgraph>
      <Pgraph>Forschung zur Absicherung der Indikationen fehlt nahezu g&#228;nzlich, da auch die erforderlichen Evaluationsparameter (z. B. mittel- bis langfristiger Zahnerhalt) nicht erforscht werden, geschweige denn die Mundgesundheit.</Pgraph>
      <Pgraph>Diese L&#252;cke ist insofern bedenklich, da dies aufgrund der gesundheits&#246;konomischen Koppelung von Feststellung des Bedarfs (Bedarfsweckung) und Leistungserbringung in mitteleurop&#228;ischen Finanzierungssystemen gegeben ist. Dies er&#246;ffnet Rahmenbedingungen f&#252;r das Schaffen einer m&#246;glichen so genannten angebotsinduzierten Nachfrage.</Pgraph>
      <Pgraph>Um die professionelle Arbeit der KFO nicht in den Nahbereich von Bedarfsschaffung oder unbelegter Indikationsstellungen zu bringen, ist eine Beforschung dieses Themas ganz wesentlich. Die erforderliche viel st&#228;rkere Absicherung von Indikationsstellungen zur Sicherheit der Abgrenzung zu nicht-medizinisch gerechtfertigen Leistungen k&#246;nnte wesentliche Beitr&#228;ge zur Vertrauensbildung von Patienten oder auch Versicherungsgesellschaften bringen. Die f&#252;r die Interventionsabsicherung existierenden Indizes, wie der Index of Treatment Need (IOTN), scheinen geringe Bedeutung zu haben, die in der Praxis theoretisch abgehoben erscheinen.</Pgraph>
      <SubHeadline>7. Schlussfolgerung&#47;Empfehlung</SubHeadline>
      <Pgraph>Das Thema Mundgesundheit ist relativ neu und die ersten Definitionen zu diesem Thema gibt es erst seit einigen Jahren. Hierbei ist auf die interdisziplin&#228;re Betrachtung des Problems zu achten. W&#228;hrend die technische Durchf&#252;hrung der kieferorthop&#228;dischen Ma&#223;nahme im Zentrum des Interesses steht, darf der funktionelle Zusammenhang des orofazialen Bereichs nicht au&#223;er Acht gelassen werden.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Mitarbeit des Patienten erscheint f&#252;r das Funktionieren dieser Intervention ebenfalls wichtig, wie die Ber&#252;cksichtigung von Mundfunktionen, wie Kauen, Schluckmuster, Hygiene, Muskelaktivit&#228;ten und Kr&#228;ftebalance.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Mundgesundheit hat den schwachen Evidenzen folgend jedoch auch weit reichende systemische Folgen f&#252;r die Gesundheit, wie andere systemische, z. B. gastrointestinale, Erkrankungen.</Pgraph>
      <Pgraph>Der Frage, welche Indikationsstellungen nun f&#252;r die Intervention als wissenschaftlich abgesichert gelten k&#246;nnen, muss unverz&#252;glich gro&#223;e Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die individuelle und subjektive Einsch&#228;tzung des Behandlers (dessen Erfahrung nicht in Zweifel gezogen wird) ist f&#252;r die Durchf&#252;hrung von kieferorthop&#228;dischen Ma&#223;nahmen als nicht ausreichend zu beurteilen. Die Begr&#252;ndung durch wissenschaftlich gut abgesicherte Studien ist absolut zu fordern, dem Patienten aus ethischen, dem Sozialversicherungssystem aus finanziellen und letztendlich dem Behandler aus evaluativen und legitimatorischen Gr&#252;nden.</Pgraph>
      <Pgraph>Koordinierte Forschungsvorhaben, die das Ziel der gezielten Datensammlung haben sind vor dem Hintergrund geeigneter Versuchsplanungen f&#252;r individuelle therapeutische Prozesse dringend erforderlich. Auch die dabei angepeilte Studienqualit&#228;t ist ein wesentliches Thema. Die Ver&#246;ffentlichung von methodisch v&#246;llig unverwertbaren oder mit zahlreichen offensichtlichen Fehlern behafteten Studien ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der evidenzbasierten Medizin, der allgemein bekannten Methodenlage und der angespannten Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems inakzeptabel. Die KFO verdient sich in Anbetracht der wahrscheinlich zu Recht vermuteten Erfolge auch eine entsprechend qualitativ hoch stehende wissenschaftliche Begleitung und Absicherung ihrer Vorgehensweise.</Pgraph>
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