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    <Identifier>hta000060</Identifier>
    <ArticleType>HTA-Kurzfassung</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">F&#246;derale Strukturen und damit verbundene verhaltensbezogene Ma&#223;nahmen zur Pr&#228;vention des Zigarettenrauchens</Title>
      <TitleTranslated language="en">Federal structures and associated behavioural interventions in prevention of cigarette smoking</TitleTranslated>
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          <Lastname>Rasch</Lastname>
          <LastnameHeading>Rasch</LastnameHeading>
          <Firstname>Andrej</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
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        <Address>Universit&#228;t Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld, Tel.: 0521-1064265<Affiliation>Universit&#228;t Bielefeld, Bielefeld, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>andrej.rasch&#64;uni-bielefeld.de</Email>
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          <Lastname>M&#252;ller-Riemenschneider</Lastname>
          <LastnameHeading>M&#252;ller-Riemenschneider</LastnameHeading>
          <Firstname>Falk</Firstname>
          <Initials>F</Initials>
          <AcademicTitle>Dr. med.</AcademicTitle>
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        <Address>Charit&#233; CCM, 10098 Berlin, Tel.: 030-450529036<Affiliation>Charit&#233; - Universit&#228;tsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>falk.mueller-riemenschneider&#64;charite.de</Email>
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          <Lastname>Vauth</Lastname>
          <LastnameHeading>Vauth</LastnameHeading>
          <Firstname>Christoph</Firstname>
          <Initials>C</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Forschungsstelle f&#252;r Gesundheits&#246;konomie  und Gesundheitssystemforschung, Leibniz Universit&#228;t Hannover, K&#246;nigsworther Platz 1, 30167 Hannover, Tel.: &#43;&#43;49(0)511 7625084<Affiliation>Forschungsstelle f&#252;r Gesundheits&#246;konomie  und Gesundheitssystemforschung, Leibniz Universit&#228;t Hannover, Hannover, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>cv&#64;ivbl.uni-hannover.de</Email>
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          <Lastname>Willich</Lastname>
          <LastnameHeading>Willich</LastnameHeading>
          <Firstname>Stefan N.</Firstname>
          <Initials>SN</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Charit&#233; CCM, 10098 Berlin, Tel.: 030-450-529001<Affiliation>Charit&#233; - Universit&#228;tsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>stefan.willich&#64;charite.de</Email>
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      </Creator>
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          <Lastname>Greiner</Lastname>
          <LastnameHeading>Greiner</LastnameHeading>
          <Firstname>Wolfgang</Firstname>
          <Initials>W</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Universit&#228;t Bielefeld, Postfach 100131, 33501 Bielefeld, Tel.: 0521-1066989<Affiliation>Universit&#228;t Bielefeld, Bielefeld, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>wolfgang.greiner&#64;uni-bielefeld.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
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    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20081023</DatePublished>
      <DateRepublished>20081204</DateRepublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1861-8863</ISSN>
        <Volume>4</Volume>
        <JournalTitle>GMS Health Technology Assessment</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Health Technol Assess</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>11</ArticleNo>
    <Correction><DateLastCorrection>20081204</DateLastCorrection>Erg&#228;nzung &#34;Abstract&#34; </Correction>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <SubHeadline2>Zielsetzung</SubHeadline2>
      <Pgraph>Der im Vorfeld dieser Untersuchung verfasste HTA-Bericht &#8222;Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von verhaltensbezogenen Ma&#223;nahmen zur Pr&#228;vention des Zigarettenrauchens&#8220; stellt einen deutlichen Mangel an qualitativ hochwertigen Publikationen im deutschen Kontext fest. Die dabei ber&#252;cksichtigten Publikationen ergeben keinen Aufschluss &#252;ber die in Deutschland durchgef&#252;hrten Aktivit&#228;ten. Die Zielsetzung des vorliegenden Addendums ist somit, einen &#220;berblick &#252;ber das f&#246;derale Pr&#228;ventionssystem und die damit verbundenen Ma&#223;nahmen zur verhaltensbezogenen Raucherpr&#228;vention zu geben.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Methodik</SubHeadline2>
      <Pgraph>Im Rahmen einer Recherche werden zun&#228;chst die wesentlichen Strukturen der Tabakpr&#228;vention sowie die damit verbundenen Aufgaben und Aktivit&#228;ten erfasst. Zus&#228;tzlich werden eine systematische Analyse der im Dezember 2007 im PrevNet-Netzwerk verf&#252;gbaren Projektinformationen sowie eine Handrecherche auf den Internetseiten der PrevNet-Knotenpunkte und anderer relevanter Landeseinrichtungen durchgef&#252;hrt. Zudem wird eine schriftliche Befragung der PrevNet-Knotenpunkte, weiterer L&#228;ndereinrichtungen und einer Auswahl gesetzlicher Krankenkassen durchgef&#252;hrt.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Ergebnisse</SubHeadline2>
      <Pgraph>Die Ma&#223;nahmenpalette im Rahmen der Prim&#228;rpr&#228;vention des Rauchens in Deutschland umfasst zahlreiche Aktivit&#228;ten und Kampagnen der Bundesregierung, verschiedener nationaler Organisationen, zahlreicher Koordinierungs- und Fachstellen auf Landes- und Kommunalebene sowie gesetzlicher Krankenversicherungen. Auf der l&#228;nder&#252;bergreifenden Ebene existieren mehrere Institutionen und Einrichtungen (wie z.B. Bundesministerium f&#252;r Gesundheit, Bundeszentrale f&#252;r gesundheitliche Aufkl&#228;rung (BZgA), Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)), die einen Beitrag zur Verhinderung des Raucheinstiegs leisten. Auf der Landesebene gibt es fachliche Zusammenschl&#252;sse in Form von Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreisen oder Aussch&#252;ssen, die den organisatorischen Rahmen f&#252;r Planungen und Koordination im Rahmen der Tabakpr&#228;vention bilden. Auch auf kommunaler Ebene existieren institutionalisierte Strukturen in Form von Fachkreisen, Fachstellen oder Aussch&#252;ssen. Die gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verb&#228;nde spielen in der Prim&#228;rpr&#228;vention ebenfalls eine wichtige Rolle.</Pgraph>
      <Pgraph>Zu den bekanntesten bundesweiten Kampagnen oder Ma&#223;nahmen z&#228;hlen: &#8222;Rauchfrei&#8220;, &#8222;Be Smart - Don&#39;t Start&#8220;, &#8222;Klasse 2000&#8220;, &#8222;ALF&#8220;, &#8222;Just be smokefree&#8220;. Diese universellen Konzepte werden zum Teil auch auf der Landes- und Kommunalebene aufgegriffen. Zus&#228;tzlich zu &#252;bergreifenden Ans&#228;tzen werden zahlreiche l&#228;nderspezifische Ma&#223;nahmen und Dachkampagnen entwickelt und durchgef&#252;hrt. Auch in den Kommunen gibt es zahlreiche Aktivit&#228;ten im Bezug auf Tabakpr&#228;vention. Das am h&#228;ufigsten gew&#228;hlte Setting auf allen f&#246;deralen Ebenen ist die Schule. Auch bei Aktivit&#228;ten der gesetzlichen Krankenversicherungen bildet das Schulsetting die am meisten verbreitete Form f&#252;r die Durchf&#252;hrung der Ma&#223;nahmen nach &#167; 20 SGB V. Die Ergebnisse zeigen zudem eine bundesweit starke Verbreitung des schulischen Wettbewerbs &#8222;Be smart &#8211; Don&#8217;t Start&#8220; sowie die damit verbundene Unterst&#252;tzung und Koordination durch jeweilige Landeseinrichtungen und Krankenkassen. In vielen F&#228;llen ist die Rauchpr&#228;vention ein Teil von umfassenden, substanz&#252;bergreifenden Pr&#228;ventionskampagnen, die neben verhaltenbezogenen Komponenten auch verh&#228;ltnisbezogene (rauchfreie Einrichtungen) oder sekund&#228;rpr&#228;ventive (Tabakentw&#246;hnung) Elemente enthalten. Aus organisatorischer Sicht k&#246;nnen zahlreiche Kooperationen auf unterschiedlichen Ebenen des f&#246;deralen Systems sowie unter Einbeziehung der Krankenkassen identifiziert werden.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Diskussion und Schlussfolgerung</SubHeadline2>
      <Pgraph>Angesichts der gro&#223;en Verbreitung von Ma&#223;nahmen im schulischen Setting muss angemerkt werden, dass die langfristige Wirksamkeit von Schulinterventionen auf Basis der verf&#252;gbaren Evidenz nicht sicher belegt werden kann. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung konnten keine zus&#228;tzlichen Studien f&#252;r die Bewertung der Effektivit&#228;t und Kosteneffizienz von verhaltensbezogenen Ma&#223;nahmen der Tabakpr&#228;vention in Deutschland identifiziert werden. Bei den meisten Ma&#223;nahmen fehlt eine systematische und langfristige Ergebnisevaluation. Es besteht somit ein gro&#223;er Forschungsbedarf bez&#252;glich der langfristigen Wirksamkeit und Kosteneffektivit&#228;t von bereits durchgef&#252;hrten und geplanten Ma&#223;nahmen. Diese Aspekte k&#246;nnen nur durch gezielte Evaluationsstudien im nationalen Kontext entsprechend untersucht werden. Aufgrund der grunds&#228;tzlich knappen finanziellen Mittel in allen Bereichen der Pr&#228;ventionst&#228;tigkeit sind solche Studien unumg&#228;nglich, um eine effiziente Mittelverwendung zu gew&#228;hrleisten.</Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <SubHeadline2>Objectives</SubHeadline2>
      <Pgraph>The recently published HTA-report &#8220;Effectiveness and cost-effectiveness of behavioural strategies in the prevention of cigarette smoking&#8221; detects a lack of high-quality publications considering the national prevention structures. Included publications do not give any information regarding current interventions in Germany. The goal of this addendum is to give an overview of the federal prevention system and associated measures for behavioural smoking prevention.  </Pgraph>
      <SubHeadline2>Methods</SubHeadline2>
      <Pgraph>Firstly, relevant tobacco prevention structures with associated tasks and activities were identified. Further, a survey of available project information was conducted in December 2007. This procedure based on systematic analysis in PrevNet-network as well as on manual search on the web sites of primary network centres (PrevNet-Knotenpunkte) or other relevant federal state organisations. A written, postal questionnaire was conducted among network centres, federal state organisations and selected health insurance funds.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Results</SubHeadline2>
      <Pgraph>Interventions regarding primary prevention of smoking cover a variety of activities and campaigns issued by the Federal Government, several national organisations, federal and local authorities as well as health insurance funds. Institutions such as the German Ministry of Health, the Federal Centre for Health Education (BZGA), the German Cancer Research Center (DKFZ) contribute to smoking prevention on national level. Diverse professional associations, workshops or authorities set up the organisational framework for coordination and planning of tobacco prevention on federal state level. Even on communal level institutional structures in terms of local professional departments and committees are established. The health insurance companies and their associations also play a major role in prevention of smoking uptake.</Pgraph>
      <Pgraph>&#8220;Rauchfrei&#8221;, &#8220;Be smart, don&#180; t start&#8221;, &#8220;Klasse 2000&#8221;, &#8220;ALF&#8221; or &#8220;Just be smokefree&#8221; are among the most well-established nationwide campaigns or programs. These universal concepts also are implemented on federal state as well as on communal level. Additionally state specific campaigns and programs are developed and conducted. Numerous communal activities complement the federal prevention framework. School is a most common setting for all federal levels as well as for interventions according to &#167; 20 SGB V carried out by health insurance funds. Study results reveal the distribution of the campaign &#8220;Be smart- don&#180; t start&#8221; as well as its associated promotion and coordination through the numerous federal state institutions and sickness funds. In several cases behavioural primary prevention is only a part of comprehensive campaigns with environmental (smoke-free institutions) and secondary preventive (smoking cessation) elements. From an organisational point of view, there are plenty of collaborations on different levels of the federal system and in association with health insurance funds. </Pgraph>
      <SubHeadline2>Discussion and Conclusion</SubHeadline2>
      <Pgraph>Even though behavioural preventive strategies are mostly applied as school-based programs there is no conclusive evidence for long-term effectiveness of school setting interventions. Within this research no further studies were identified providing evidence for effectiveness and cost-efficacy of behavioural preventive strategies in Germany. Long-term and systematic evaluation is missing for the most part of current measures. Hence, there is a need for further research regarding long-term effectiveness and cost-effectiveness of applied and planned preventive programs. These issues can only be proofed by purposeful evaluation studies in national context. By reason of general limited resources in all fields of prevention activities, such studies are essential in order to provide more efficiency.</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Kurzfassung">
      <MainHeadline>Kurzfassung</MainHeadline>
      <SubHeadline>1. Einleitung</SubHeadline>
      <Pgraph>Die negativen Auswirkungen des Tabakrauchens auf die Gesundheit im Allgemeinen und die Entstehung verschiedenster rauchbedingter Erkrankungen sind hinreichend bekannt und nachgewiesen. Trotz dieser offensichtlichen negativen Folgen des Tabakkonsums ist der Anteil der Raucher in Deutschland nach wie vor sehr hoch. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt die Raucherpr&#228;valenz in Deutschland bei etwa 32&#37; f&#252;r M&#228;nner und 22&#37; f&#252;r Frauen. Der Pro-Kopf-Zigarettenverbrauch ist seit den 50er Jahren stark angestiegen, auch wenn in den letzten Jahren diese Entwicklung wieder leicht r&#252;ckl&#228;ufig war. Eine hohe Pr&#228;valenz findet sich besonders in den Gruppen des jungen und mittleren Erwachsenenalters. Die Befragungsergebnisse der Bundeszentrale f&#252;r gesundheitliche Aufkl&#228;rung und der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes von 2005 machen einen hohen Raucheranteil sowie einen deutlich erkennbaren Anstieg der Raucherpr&#228;valenz unter Jugendlichen deutlich. &#196;hnliche Ergebnisse fanden sich auch im Rahmen einer Studie der WHO. Etwa 25&#37; der M&#228;dchen und 22&#37; der Jungen gaben an, dass sie t&#228;glich rauchten. Im internationalen Vergleich ist die Raucherquote 15-j&#228;hriger in Deutschland als extrem hoch einzustufen. Vor diesem Hintergrund sind &#8222;die Verringerung des Tabakkonsums und ein m&#246;glichst umfassender Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens (...) vordringliche gesundheitspolitische Ziele, die von der Bundesregierung mit aufeinander abgestimmten pr&#228;ventiven, gesetzlichen und strukturellen Ma&#223;nahmen verfolgt werden&#8220;. Um diese hohe Inzidenz und Pr&#228;valenz des Rauchens in der Gesamtbev&#246;lkerung dauerhaft zu reduzieren, ist es von besonderer Bedeutung, die Prim&#228;rpr&#228;vention des Zigarettenrauchens zu st&#228;rken und damit der jugendlichen Aufnahme des Rauchens entgegenzuwirken, um die Zahl jugendlicher und damit langfristig auch erwachsener Raucher zu reduzieren.</Pgraph>
      <Pgraph>Der im Vorfeld dieses Addendums verfasste HTA-Bericht &#8222;Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von verhaltensbezogenen Ma&#223;nahmen zur Pr&#228;vention des Zigarettenrauchens&#8220; stellt einen deutlichen Mangel an qualitativ hochwertigen Publikationen im deutschen Kontext fest. Gleichzeitig k&#246;nnen die Ergebnisse der in die Bewertung einbezogenen Studien aus anderen L&#228;ndern nur bedingt auf deutsche Verh&#228;ltnisse &#252;bertragen werden. Insbesondere ergeben die ber&#252;cksichtigten Publikationen keinen Aufschluss &#252;ber die in Deutschland durchgef&#252;hrten prim&#228;rpr&#228;ventiven Aktivit&#228;ten mit einem verhaltensbezogenen Schwerpunkt. Diese fehlenden Informationen sollen im Rahmen einer gezielten Recherche und schriftlichen Befragung aufgearbeitet werden. Der Schwerpunkt der vorliegenden Untersuchung liegt dabei auf der Darstellung des f&#246;deralen Pr&#228;ventionssystems und der damit verbundenen verhaltensbezogenen Ma&#223;nahmen zur Raucherpr&#228;vention in Deutschland.</Pgraph>
      <SubHeadline>2. Methodik</SubHeadline>
      <SubHeadline2>Grundlagen</SubHeadline2>
      <Pgraph>Die vorliegende Untersuchung gibt zun&#228;chst einen &#220;berblick &#252;ber die grundlegenden Bestandteile der Prim&#228;r-pr&#228;vention des Rauchens in Deutschland. Hierf&#252;r werden im Rahmen einer Recherche zun&#228;chst die wesentlichen Strukturen der Tabakpr&#228;vention sowie die damit verbundenen Aufgaben und Aktivit&#228;ten erfasst. </Pgraph>
      <SubHeadline2>Analyse der PrevNet-Datenbank </SubHeadline2>
      <Pgraph>Eine besondere Rolle f&#252;r die M&#246;glichkeit der Koordination von Aktivit&#228;ten der Suchtpr&#228;vention spielt die Inter-net Plattform PrevNet <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.prevnet.de">http:&#47;&#47;www.prevnet.de</Hyperlink>. Das Kooperationsprojekt zwischen der Bundeszentrale f&#252;r gesund-heitliche Aufkl&#228;rung (BZgA) und den Landeskoordinatoren f&#252;r Suchtpr&#228;vention in Deutschland startete im Jahr 2004 mit dem Ziel, die im Bereich Suchtpr&#228;vention t&#228;tigen Fachkr&#228;fte und Einrichtungen im gesamten Bundes-gebiet miteinander zu vernetzen. Somit bildet PrevNet nach eigener Auffassung &#8222;ein koordiniertes Internetportal zur Suchtvorbeugung, das die Ressourcen der bestehenden regionalen Netzwerke nutzt und Aufkl&#228;rungs-ma&#223;nahmen zur Suchtvorbeugung von Bund und L&#228;ndern miteinander vernetzt, um die Effektivit&#228;t der Sucht-vorbeugung in Deutschland zu erh&#246;hen&#8220;. </Pgraph>
      <Pgraph>Mit dem Portal sollen insbesondere die unterschiedlichen Einrichtungen und Aktivit&#228;ten der Suchtpr&#228;vention auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene koordiniert und systematisch aufbereitet werden. Hierbei k&#246;nnen s&#228;mtliche Interessenten auf die gemeinsame Datenbank zugreifen, um sich in allen Rubriken des Portals zu informieren. Durch das einheitlich verwendete Dokumentationssystems &#8222;Dot.sys&#8220; k&#246;nnen s&#228;mtliche auf die Suchtpr&#228;vention ausgerichtete Aktivit&#228;ten systematisch und einheitlich erfasst werden. Die spezifischen Daten zu allen erfassten Ma&#223;nahmen werden in ein einheitliches Eingabemodul eingegeben und regelm&#228;&#223;ig den jeweiligen Landeskoordinatoren mitgeteilt. Zus&#228;tzlich kann jede Fachkraft die eigenen Aktivit&#228;ten auswerten und damit zu mehr Transparenz beitragen. Die Landeskoordinatoren k&#246;nnen dann eine gemeinsame Auswer-tung s&#228;mtlicher Aktivit&#228;ten auf Landesebene vornehmen und damit auch eine Vernetzung der Daten auf Bundesebene f&#246;rdern. Die Systematik der Erfassung von Projekten im PrevNet umfasst folgende Bereiche:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Zielebene (z.B. Endadressat, Multiplikator)</ListItem>
          <ListItem level="1">Inhaltsebene (z.B. spezifischer Substanzbezug)</ListItem>
          <ListItem level="1">Konzeptionelle Ebene (z.B. Normenbildung, Kompetenzf&#246;rderung, strukturelle Ma&#223;nahmen)</ListItem>
          <ListItem level="1">Umsetzungsebene (z.B. Leitung von Gruppen, Beratung, Koordination)</ListItem>
          <ListItem level="1">Setting (z.B. Schule, Familie)</ListItem>
          <ListItem level="1">Zielgruppen (z.B. Peers, Eltern, altersspezifisch)</ListItem>
          <ListItem level="1">Dauer</ListItem>
          <ListItem level="1">Veranstalter (z.B. Kooperation)</ListItem>
          <ListItem level="1">Wirkungsbereich (Stadt, Region, Bundesland)</ListItem>
          <ListItem level="1">Dokumentation und Evaluation</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Zus&#228;tzlich zur Erfassung von Projekten bietet das PrevNet-Portal auch Informationen &#252;ber die f&#252;r Suchtpr&#228;vention relevanten Termine, Einrichtungen, Fachkr&#228;fte, Studien und Materialien.</Pgraph>
      <Pgraph>Mit Ausnahme von Baden-W&#252;rttemberg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Th&#252;ringen beteiligen sich alle Bundesl&#228;nder am Pr&#228;ventions-Netzwerk und bieten damit eine umfangreiche &#220;bersicht &#252;ber bereits abgeschlossene oder aktuelle Projekte zur Suchtpr&#228;vention. Als PrevNet-Knotenpunkte auf L&#228;nderebene agieren in vielen F&#228;llen die Landesstellen f&#252;r Suchtfragen oder vergleichbare Einrichtungen:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Bayern: Landeszentrale f&#252;r Gesundheit in Bayern e.V.</ListItem>
          <ListItem level="1">Berlin: Senatsverwaltung f&#252;r Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz</ListItem>
          <ListItem level="1">Brandenburg: Brandenburgische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e.V.</ListItem>
          <ListItem level="1">Bremen: Suchtpr&#228;vention Bremen im Landesinstitut f&#252;r Schule</ListItem>
          <ListItem level="1">Hamburg: Beh&#246;rde f&#252;r Soziales, Familie, Gesundheit u. Verbraucherschutz; B&#252;ro f&#252;r Sucht&#172;pr&#228;vention (HH) der Hamburgischen Landesstelle f&#252;r Suchtfragen e.V.</ListItem>
          <ListItem level="1">Hessen: Koordinationsstelle Suchtpr&#228;vention Hessische Landesstelle f&#252;r Suchtfragen</ListItem>
          <ListItem level="1">Mecklenburg-Vorpommern: Landeskoordinierungsstelle f&#252;r Suchtvorbeugung (LAKOST)</ListItem>
          <ListItem level="1">Niedersachsen: Nieders&#228;chsische Landesstelle f&#252;r Suchtfragen</ListItem>
          <ListItem level="1">Nordrhein-Westfalen: ginko e.V. - Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW</ListItem>
          <ListItem level="1">Rheinland-Pfalz: B&#252;ro f&#252;r Suchtpr&#228;vention der Landeszentrale f&#252;r Gesundheitsf&#246;rderung in Rheinland-Pfalz e.V.</ListItem>
          <ListItem level="1">Saarland: Ministerium f&#252;r Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales</ListItem>
          <ListItem level="1">Sachsen: S&#228;chsisches Staatsministerium f&#252;r Soziales, Abteilung 3, Referat 33</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Die Grundlagen zur Tabakpr&#228;vention in Deutschland werden durch eine zus&#228;tzliche Informationsbeschaffung erg&#228;nzt. Diese erstreckt sich zun&#228;chst auf eine systematische Analyse der im Dezember 2007 im PrevNet-Netzwerk verf&#252;gbaren Projektinformationen. Die Auswertung der PrevNet-Datenbank beschr&#228;nkt sich auf Projekte zur verhaltensbezogenen Prim&#228;rpr&#228;vention des Tabakkonsums. Die Kampagnen mit einem multiplen Substanzbezug (Tabak, Alkohol, illegale Drogen, etc.) oder mit einem klaren Schwerpunkt auf Tabakentw&#246;hnung werden in der Auswertung nicht ber&#252;cksichtigt. </Pgraph>
      <SubHeadline2>Zus&#228;tzliche Handrecherche</SubHeadline2>
      <Pgraph>Zus&#228;tzlich zur Analyse der PrevNet-Datenbank wurde im Dezember 2007 eine Handrecherche auf den Inter-netseiten der PrevNet-Knotenpunkte durchgef&#252;hrt. Hierbei wurden s&#228;mtliche verf&#252;gbaren Projektbeschreibun-gen oder Berichte analysiert. Vier weitere relevante Institutionen aus den am PrevNet-Netzwerk teilnehmenden Bundesl&#228;ndern wurden zus&#228;tzlich in die Handrecherche eingeschlossen:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Berlin: Berliner Senatsverwaltung f&#252;r Bildung, Wissenschaft und Forschung; Fachstelle f&#252;r Suchtpr&#228;vention im Land Berlin</ListItem>
          <ListItem level="1">Saarland: Ministerium f&#252;r Bildung, Kultur und Wissenschaft </ListItem>
          <ListItem level="1">Sachsen: S&#228;chsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e.V.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Um ein m&#246;glichst vollst&#228;ndiges Bild der f&#246;deralen Struktur der Pr&#228;vention von Tabakkonsum zu erhalten, wurden zus&#228;tzlich alle verf&#252;gbaren Publikationen oder Projektbeschreibungen der folgenden Landeseinrichtungen aus den nicht am PrevNet-Netzwerk teilnehmenden L&#228;ndern erfasst:</Pgraph>
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          <ListItem level="1">Baden-W&#252;rttemberg: Landesgesundheitsamt; Landesstelle f&#252;r Suchtfragen in Baden-W&#252;rttemberg</ListItem>
          <ListItem level="1">Sachsen-Anhalt: Landesstelle f&#252;r Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt</ListItem>
          <ListItem level="1">Schleswig-Holstein: Landesstelle f&#252;r Suchtfragen Schleswig-Holstein e. V</ListItem>
          <ListItem level="1">Th&#252;ringen: Th&#252;ringer Koordinierungsstelle Suchtpr&#228;vention</ListItem>
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      </Pgraph>
      <Pgraph>Die Recherche beschr&#228;nkt sich auf Projekte zur Prim&#228;rpr&#228;vention des Tabakkonsums. Die Kampagnen mit einem umfangreichen Substanzbezug werden entsprechend des Schwerpunktes des voran&#172;gegangenen HTA-Berichts in der Auswertung nicht ber&#252;cksichtigt. </Pgraph>
      <SubHeadline2>Schriftliche Befragung</SubHeadline2>
      <Pgraph>Die T&#228;tigkeitsfelder und Ma&#223;nahmen im Bereich der Prim&#228;rpr&#228;vention des Rauchens auf f&#246;deraler Ebene wer-den zus&#228;tzlich durch eine schriftliche Umfrage untersucht. Zu den Adressaten der Befragung geh&#246;ren sowohl die als PrevNet-Knotenpunkte ausgewiesenen Institutionen (siehe Kapitel 3.1.5) als auch neun weitere Landeseinrichtungen, die bereits in die Handrecherche eingeschlossen wurden. Der Aufbau des Fragebogens ist im Anhang eins dargestellt. </Pgraph>
      <Pgraph>Zu den weiteren Adressaten der Befragung geh&#246;ren 34 ausgew&#228;hlte gesetzliche Kankenkassen (15 AOK, 7 BKK, 6 Ersatzkassen und 6 IKK) mit einer m&#246;glichst hohen Mitgliederzahl. Diesen wurde ein strukturierter Fragebogen (siehe Anhang 2) zu den angebotenen oder unterst&#252;tzten Ma&#223;nahmen zur Prim&#228;rpr&#228;vention des Rauchens zugesandt. Die Krankenkassen wurden im Begleitschreiben ausdr&#252;cklich darauf hingewiesen, dass die vorliegende Untersuchung sich schwerpunktm&#228;&#223;ig mit der Pr&#228;vention des Rauchens im Sinne der Verhinderung oder Verz&#246;gerung des Raucheinstiegs befasst (siehe Anhang 3). Dies sollte eine Verwechslung mit angebotenen Kursen oder Seminaren zur Raucherentw&#246;hnung ausschlie&#223;en. Die Befragung fand im Zeitraum zwischen Januar und Februar 2008 statt. </Pgraph>
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