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    <Identifier>mbi000197</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mbi000197</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mbi0001978</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Fachbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Der Nachlass von Rudolf Virchow und die Stammzelle: ein Beitrag aus Russland</Title>
      <TitleTranslated language="en">The heritage of Rudolf Virchow and the stem cell: a view from Russia</TitleTranslated>
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          <Lastname>Jargin</Lastname>
          <LastnameHeading>Jargin</LastnameHeading>
          <Firstname>Sergej V.</Firstname>
          <Initials>SV</Initials>
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        <Address>Institut f&#252;r Pathologie, Russische Universit&#228;t der V&#246;lkerfreundschaft, Moskau, Russland<Affiliation>Institut f&#252;r Pathologie, Russische Universit&#228;t der V&#246;lkerfreundschaft, Moskau, Russland</Affiliation></Address>
        <Email>sjargin&#64;mail.ru</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">Virchow</Keyword>
      <Keyword language="en">library</Keyword>
      <Keyword language="en">cellular pathology</Keyword>
      <Keyword language="en">cell therapy</Keyword>
      <Keyword language="en">stem cell</Keyword>
      <Keyword language="en">Russia</Keyword>
      <Keyword language="de">Virchow</Keyword>
      <Keyword language="de">Bibliothek</Keyword>
      <Keyword language="de">Zellularpathologie</Keyword>
      <Keyword language="de">Zelltherapie</Keyword>
      <Keyword language="de">Stammzelle</Keyword>
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    <DatePublished>20100924</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <Journal>
        <ISSN>1865-066X</ISSN>
        <Volume>10</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizin - Bibliothek - Information</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Bibl Inf</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Innovationen an Bibliotheken</IssueTitle>
      </Journal>
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    <ArticleNo>14</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>In den letzten Jahren wurden in der ehemaligen Sowjetunion einige Artikel &#252;ber Rudolf Virchow und die Zellularpathologie ver&#246;ffentlicht. Deren Verfasser wissen m&#246;glicherweise, wo sich seine Bibliothek heute befindet. Die Virchow-Bibliothek, bestehend aus 12.689 B&#228;nden, wurde als Bestandteil der Bibliothek der Berliner Medizinischen Gesellschaft im Jahre 1944 nach Schloss Boitzenburg in Brandenburg ausgelagert und von dort &#8211; nach Zeugenberichten &#8211; mit sowjetischen Milit&#228;rlastwagen mit unbekanntem Ziel abtransportiert. Die Bibliothek wurde wahrscheinlich nach Moskau gebracht, in eine der Institutionen der Russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (RAMN). Im Katalog der RAMN-Bibliothek finden sich einige B&#252;cher, die der Bibliothek der Berliner Medizinischen Gesellschaft entstammen k&#246;nnten. Einige dieser im Katalog erfassten B&#252;chern werden nicht an Leser ausgegeben. In der Zentralen medizinischen Bibliothek in Moskau finden sich B&#252;cher aus dem 19. Jahrhundert mit deutschen Bibliothekstempeln. Offenbar ist einer der Gr&#252;nde f&#252;r die zahlreichen Publikationen &#252;ber Virchow und die Zellularpathologie die Popularisierung dieses Begriffes im Zusammenhang mit der Zelltherapie und den Stammzellen, die in Russland heute weitverbreitet sind. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>In the last years there were several publications about Rudolf Virchow and the cellular pathology in the former Soviet Union. The authors, who know so much about Virchow, can be informed where his library is. The Virchow&#8217;s library, comprising 12,689 volumes, was united in 1909 with the library of Berlin Medical Society. In 1944 the Library was transferred to the castle Boitzenburg (land Brandenburg), and from there, according to some witnesses, it was taken away by Soviet military trucks. Probably, the Library was brought to Moscow, in one of the institutions of the Russian Academy of Medical Sciences (RAMN). In the RAMN library, several editions are catalogued, which could have originated from the library of the Berlin Medical Society. Some of these catalogued books are not given out to the readers. In the Central Medical Library in <TextGroup><PlainText>Moscow</PlainText></TextGroup> there are books from 19<Superscript>th</Superscript> century with German library stamps. In conclusion, one of the motives of abundant publication about Virchow and the cellular pathology is popularization of the concept of cellular pathology in connection with stem cells and the cell therapy, which has become widespread in Russia. </Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Der Nachlass von Rudolf Virchow">
      <MainHeadline>Der Nachlass von Rudolf Virchow</MainHeadline><Pgraph>In den letzten Jahren wurden mindestens drei Artikel &#252;ber das Leben und Wirken von Rudolf Ludwig Karl Virchow (1821-1902) in der Zeitschrift der russischen Pathologen Arkhiv Patologii ver&#246;ffentlicht <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Die Autoren, die viel &#252;ber Virchow wissen, k&#246;nnten auch dar&#252;ber informiert sein, wo sich seine Bibliothek heute befindet. Vom Schriftleiter der Berliner Medizinischen Gesellschaft wurde (durch freundliche Vermittlung eines Kollegen) mitgeteilt, dass die gesamte urspr&#252;ngliche Bibliothek, offenbar einschlie&#223;lich des Archivs, in die damalige Sowjetunion abtransportiert worden ist. &#220;ber deren aktuellen Verbleib hat die Berliner Medizinische Gesellschaft bis heute keine Kenntnis. </Pgraph><Pgraph>&#220;ber die Geschichte der Bibliothek der Berliner Medizinischen Gesellschaft hat N.N. Solbrig recherchiert <TextLink reference="4"></TextLink>. Die Bibliothek erreichte unter der Leitung von A. Ewald eine bedeutende Erweiterung, unter anderem durch die Schenkung aus dem Nachlass von Virchow (Verh.-Band 47 &#47;8, 5. 355 Sitzung vom 9.2.1910). Im Jahre 1909 verzeichnete das Inventar 25.227 Signaturen (B&#252;cher, Zeitschriftenjahrg&#228;nge, Dissertationen, Abhandlungen), wozu noch die Virchow-Bibliothek mit 12.689 Signaturen hinzukam. Vor dem ersten Weltkrieg betrug der Buchbestand ca. 40.000 B&#228;nde, wozu noch die gesondert gef&#252;hrte Virchow- und Lasser-Bibliothek mit insgesamt etwa 14.000 B&#228;nden und die Best&#228;nde mehrerer B&#252;chereien medizinischer Vereine hinzukamen. In diesem Zusammenhang zu nennen sind der Verein f&#252;r Innere Medizin und Kinderheilkunde, die Gesellschaft f&#252;r Urologie und eine nur Berlin umfassende Gesellschaft f&#252;r &#246;ffentliche Gesundheitspflege. Auf diese Weise wurde die Bibliothek um etwa weitere 20.000 B&#228;nde erweitert. Die Zahl der im Lesesaal ausliegenden Zeitschriften belief sich auf 336 Titel. Z&#228;hlt man noch die 38.000 B&#228;nde der deutschen Gesellschaft f&#252;r Chirurgie hinzu, so stand im Jahre 1913 den Mitgliedern der Berliner Medizinischen Gesellschaft eine Bibliothek von 106.559 Signaturen zur Verf&#252;gung. Anfang der drei&#223;iger Jahre entstand der Katalog von N.N. Solbrig, auf dessen Nachforschungen <TextLink reference="4"></TextLink> die obigen Daten basieren.</Pgraph><Pgraph>1944 wurde die Bibliothek nach Schloss Boitzenburg in Brandenburg ausgelagert und (nach Zeugenberichten) von dort mit sowjetischen Milit&#228;rlastwagen mit unbekanntem Ziel abtransportiert. Diese Information ist zum Teil auf der Webseite der Berliner Medizinischen Gesellschaft vorhanden (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.berliner-medizinische-gesellschaft.org&#47;Deutsch&#47;BMedG&#95;Geschichte.html">http:&#47;&#47;www.berliner-medizinische-gesellschaft.org&#47;Deutsch&#47;BMedG&#95;Geschichte.html</Hyperlink>). Man kann annehmen, dass die Bibliothek am ehesten nach Moskau gebracht worden ist, dorthin also, wo man vermutete, dass sie von gr&#246;&#223;tem Nutzen f&#252;r die sowjetische Wissenschaft sein k&#246;nnte. Viele russische &#196;rzte und Wissenschaftler konnten damals Deutsch lesen; die Fachliteratur war auch fr&#252;her schon aus Deutschland nach Russland gekommen <TextLink reference="5"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Falls die Bibliothek in die Sowjetunion gebracht worden ist, dann sollte ein Pathologe wie Alexei Ivanovich Abrikosov (1875&#8211;1955) etwas davon gewusst haben. Bis 1953 war er Leiter des Lehrstuhls f&#252;r pathologische Anatomie des 1. Moskauer Medizinischen Institutes (heutige I.M. Sechenov Medizinische Akademie) und im Zeitraum 1945 bis 1952 zugleich auch Direktor des Instituts f&#252;r die normale und pathologische Morphologie der Akademie der Medizinischen Wissenschaften (AMN). Abrikosov ist durch die Beschreibung vom Granularzelltumor (sogenannter Abrikosov-Tumor) weltbekannt geworden. 1926 hat er f&#252;nf F&#228;lle dieses Tumor zwecks einer konsiliarischen Mitbeurteilung zu Otto Lubarsch (1860&#8211;1933) nach Berlin gebracht und dann, nach dessen Bef&#252;rwortung, in Virchows Archiv ver&#246;ffentlicht <TextLink reference="6"></TextLink>. Nach der ersten Beschreibung von Virchow im Jahre 1854 <TextLink reference="7"></TextLink> wurde dieser Tumor von Abrikosov als Myoblastom aufgrund der &#196;hnlichkeit der Zellen zu Myoblasten und auch wegen der Lagebeziehung zur Skelett-Muskulatur bezeichnet <TextLink reference="8"></TextLink>. Die Abbildungen von Virchow (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) und von Abrikosov (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) sind sehr &#228;hnlich,  das urspr&#252;ngliche Werk von Virchow <TextLink reference="7"></TextLink> wurde jedoch von Abrikosov <TextLink reference="6"></TextLink> nicht erw&#228;hnt. Die von Abrikosov ge&#228;u&#223;erte Vermutung, es handle sich um ein Myoblastengew&#228;chs (Myoblastom), hat sich nachtr&#228;glich nicht bewahrheitet. Sp&#228;ter wurden als m&#246;glicher Ursprung dieses Tumors Nerven bzw. Nervenscheiden diskutiert und auch der histiozyt&#228;re Ursprung erwogen. Die meisten Indizien sprechen f&#252;r die Verwandtschaft zu Schwann-Zellen <TextLink reference="8"></TextLink>. A.I. Abrikosov war (gemeinsam mit A.I. Strukov) Gr&#252;nder und Herausgeber des Mehrb&#228;ndigen Handbuches f&#252;r Pathologische Anatomie, das weitgehend nach dem Muster des Handbuchs der Speziellen Pathologischen Anatomie und Histologie (herausgegeben von F. Henke und O. Lubarsch) konzipiert worden ist. Der Text des russischen Handbuches ist im Durchschnitt k&#252;rzer, es lassen sich jedoch wortw&#246;rtliche und beinahe wortw&#246;rtliche Entlehnungen (ohne Verweise auf das Original) auffinden <TextLink reference="9"></TextLink>. Es ist jedenfalls offensichtlich, dass die Verfasser des Mehrb&#228;ndigen Handbuches f&#252;r Pathologische Anatomie das Handbuch von Henke und Lubarsch oft vor ihren Augen hielten. Eine solche Arbeitsweise ist auch heute keine Seltenheit <TextLink reference="10"></TextLink>, <TextLink reference="11"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Es ist wahrscheinlich, dass die Virchow-Bibliothek in ein Institut der AMN (heute: RAMN) bzw. deren Bibliothek oder die gesamte Bibliothek der Berliner Medizinischen Gesellschaft in die Hauptbibliothek der RAMN gelangt ist. Die vom Autor befragten Bibliothekarinnen wussten jedoch nichts vom Verbleib der B&#252;cher. Im Katalog der RAMN-Bibliothek sind jedoch einige B&#252;cher verzeichnet, die der Bibliothek der Berliner Medizinischen Gesellschaft entstammen k&#246;nnten (s. Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>).</Pgraph><Pgraph>Am 9. M&#228;rz 2010 habe ich die B&#252;cher &#91;Bsp. 13 &#8211; Bsp. 21&#93;, entsprechend den Nummern in der Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>, und zus&#228;tzlich noch &#34;Die &#246;ffentliche und Gesundheits- und Krankenpflege der Stadt Berlin, 1890&#34; &#91;Bsp. 8&#93; in der RAMN-Bibliothek bestellt. Die B&#252;cher befinden sich in einem anderen Geb&#228;ude, weshalb die Bestellung nicht am selben Tag ausf&#252;hrbar ist. Bereitgestellt wurden nur einige B&#252;cher &#91;Bsp. 14 bis Bsp. 19&#93;; etliche B&#252;cher &#91;Bsp. 20 &#8211; Bsp. 22 und Bsp. 8&#93; waren, wenn auch im Katalog verzeichnet, angeblich nicht am Platz. Die Bibliothekarinnen meinten, es sei hoffnungslos, sie weiterzusuchen. Das Geb&#228;ude ist ungef&#228;hr 30 Jahre alt, die B&#252;cher sind also von wo anders gebracht worden, konnten auch verloren gegangen sein, usw. Beim Durchbl&#228;ttern der bereitgestellten B&#252;cher &#91;Bsp. 14 &#8211; Bsp. 19&#93; wurden keine Stempel auf Deutsch gefunden. Es gibt auch keine ohne weiteres erkennbaren Spuren f&#252;r deren Entfernung. Soweit ich gesehen habe, sind alle Seiten vorhanden. Es gibt einzelne Handschriftvermerke, die auch schon in Russland gemacht werden konnten, z.B.:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Bg -&#47;420 &#91;Bsp. 18&#93;,</ListItem><ListItem level="1">WP (oder MP), K &#91;Bsp. 15 &#8211; Bsp. 17&#93;</ListItem><ListItem level="1">A-138; A-128&#47;53, M585 &#91;Bsp. 19&#93;</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die Begleitscheine einiger B&#252;cher konnten vom Verfasser eingesehen werden. Die B&#252;cher wurden sehr selten benutzt, einige zuletzt in den sechziger Jahren, und andere offensichtlich &#252;berhaupt niemals. Einzelne B&#252;cher wiesen Spuren von Wassersch&#228;den auf. In der Zentralen medizinischen Bibliothek in Moskau finden sich immerhin B&#252;cher aus dem 19. Jahrhundert mit deutschen Bibliothekstempeln (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>), zum Beispiel das Virchows Archiv aus dem Jahr 1854 &#91;Bsp. 28&#93;. Weitere Abbildungen mit Hinweisen auf die Aufbewahrung des Virchow-Archivs, anderer Zeitschriften und B&#252;cher in der Zentralen medizinischen Bibliothek in Moskau sind zug&#228;nglich online unter <TextLink reference="11"></TextLink> und <TextLink reference="12"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>&#220;berdies hat eventuell der Sohn von A.I. Abrikosov, der Physik-Nobelpreistr&#228;ger Alexei Alexeyevich Abrikosov, von seinem Vater etwas &#252;ber die Virchow-Bibliothek geh&#246;rt. Nicht nur Abrikosov, sondern auch N.N. Anichkov (1885&#8211;1964), ein Sch&#252;ler von Ludwig Aschoff, d&#252;rfte &#252;ber den Verbleib der Bibliothek informiert gewesen sein. Er war unter anderem von 1939 bis 1946 Leiter der Abteilung f&#252;r Pathologische Anatomie der Milit&#228;rmedizinischen Akademie, und von 1920 bis 1964 Leiter der Abteilung f&#252;r Pathologische Anatomie am Institut f&#252;r experimentelle Medizin der AMN in Leningrad und von 1946 bis 1953 Pr&#228;sident der AMN. N.N. Anichkov war auch Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, deren Bibliothek bekannterma&#223;en ein &#228;hnliches Schicksal hatte, wobei einige deren Bestandteile an Auktionen verkauft wurden (Wikipedia: <Hyperlink href="http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Deutsche&#95;Akademie&#95;der&#95;Naturforscher&#95;Leopoldina">http:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;Deutsche&#95;Akademie&#95;der&#95;Naturforscher&#95;Leopoldina</Hyperlink>), und Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaft der ehemaligen DDR. Sein Enkel N.M. Anichkov <TextLink reference="3"></TextLink> ist Mitglied der AMN und zur Zeit auch Vizepr&#228;sident der Russischen Gesellschaft f&#252;r Pathologie. Auch bei ihm kann vermutet werden, dass er &#252;ber die Bibliothek informiert ist. Leider ist der zweite Verfasser des Artikels &#252;ber Rudolf Virchow, Yu.L. Perov <TextLink reference="3"></TextLink>, der ehemalige Leiter der Abteilung f&#252;r Pathologische Anatomie an der Moskauer Akademie f&#252;r &#228;rztliche Fort- und Weiterbildung, vor kurzem verstorben. </Pgraph><Pgraph>Im Jahre 1855 ver&#246;ffentlichte Virchow in seiner Zeitschrift Archiv f&#252;r pathologische Anatomie und Physiologie und f&#252;r klinische Medizin einen Aufsatz mit dem Titel Cellular-Pathologie, in dem er die Umrisse eines neuartigen Forschungsparadigmas f&#252;r die Medizin skizzierte: &#8222;R&#252;cken wir bis an die letzten Grenzen vor, an denen es noch Elemente mit dem Charakter der Totalit&#228;t oder wenn man will, der Einheit gibt, so bleiben wir bei den Zellen stehen. &#91;...&#93; Ich kann nicht anders sagen, als dass sie die vitalen Elemente sind, aus denen sich die Gewebe, die Organe, die Systeme, das ganze Individuum zusammensetzen&#34; <TextLink reference="13"></TextLink>. Dieses Zitat gibt uns die Schl&#252;ssel zum Enigma: warum heute in der ehemaligen Sowjetunion so viel &#252;ber Rudolf Virchow und die Zellularpathologie geschrieben wird. Offenbar ist die Popularisierung des Begriffes Zellularpathologie im Zusammenhang mit der Zelltherapie und den Stammzellen, die heute in Russland zu einem gro&#223;en Gesch&#228;ft geworden sind, einer der Beweggr&#252;nde. Leider st&#252;tzen sich nicht alle hierzulande in der Praxis angewandten Methoden der Zelltherapie auf eine evidenzbasierte internationale Forschung. </Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Beispiele f&#252;r B&#252;cher, die m&#246;glicherweise aus der Bibliothek der Berliner Medizinischen Gesellschaft bzw. aus der Virchow-Bibliothek stammen</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Taf. II. Abb. 3 aus dem Artikel von Rudolf Virchow &#91;7&#93;</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Abb. 1 aus dem Artikel von Alexey Abrikosov &#91;6&#93;</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3:  Virchows Archiv &#91;Beispiel 28&#93; in der Zentralen medizinischen Bibliothek in Moskau, mit dem Stempel einer deutschen Bibliothek</Mark1></Pgraph></Caption>
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