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    <IdentifierDoi>10.3205/hta000125</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-hta0001252</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
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      <Title language="de">HTA und GFA (HIA) in &#214;sterreich &#8211; Gemeinsamkeiten und Unterschiede</Title>
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        <Address>Gesundheit &#214;sterreich GmbH, Stubenring 6, 1010 Wien, &#214;sterreich<Affiliation>Gesundheit &#214;sterreich GmbH, Wien, &#214;sterreich</Affiliation></Address>
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    <DatePublished>20160426</DatePublished></DatePublishedList>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1861-8863</ISSN>
        <Volume>12</Volume>
        <JournalTitle>GMS Health Technology Assessment</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Health Technol Assess</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>02</ArticleNo>
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    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Health Technology Assessment (HTA) und Gesundheitsfolgenabsch&#228;tzung (GFA) &#8211; international als Health Impact Assessment (HIA) bekannt &#8211; sind beides Instrumente, die Wissen aufbereiten und mit deren Ergebnissen und Empfehlungen Entscheidungsprozesse unterst&#252;tzt werden k&#246;nnen. Die beim HTA bzw. bei der GFA angewendeten Vorgehensweisen unterscheiden sich jedoch in einigen Punkten. Im vorliegenden Artikel werden die beiden Instrumente n&#228;her beschrieben und es wird der Frage nachgegangen, worin zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen. Der Fokus liegt dabei auf den in &#214;sterreich verwendeten Definitionen und Anwendungsgebieten von HTA und GFA. Im Folgenden wird auch untersucht, ob und wie die beiden Instrumente sinnvoll miteinander kombiniert werden k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>In &#214;sterreich existiert keine rechtliche Verpflichtung f&#252;r die Durchf&#252;hrung eines HTA bzw. einer GFA, es bestehen jedoch rechtliche Grundlagen f&#252;r den Einsatz des HTA. Auf den Einsatz der GFA wird in einer Reihe von strategischen Dokumenten bzw. Beschl&#252;ssen verwiesen.</Pgraph><Pgraph>Aus dem Vergleich wird ersichtlich, dass das &#252;bergeordnete Ziel von HTA und GFA die Unterst&#252;tzung einer evidenz- bzw. informationsbasierten Entscheidungsfindung ist. Eine Gemeinsamkeit beider Instrumente ist die Ber&#252;cksichtigung international verf&#252;gbarer Evidenz.  In &#214;sterreich nimmt diese bei HTA einen wichtigeren Stellenwert ein als bei der GFA, wo der Fokus auf der Partizipation von Betroffenen und anderen relevanten Akteurinnen und Akteuren liegt. Bei eingehender Betrachtung von HTA und GFA sowie deren Anwendung in &#214;sterreich liegt der Schluss nahe, dass eine Kombination beider Instrumente f&#252;r eine evidenz- bzw. informationsbasierte Entscheidungsfindung sinnvoll erscheint. Ein hemmender Aspekt f&#252;r die kombinierte Durchf&#252;hrung k&#246;nnte die Zeit- und Kostenintensit&#228;t sein, die bei einem derartigen Vorgehen zu vermuten ist.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Einleitung">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Bei den Bem&#252;hungen, politische Entscheidungen im Zusammenhang mit Gesundheit durch die Bereitstellung formaler Bewertungsmethoden zu unterst&#252;tzen, verdienen Health Technology Assessment (HTA) und Health Impact Assessment (HIA) besondere Aufmerksamkeit. Obwohl beide Herangehensweisen darauf abzielen, Entscheidungstr&#228;ger&#47;-innen zu unterst&#252;tzen, besteht jedoch bis jetzt nur ein eingeschr&#228;nktes Zusammenwirken der beiden Instrumente.</Pgraph><Pgraph>Der vorliegende Artikel beschreibt beide Instrumente und liefert einen &#220;berblick &#252;ber deren Anwendungsgebiete mit Schwerpunkt auf der Situation in &#214;sterreich. Eine Gegen&#252;berstellung von HTA und HIA (GFA) zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. In der abschlie&#223;enden Diskussion werden &#220;berlegungen zur gemeinsamen Vorgehensweise beschrieben. </Pgraph><Pgraph>In &#214;sterreich wird seit 2012 der Begriff Gesundheitsfolgenabsch&#228;tzung (GFA) anstelle des englischsprachigen Ausdrucks Health Impact Assessment (HIA) verwendet. Dieser Begriff wird auch im vorliegenden Artikel durchg&#228;ngig ben&#252;tzt. Angaben bez&#252;glich HTA beziehen sich auf die Vorgehensweise an der Gesundheit &#214;sterreich GmbH (G&#214;G), Gesch&#228;ftsbereich Bundesinstitut f&#252;r Qualit&#228;t im Gesundheitswesen (BIQG) und bez&#252;glich GFA auf den &#246;sterreichischen GFA-Leitfaden. An diesem orientieren sich auch die Arbeiten der GFA-Support Unit an der G&#214;G (Gesch&#228;ftsbereich &#214;sterreichisches Bundesinstitut f&#252;r Gesundheitswesen, &#214;BIG).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Definitionen">
      <MainHeadline>2 Definitionen</MainHeadline><SubHeadline>2.1 Definition HTA</SubHeadline><Pgraph><Mark1>Health Technology Assessment (HTA; Gesundheitstechnologiebewertung)</Mark1> ist ein systematischer Prozess zur Analyse, Evaluierung und Bewertung wissenschaftlicher Informationen &#252;ber Auswirkungen bereits eingef&#252;hrter und neuer gesundheitsrelevanter Verfahren, Leistungen, Technologien und Prozeduren auf die Gesundheit bzw. auf die Gesundheitsversorgung der Bev&#246;lkerung <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Je nach Fragestellung werden in einem HTA-Bericht Wirksamkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sowie soziale, ethische, rechtliche und organisatorische Aspekte in unterschiedlichem Ausma&#223; behandelt. Bei einem <Mark1>umfassenden HTA</Mark1> erfolgen Recherche und Aufarbeitung des aktuellen, international verf&#252;gbaren Wissens zur festgelegten Fragestellung mithilfe unterschiedlicher Instrumente wie z.B. einer systematischen &#220;bersichtsarbeit oder verschiedener Erhebungsmethoden. Auf den Ergebnissen des HTA aufbauend werden Empfehlungen formuliert, die sich auf den gesundheitspolitischen Entscheidungszusammenhang der jeweiligen Fragestellung beziehen <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Bei einem <Mark1>Rapid Assessment (RA)</Mark1> handelt es sich um eine verk&#252;rzte Verfahrensbewertung, die eingesetzt wird, wenn dringliche Entscheidungen zu treffen sind bzw. besonders eingeschr&#228;nkte finanzielle und personelle Ressourcen zur Verf&#252;gung stehen. Dabei werden in der Regel nur eingeschr&#228;nkte Fragestellungen bearbeitet und innerhalb eines k&#252;rzeren Zeitraums (ca. drei Monate) eine Zusammenfassung der Evidenz erstellt. Die Erstellung von RA erfolgt weitgehend unter Ausf&#252;hrung derselben &#8211; allerdings zum Teil massiv verk&#252;rzten &#8211; Arbeitsschritte wie beim umfassenden HTA, was zu einer geringeren Detailtiefe f&#252;hrt <TextLink reference="1"></TextLink>. </Pgraph><SubHeadline>2.2 Definition von GFA (HIA)</SubHeadline><Pgraph>Im Zuge der Etablierung der GFA in &#214;sterreich wurde in Abstimmung mit dem nationalen GFA-Netzwerk eine &#246;sterreichische <Mark1>GFA</Mark1>-Definition festgelegt, die sich an der Definition des G&#246;teborg-Konsensuspapiers der WHO zur GFA (WHO Regional Office for Europe und European Centre for Health Policy 1999) orientiert: &#8222;Gesundheitsfolgenabsch&#228;tzung ist ein systematischer Prozess zur Analyse und Bewertung geplanter (politischer) Vorhaben hinsichtlich der m&#246;glichen positiven und negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sowie deren Verteilung innerhalb der Bev&#246;lkerung. HIA dient dazu, politische Entscheidungen im Sinne einer gesundheitsf&#246;rderlichen Gesamtpolitik informierter zu gestalten&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die GFA selbst trifft aber nicht die Entscheidung, ob und wie ein (politisches) Vorhaben (z.B. eine politische Strategie, ein Gesetz, ein Projekt oder ein Programm) umgesetzt werden sollte. Sie liefert die Grundlage f&#252;r eine &#8222;informierte Entscheidung&#8220;, indem sie mittels einer strukturierten Methode darlegt, wie eine breite Palette von systematisch aufbereitetem Wissen f&#252;r die Beurteilung eines Vorhabens (national, regional, lokal) gen&#252;tzt und angewendet werden kann. Dabei werden unterschiedliche Arten von Wissen ber&#252;cksichtigt, z.B. jenes, das Gemeinschaften von den Lebensumwelten haben, in denen sie selbst leben. Da Werte und Wissen der beteiligten Personen eng miteinander verkn&#252;pft sind, ist es notwendig sicherzustellen, dass die Verfahren f&#252;r die Bewertung des systematisch aufbereiteten Wissens zuverl&#228;ssig, beteiligend und transparent ablaufen <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Hinsichtlich des <Mark1>Durchf&#252;hrungszeitpunkts</Mark1> unterscheidet man zwischen prospektiv (GFA am Beginn der Entwicklung eines Vorhabens), begleitend (GFA parallel zur Umsetzung eines Vorhabens) und retrospektiv (Wirkungsbewertung eines bereits umgesetzten Vorhabens). Idealerweise kommt die GFA bereits w&#228;hrend der Entwicklung eines Vorhabens zum Einsatz.</Pgraph><Pgraph>Abh&#228;ngig von Fragestellung, Schwerpunkt, verf&#252;gbaren Ressourcen und vorhandener Zeit wird &#252;ber den <Mark1>Umfang</Mark1> der jeweiligen GFA entschieden. Bei einer <Mark1>Schreibtisch-GFA</Mark1> bewertet eine kleine Gruppe relevanter Akteurinnen und Akteure auf Basis von bereits vorhandenem Wissen ein Vorhaben. Das Ergebnis stellt einen groben &#220;berblick &#252;ber m&#246;gliche Auswirkungen auf die Gesundheit dar. Eine <Mark1>kompakte GFA</Mark1> geht &#252;blicherweise mit der Einrichtung eines Lenkungsausschusses einher und bedient sich oftmals Beteiligungsworkshops. F&#252;r die Analyse der gesundheitlichen Auswirkungen werden eine kurze (systematische) Literaturanalyse durchgef&#252;hrt sowie Erfahrungen bzw. (wissenschaftliche) Erkenntnisse von verschiedenen (lokalen) Akteurinnen und Akteuren gesammelt. Die <Mark1>umfassende GFA</Mark1> geht st&#228;rker in die Tiefe und kann die Sammlung von Prim&#228;rdaten erfordern. Diese Art von GFA eignet sich daher insbesondere f&#252;r komplexere Vorhaben und sieht umfangreiche Formen der breiten Beteiligung von Akteurinnen und Akteuren vor.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Arbeitsschritte bei HTA und GFA (HIA)">
      <MainHeadline>3 Arbeitsschritte bei HTA und GFA (HIA)</MainHeadline><Pgraph>Wie oben dargestellt, bestehen bei der Anwendung beider Instrumente Varianten mit unterschiedlichem Ressourcen- und Zeitaufwand (siehe Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>).</Pgraph><Pgraph>Der Ablauf der Arbeitsschritte (vgl. Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> f&#252;r die umfangreichste Variante) ist bei allen Varianten prinzipiell derselbe, bei Varianten kleineren Ausma&#223;es werden einzelne Schritte lediglich in eingeschr&#228;nktem Umfang bzw. gar nicht durchgef&#252;hrt. Je nach situationsspezifischer Anwendung k&#246;nnen jedoch Abweichungen zwischen den in der Theorie bestehenden Arbeitsschritten und der praktischen Durchf&#252;hrung auftreten. </Pgraph><Pgraph>Es ist festzuhalten, dass sich die nachfolgend dargestellten Arbeitsschritte bez&#252;glich HTA auf die Vorgehensweise an der G&#214;G beziehen, die im Methodenhandbuch f&#252;r HTA <TextLink reference="1"></TextLink> sowie im Prozesshandbuch f&#252;r HTA <TextLink reference="4"></TextLink> beschrieben sind. Andere Institutionen verf&#252;gen diesbez&#252;glich &#252;ber eigene HTA-Prozesshandb&#252;cher. So hat beispielsweise das Deutsche Institut f&#252;r Medizinische Dokumentation und Information 2008 ein Handbuch f&#252;r Autoren zur Erstellung von HTA-Berichten herausgegeben <TextLink reference="5"></TextLink>. In Gro&#223;britannien publizierte das National Institute for Health and Clinical Excellence ebenfalls 2008 einen Leitfaden zum Single Technology Appraisal Process <TextLink reference="6"></TextLink>. F&#252;r Irland erstellte das National Centre for Pharmacoeconomics HTA-Leitf&#228;den zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten <TextLink reference="7"></TextLink>. Die Grundlage f&#252;r die GFA ist der &#246;sterreichische GFA-Leitfaden <TextLink reference="3"></TextLink>, der von G&#214;G&#47;&#214;BIG in Kooperation mit Fachleuten des &#246;sterreichischen GFA-Netzwerks erstellt wurde und eine akkordierte Vorgehensweise beschreibt. Auf internationaler Ebene bestehen mehrere Guidelines zur GFA. So hat etwa die Schweizer Plattform zur Gesundheitsfolgenabsch&#228;tzung 2010 einen Leitfaden f&#252;r die Gesundheitsfolgenabsch&#228;tzung in der Schweiz herausgegeben <TextLink reference="8"></TextLink>. F&#252;r Wales wurde von Public Health Wales Cardiff University und Wales Health Impact Assessment Support Unit ebenfalls ein Leitfaden zur Gesundheitsfolgenabsch&#228;tzung publiziert <TextLink reference="9"></TextLink>. Bereits 2005 wurde ein GFA-Guide f&#252;r Neuseeland erstellt <TextLink reference="10"></TextLink>. Einen umfassenden &#220;berblick &#252;ber GFA-Leitf&#228;den bietet das HIA-Gateway unter <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.hiagateway.org.uk&#47;">http:&#47;&#47;www.hiagateway.org.uk&#47;</Hyperlink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Anwendungsgebiete von HTA bzw. von GFA">
      <MainHeadline>4 Anwendungsgebiete von HTA bzw. von GFA</MainHeadline><Pgraph>Die Anwendungsgebiete beider Instrumente sind breit und betreffen Arbeitsgebiete unterschiedlicher Disziplinen. Ziel beider ist die Verbesserung der Gesundheit, die Identifizierung von kurz- und langfristigen sowie von positiven und negativen Auswirkungen von Entscheidungen.</Pgraph><Pgraph>Die Durchf&#252;hrung von HTA wird in &#214;sterreich von unterschiedlichen Einrichtungen angeboten:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Ludwig Boltzmann Institut HTA (LBI-HTA) in Wien</ListItem><ListItem level="1">Gesundheit &#214;sterreich GmbH (G&#214;G) in Wien</ListItem><ListItem level="1">Department f&#252;r Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universit&#228;t Krems</ListItem><ListItem level="1">EBM Review Center der Universit&#228;tsklinik f&#252;r Innere Medizin in Graz</ListItem><ListItem level="1">Institute of Public Health, Medical Decision Making and Health Technology Assessment an der privaten Universit&#228;t f&#252;r Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Das Instrument HTA bedient sich Methoden wie Meta-Analysen, systematischen &#220;bersichtsarbeiten zur Identifikation der besten bestehenden Evidenz wie auch Methoden der &#246;konomischen Evaluation und bietet damit Grundlage und Unterst&#252;tzung f&#252;r Entscheidungen im Gesundheitssystem. Diese Entscheidungen finden sowohl bei der Aufnahme neuer technischer Leistungen oder innovativer Verfahren in Leistungskataloge der Sozialversicherung statt als auch bei der diagnostischen und therapeutischen Arbeit einzelner &#196;rztinnen und &#196;rzte. Auch als Basis f&#252;r die Erstellung von Patienteninformationen oder zur Bewertung von neuen Onkologika oder hochtechnisierten Interventionen in Spit&#228;lern kommen Evidenzanalysen zur Anwendung. Durch die Zusammenarbeit auf europ&#228;ischer Ebene (z.B. EUnetHTA) wird versucht, bei der Bewertung von zugelassenen Arzneimitteln, Medizinprodukten und Verfahren Redundanzen zu vermeiden. </Pgraph><Pgraph>Konkret wurden im Rahmen des HTA an der G&#214;G beispielsweise die Wirksamkeit der station&#228;ren Rehabilitation <TextLink reference="11"></TextLink>, die Effektivit&#228;t und Effizienz eines Diabetes-Typ-2-Screenings <TextLink reference="12"></TextLink> oder die Haltbarkeit von Zahnamalgam im Vergleich zu Kompositkunststoffen <TextLink reference="13"></TextLink> untersucht. Zu den Auftraggebern der Arbeiten zum HTA an der G&#214;G z&#228;hlen unter anderem das &#246;sterreichische Bundesministerium f&#252;r Gesundheit (BMG), die &#246;sterreichische Pensionsversicherungsanstalt (PVA), das Deutsche Institut f&#252;r Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) und das Deutsche Institut f&#252;r Qualit&#228;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).</Pgraph><Pgraph>In Gro&#223;britannien wurde mit Hilfe von HTAs z.B. der Einsatz von Ipilimumab f&#252;r zuvor unbehandelte, nicht entfernbare maligne Melanome <TextLink reference="14"></TextLink> und Alemtuzumab f&#252;r die Behandlung von schubf&#246;rmig verlaufender multipler Sklerose <TextLink reference="15"></TextLink> untersucht. Im Auftrag der Europ&#228;ischen Kommission wurde u.a. ein HTA durchgef&#252;hrt, das verschiedene Tests zur Darm-Untersuchung im Zusammenhang mit Krebs vergleicht <TextLink reference="16"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die GFA kommt bei Vorhaben oder (politischen) Ma&#223;nahmen auf Strategieebene und auf Projektebene zum Einsatz. Sie dient im Entscheidungsfindungsprozess in verschiedensten Sektoren (z.B. Verkehr, Bildung, Umwelt, Arbeitsmarkt, Infrastruktur) als Instrument zur verst&#228;rkten Ber&#252;cksichtigung von Auswirkungen auf die Gesundheit. Diese Auswirkungen k&#246;nnen sowohl negativ als auch positiv sein, durch das Vorhaben beabsichtigt, aber auch nicht beabsichtigt sein. Im Sinne von Effizienz und Nutzung von Synergien soll die enge Abstimmung mit anderen Assessments &#8211; in &#214;sterreich diesbez&#252;glich vorerst v.a. die Strategische Umweltpr&#252;fung und die Umweltvertr&#228;glichkeitspr&#252;fung &#8211; gegeben sein.</Pgraph><Pgraph>Die Beauftragungen von Gesundheitsfolgenabsch&#228;tzungen in &#214;sterreich erfolgten bis jetzt vorrangig durch die &#246;ffentliche Hand. Mit den Durchf&#252;hrungen wurden im Wesentlichen die folgenden Institutionen oder Einrichtungen beauftragt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Gesundheit &#214;sterreich GmbH (G&#214;G) in Wien</ListItem><ListItem level="1">Institut f&#252;r Gesundheitsf&#246;rderung und Pr&#228;vention in Graz</ListItem><ListItem level="1">Styria vitalis</ListItem><ListItem level="1">FH Joanneum GesmbH</ListItem><ListItem level="1">A&#38;O Gesundheitsprojekte</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>So f&#252;hrte z.B. die Gesundheit &#214;sterreich (G&#214;G) 2011&#47;12 im Auftrag des Bundesministeriums f&#252;r Gesundheit, des Hauptverbands der Sozialversicherungstr&#228;ger und der Gesundheitsabteilung des Landes Steiermark auf Bundesebene eine umfassende GFA zum verpflichtenden Kindergartenjahr durch <TextLink reference="17"></TextLink>. Sie sollte dazu dienen, die potenziellen &#8211; positiven wie auch negativen &#8211; Gesundheitsauswirkungen des verpflichtenden Kindergartenjahrs zu analysieren und zu bewerten. In der steirischen Stadt Kapfenberg wurde im Rahmen einer GFA die geplante Neugestaltung eines &#246;ffentlichen Platzes analysiert (Oktober 2013 bis J&#228;nner 2014) <TextLink reference="18"></TextLink>. Das Institut f&#252;r Gesundheitsf&#246;rderung und Pr&#228;vention und Styria vitalis f&#252;hrten im Jahr 2013 eine GFA zur Ganztagsschule in &#214;sterreich durch <TextLink reference="19"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Weitere Anwendungsbeispiele der GFA findet man auf internationaler Ebene &#8211; siehe dazu z.B. HIA Gateway (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.hiagateway.org.uk&#47;">http:&#47;&#47;www.hiagateway.org.uk&#47;</Hyperlink>) oder WHO Website (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.who.int&#47;hia&#47;en&#47;">http:&#47;&#47;www.who.int&#47;hia&#47;en&#47;</Hyperlink>). So wurde in Gro&#223;britannien z.B. der Entwurf einer Abfallmanagementstrategie f&#252;r Wales im Auftrag der walisischen Regierung einer GFA unterzogen <TextLink reference="20"></TextLink>. Die Auswirkungen der &#8222;Europ&#228;ischen Besch&#228;ftigungsstrategie&#8220; auf die Gesundheit der Bev&#246;lkerung in Deutschland wurden 2004 im Rahmen einer GFA analysiert <TextLink reference="21"></TextLink>. F&#252;r Glasgow wurde 2008&#47;09 eine GFA durchgef&#252;hrt, um die Gesundheitsfolgen der Commonwealth Games 2014 abzusch&#228;tzen <TextLink reference="22"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="5 Gegen&#252;berstellung von HTA und GFA &#8211; Gemeinsamkeiten und Unterschiede">
      <MainHeadline>5 Gegen&#252;berstellung von HTA und GFA &#8211; Gemeinsamkeiten und Unterschiede</MainHeadline><Pgraph>Gemeinsamkeiten der beiden Instrumente betreffen im Wesentlichen die Vielfalt der untersuchten Themenbereiche, den Einsatz vorhandener Evidenz bzw. deren Generierung, die Ber&#252;cksichtigung sozialer und ethischer Aspekte und die Entwicklung einer &#8222;Infrastruktur&#8220;, in deren Rahmen die Instrumente angewendet werden. Ausgew&#228;hlte Unterschiede zwischen HTA und GFA werden in Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/> dargestellt.</Pgraph><Pgraph>Analog zu den Ausf&#252;hrungen &#252;ber die m&#246;glichen Abweichungen zwischen Theorie und Praxis (vgl. Kapitel 3), k&#246;nnen je nach situationsspezifischer Anwendung die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zwischen den beiden Instrumenten in der Praxis auch gr&#246;&#223;er oder kleiner ausfallen als im vorliegenden Vergleich der theoretischen Konzepte.</Pgraph><Pgraph>HTA und GFA sind Instrumente, die Wissen aufbereiten und mit deren Ergebnissen und Empfehlungen Entscheidungsprozesse unterst&#252;tzt werden k&#246;nnen. In &#214;sterreich besteht jedoch f&#252;r Entscheidungstr&#228;ger&#47;-innen keine Verpflichtung, die mithilfe dieser Methoden gewonnenen Informationen zu ber&#252;cksichtigen (siehe Exkurs). Auch wenn beide Verfahren Auswirkungen auf die Gesundheit untersuchen, besteht ein wesentlicher Unterschied darin, dass das HTA sehr spezifische Fragestellungen hinsichtlich Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit sowie ethischer, sozialer, rechtlicher und&#47;oder organisatorischer Aspekte behandelt, z.B.: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Wie ist die Effektivit&#228;t eines station&#228;ren Rehabilitationsaufenthaltes (Phase II) bei Patientinnen und Patienten im Alter ab 18 Jahren bez&#252;glich international anerkannter Outcome-Parameter zw&#246;lf Monate nach Rehabilitationsaufenthalt zu bewerten&#63; (Frage zur Wirksamkeit); </ListItem><ListItem level="1">Wird die Effektivit&#228;t eines Rehabilitationsaufenthaltes durch soziodemographische Merkmale der Rehabilitanden beeinflusst&#63; (Frage zu sozialen Aspekten); </ListItem><ListItem level="1">Wie ist Rehabilitation in &#214;sterreich rechtlich verankert und wie sind die Zust&#228;ndigkeitsbereiche f&#252;r Rehabilitation gesetzlich geregelt&#63; (Frage zu rechtlichen Aspekten). </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Die GFA hingegen versucht, alle potenziell positiven wie negativen Gesundheitsfolgen eines Vorhabens und deren Verteilung in der Bev&#246;lkerung zu erfassen. Beispielsweise wurde in &#214;sterreich 2011&#47;12 eine umfassende GFA zum verpflichtenden Kindergartenjahr durchgef&#252;hrt, bei der potenzielle Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder, der Eltern und der in Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen t&#228;tigen P&#228;dagoginnen und P&#228;dagogen ber&#252;cksichtigt wurden. </Pgraph><Pgraph>Auch wenn die &#252;bergeordneten Ziele beider Instrumente die Verbesserung der Gesundheit sowie die Unterst&#252;tzung von Entscheidungstr&#228;gerinnen und -tr&#228;gern sind, setzen sie dabei unterschiedliche Schwerpunkte. W&#228;hrend ein HTA vorrangig Gesundheitstechnologien &#8211; im weitesten Sinn &#8211; analysiert, werden im Rahmen einer GFA die potenziellen Auswirkungen von Vorhaben auf die Gesundheit identifiziert und bewertet. Die prim&#228;re Zielgruppe des HTA ist der Gesundheitssektor. Bei der GFA stellt dieser die sekund&#228;re Zielgruppe dar, da hier vorrangig Sektoren au&#223;erhalb des Gesundheitsbereiches adressiert werden. Daraus resultieren auch die unterschiedlichen Anwendungsgebiete und die betrachteten Themen(bereiche). W&#228;hrend das HTA vorwiegend im Zusammenhang mit Gesundheits- und medizinischen Technologien angewendet wird, werden im Rahmen einer GFA vorrangig Vorhaben, die au&#223;erhalb des Gesundheitsbereichs angesiedelt sind, analysiert. Damit leistet die GFA einen wichtigen Beitrag zur F&#246;rderung von Health in All Policies (HiAP).</Pgraph><Pgraph>Das Herzst&#252;ck des HTA ist die systematische Literatursuche in internationalen Datenbanken zur jeweiligen Fragestellung unter Ber&#252;cksichtigung vorher festgelegter Selektionskriterien; der Fokus liegt dabei auf bereits vorhandenen und definierten Endpunkten. Systematische Literaturrecherche und erg&#228;nzende Handsuche finden in spezifischen Datenbanken bzw. auf einschl&#228;gigen <TextGroup><PlainText>Websites</PlainText></TextGroup> statt. Sie k&#246;nnen durch den etwaigen Einsatz qualitativer Methoden (z.B. Interviews, Fragebogenerhebung, Fokusgruppendiskussionen) zur Gewinnung zus&#228;tzlicher Daten erg&#228;nzt werden. Die eingeschlossenen Studien werden im Folgenden bez&#252;glich ihrer Validit&#228;t bewertet und die Studienergebnisse extrahiert. Anschlie&#223;end wird eine Synthese der aufbereiteten (medizinischen) Evidenz erstellt &#8211; unter Ber&#252;cksichtigung der St&#228;rke der Gesamtheit der Evidenz. Diese St&#228;rke dr&#252;ckt das Ausma&#223; des Vertrauens aus, dass die vorhandene Evidenz den Effekt der Technologie, der Intervention bzw. die Bedeutung des Risikofaktors richtig einsch&#228;tzt. Als Bewertungskriterien werden u.a. Unterschiede in Studiendesigns, interne Validit&#228;t der Studien, Konsistenz der Ergebnisse, Gr&#246;&#223;e und Pr&#228;zision des ermittelten Effekts herangezogen. Eine detaillierte Dokumentation der Methodik (z.B. Suchstrategie) und der Ergebnisse ist unerl&#228;sslich. Dabei besteht der Anspruch, die beste verf&#252;gbare, qualit&#228;tsgesicherte Evidenz f&#252;r die entsprechende Forschungsfrage zusammenzufassen. Partizipation von Betroffenen spielt bei der Durchf&#252;hrung eines klassischen HTA eine eher untergeordnete Rolle. Jedoch kann f&#252;r bestimmte Fragestellung wie z.B. aus dem Bereich Public Health die Einbeziehung von Expertinnen&#47;Experten und Betroffenen ein wesentlicher Bestandteil der Erstellung eines HTA sein.</Pgraph><Pgraph>Bei der GFA kommen Hierarchien bzw. Gewichtungen kaum zum Einsatz, der Umgang mit wissenschaftlicher Evidenz stellt einen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Methoden dar. Grund daf&#252;r ist, dass bei der GFA auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Bev&#246;lkerung gegeben sein k&#246;nnten, die (bis jetzt) nicht im Rahmen einer Publikation ber&#252;cksichtigt wurden bzw. im betrachteten Setting die Auswirkungen des geplanten Vorhabens auf die Betroffenen von den in der Literatur dargestellten Ergebnissen abweichen. Genau diese Auswirkungen w&#252;rden aber ohne Partizipation der Betroffenen &#252;bersehen werden. So h&#228;tte z.B. das zweite verpflichtende Kindergartenjahr negative Auswirkungen auf die Gesundheit der P&#228;dagoginnen und P&#228;dagogen, wenn keine Ver&#228;nderung der Rahmenbedingungen stattfinden w&#252;rde. </Pgraph><Pgraph>Wie oben bereits erw&#228;hnt, wird bei einer GFA auch eine Literatursuche durchgef&#252;hrt, allerdings nicht in dem Ausma&#223; und mit dem systematischen Vorgehen, wie sie f&#252;r ein HTA stattfindet. Die Suche erfolgt eher zweckgerichtet: Publikationen, die f&#252;r das Thema der GFA &#8211; auch im weiteren Sinn &#8211; relevant sind, werden gesichtet und deren Ergebnisse f&#252;r das weitere Vorgehen ber&#252;cksichtigt. Dabei kann eine GFA in jedem Status (prospektiv, gleichzeitig, retrospektiv), in dem sich das zu untersuchende Vorhaben befindet, durchgef&#252;hrt werden. Bei einer kompakten oder einer umfassenden GFA wird nicht nur bereits vorhandene Evidenz verwendet, sondern gegebenenfalls werden auch Erhebungen von Prim&#228;rdaten durchgef&#252;hrt, bei denen das Wissen der von dem Vorhaben Betroffenen im Vordergrund steht und Partizipation eine wesentliche Rolle spielt. Auch im Rahmen eines HTA kann festgestellt werden, dass Evidenz zum Thema noch nicht vorliegt und Forschungsbedarf besteht &#8211; gegebenenfalls k&#246;nnen Ma&#223;nahmen zur zus&#228;tzlichen Datengenerierung (z.B. durch Frageb&#246;gen oder Interviews) eingesetzt werden &#8211; eine Vorgehensweise, die bis jetzt allerdings selten Anwendung findet.</Pgraph><Pgraph>Bei der GFA wird f&#252;r die Bewertung von potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit der f&#252;r die GFA zusammengestellte intersektorale Lenkungsausschuss mit einbezogen. Da dieser aus verschiedenen Akteurinnen und Akteuren, wie z.B. Personen der Verwaltung, Berufsvertretungen und Betroffenen besteht, k&#246;nnen hier die unterschiedlichen Sichtweisen eingebracht und ber&#252;cksichtigt werden. </Pgraph><Pgraph>F&#252;r beide Instrumente haben sich in den letzten Jahren gewisse Strukturen und eigene &#8222;Kulturen&#8220; ausgebildet, was sich an der Entwicklung spezifischer Institutionen, Ausbildungen und Konferenzen zeigt. In diesem Zusammenhang wurden auch spezifische Handb&#252;cher, Leitf&#228;den und Datenbanken erstellt. </Pgraph><SubHeadline>Exkurs: Situation von HTA und GFA in &#214;sterreich</SubHeadline><Pgraph>Die Durchf&#252;hrung eines <Mark1>HTA</Mark1> in &#214;sterreich dient der Entscheidungsunterst&#252;tzung f&#252;r Auftraggeber&#47;innen. Wie in vielen anderen L&#228;ndern gibt es auch in &#214;sterreich keine rechtliche Verpflichtung f&#252;r die Durchf&#252;hrung eines HTA bzw. einer GFA. Rechtliche Grundlagen f&#252;r den verst&#228;rkten Einsatz des HTA in &#214;sterreich schaffen das Gesundheitsqualit&#228;tsgesetz <TextLink reference="23"></TextLink> sowie die Vereinbarung vom 1. J&#228;nner 2008 gem&#228;&#223; Artikel 15a Bundesverfassungsgesetz &#252;ber die Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens <TextLink reference="24"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Obwohl in &#214;sterreich das HTA etablierter als die GFA ist und eine direkte Auftragsvergabe in gr&#246;&#223;erem Ausma&#223; stattfindet, ist eine systematische Evaluierung medizinischer Leistungen auf ihren tats&#228;chlichen Nutzen (mit Ausnahme bei der Aufnahme von Arzneimitteln in den Erstattungskodex) nirgendwo direkt gesetzlich vorgeschrieben. Um das HTA zielgerichtet in versorgungspolitische Entscheidungsprozesse zu integrieren, wurde gemeinsam mit Vertreterinnen&#47;Vertretern von Bund, L&#228;ndern und Sozialversicherung sowie unter Einbeziehung nationaler und internationaler Expertinnen&#47;Experten eine Nationale HTA-Strategie erarbeitet. Die Nationale HTA-Strategie wurde von der G&#214;G koordiniert und in einem Bottom up-Prozess entwickelt. Sie wurde im Jahr 2010 publiziert (siehe <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.goeg.at&#47;de&#47;BerichtDetail&#47;Nationale-HTA-Strategie198.html">http:&#47;&#47;www.goeg.at&#47;de&#47;BerichtDetail&#47;Nationale-HTA-Strategie198.html</Hyperlink>).  </Pgraph><Pgraph>Als ein Output der Nationalen HTA-Strategie wurde unter Koordination der Gesundheit &#214;sterreich im Auftrag des BMG und in Kooperation mit anderen nationalen HTA-Anbietern (Ludwig Boltzmann-Institut f&#252;r HTA, Donau-Universit&#228;t Krems, UMIT, Grazer EBM-Center) ein nationales <Mark1>Methodenhandbuch f&#252;r HTA</Mark1> (Version 1&#47;2012) <TextLink reference="1"></TextLink> erstellt, um in &#214;sterreich einheitliche methodische Standards zu etablieren. Das <Mark1>Prozesshandbuch</Mark1> <TextLink reference="4"></TextLink> stellt einen weiteren Beitrag der Nationalen HTA-Strategie dar und beschreibt die wichtigsten Eckpunkte und die standardm&#228;&#223;ig vorgesehenen Arbeitsschritte bei der Erstellung von HTA-Berichten.</Pgraph><Pgraph>Im Rahmen der HTA-Strategie wurde auch ein Internet-Tool, der <Mark1>HTA-Guide</Mark1>, entwickelt. Er bietet einen &#220;berblick zum Thema Gesundheitstechnologiebewertung im Allgemeinen und zu Institutionen, Ergebnissen und Quellen des HTA in &#214;sterreich, in ausgew&#228;hlten L&#228;ndern und l&#228;nder&#252;bergreifend. Um die Informationen auf dem letzten Stand zu halten, wird der HTA-Guide laufend gewartet und aktualisiert (<Hyperlink href="http:&#47;&#47;hta-guide.biqg.at&#47;">http:&#47;&#47;hta-guide.biqg.at&#47;</Hyperlink>).</Pgraph><Pgraph>Mit der Gesundheitsreform 2013 einigten sich Bund, L&#228;nder und Sozialversicherung darauf, ein partnerschaftliches Zielsteuerungssystem zur Planung, Organisation und Finanzierung der &#246;sterreichischen Gesundheitsversorgung einzurichten. Kern dieser Gesundheitsreform ist eine sektoren&#252;bergreifende Zielsteuerung, die eine bessere Abstimmung zwischen den Versorgungsbereichen erm&#246;glicht. Im Juni 2013 einigten sich Bund, L&#228;nder und Sozialversicherung auf den Inhalt des ersten &#8222;Bundes-Zielsteuerungsvertrages&#8220; (B-ZV) f&#252;r die Jahre 2013 bis 2016. Im B-ZV sind strategische und operative Ziele und Ma&#223;nahmen festgelegt. Unter anderem ist im B-ZV das operative Ziel &#8222;Evidenzbasierung (HTA&#47;EBM) von Diagnose- und Behandlungsmethoden und Gesundheitsf&#246;rderungsma&#223;nahmen sektoren&#252;bergreifend und anwendungsorientiert schrittweise etablieren&#8220; verankert (siehe <Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.bmg.gv.at&#47;cms&#47;home&#47;attachments&#47;6&#47;0&#47;5&#47;CH1443&#47;CMS1371563907633&#47;b-zv&#95;urschrift.pdf">http:&#47;&#47;www.bmg.gv.at&#47;cms&#47;home&#47;attachments&#47;6&#47;0&#47;5&#47;CH1443&#47;CMS1371563907633&#47;b-zv&#95;urschrift.pdf</Hyperlink>). </Pgraph><Pgraph>Bei diesem Prozess wird die Fachgruppe Qualit&#228;t von der G&#214;G wissenschaftlich begleitet. Als eine der beschlossenen Ma&#223;nahmen wurde eine externe Evaluierung der Nationalen HTA-Strategie vorgenommen, da die Zielsetzung einer &#8222;systematischen&#8220; Verankerung des HTA noch nicht gelungen ist. Die Evaluierung wurde im Jahr 2015 vorgenommen. Auf Basis der Ergebnisse der Evaluierung folgen die n&#228;chsten Schritte, u.a. ist im B-ZV bereits vorgesehen, dass eine Weiterentwicklung der Nationalen HTA-Strategie &#8211; insbesondere in Bezug auf Kosten-Nutzenbewertungen &#8211; vorzunehmen ist.</Pgraph><Pgraph>Bez&#252;glich des Einsatzes der <Mark1>GFA</Mark1> in &#214;sterreich findet sich eine Reihe von Verweisen in strategischen Dokumenten bzw. Beschl&#252;ssen. So wird z.B. in den Beschl&#252;ssen des Ministerrats und der Bundesgesundheitskommission zu den <Mark1>Rahmen-Gesundheitszielen</Mark1> f&#252;r &#214;sterreich die GFA als zentrale Ma&#223;nahme zur Erf&#252;llung dieser Ziele bezeichnet. In der &#8222;Nationalen Strategie &#246;ffentliche Gesundheit&#8220; wird die Veranlassung von bzw. die Mitwirkung bei der GFA als eine zuk&#252;nftige Aufgabe des <Mark1>&#214;ffentlichen Gesundheitsdienstes</Mark1> im Bereich Gesundheitsf&#246;rderung vorgeschlagen. </Pgraph><Pgraph>In der <Mark1>Steiermark</Mark1> ist die GFA Teil der Gesundheitsf&#246;rderungsstrategie Steiermark und wird au&#223;erdem in den Gesundheitszielen Steiermark als Beispiel f&#252;r eine m&#246;gliche Ma&#223;nahme zum Ziel &#8222;Gesundheit in alle Politikbereiche bringen&#8220; dargestellt. Die Gesundheitsziele Ober&#246;sterreich schlagen im Zusammenhang mit dem Ziel 10 &#8222;Verantwortung f&#252;r Gesundheit gemeinsam wahrnehmen&#8220; ebenfalls weitere Ma&#223;nahmen zur GFA vor. </Pgraph><Pgraph>Im Jahr 2009 wurde im Auftrag des Bundesministeriums f&#252;r Gesundheit (BMG) von der Gesundheit &#214;sterreich (G&#214;G) ein <Mark1>Konzept zur Etablierung der GFA</Mark1> (bzw. von Health Impact Assessment) erarbeitet <TextLink reference="2"></TextLink>, das einen l&#228;ngerfristigen Plan zum Kapazit&#228;tsaufbau in &#214;sterreich beinhaltet.</Pgraph><Pgraph>Seit 2010 wird dieses Konzept &#8211; ebenfalls im Auftrag des BMG &#8211; von der G&#214;G in Kooperation mit einem Netzwerk von Partnerinnen&#47;Partnern umgesetzt. Der Schwerpunkt liegt dabei zun&#228;chst auf Bewusstseinsbildung (Website: <Hyperlink href="http:&#47;&#47;gfa.goeg.at&#47;">http:&#47;&#47;gfa.goeg.at&#47;</Hyperlink>, Newsletter, Fachtagungen, Pr&#228;sentationen, Artikel etc.), auf dem Auf- und Ausbau eines nationalen GFA-Netzwerks, auf Ma&#223;nahmen in Hinblick auf Personalentwicklung (GFA-Schulungen) und auf der Erarbeitung eines Leitfadens <TextLink reference="3"></TextLink>. Als wichtiger Schritt zur Etablierung der GFA in &#214;sterreich wurde 2011&#47;12 ein <Mark1>Pilotprojekt zum verpflichtenden Kindergartenjahr</Mark1> durchgef&#252;hrt, um zu lernen, Methoden zu erproben und ein &#246;sterreichisches Referenzprojekt f&#252;r die Informationsarbeit in H&#228;nden zu haben <TextLink reference="17"></TextLink>. Die Erfahrungen mit der Durchf&#252;hrung des Pilotprojekts wurden dokumentiert <TextLink reference="25"></TextLink> und evaluiert <TextLink reference="26"></TextLink>, damit sie als Unterst&#252;tzung f&#252;r weitere Gesundheitsfolgenabsch&#228;tzungen zug&#228;nglich sind. </Pgraph><Pgraph>Im Jahr 2013 wurde von G&#214;G&#47;&#214;BIG in Kooperation mit Fachleuten des &#246;sterreichischen GFA-Netzwerks ein &#246;sterreichischer <Mark1>GFA-Leitfaden</Mark1> <TextLink reference="3"></TextLink> erarbeitet, der eine Grundlage f&#252;r eine einheitliche methodische Vorgehensweise bietet.</Pgraph><Pgraph>Auf regionaler Ebene gibt es vor allem in der Steiermark Aktivit&#228;ten: So ist 2012 ein steirisches GFA-Netzwerk eingerichtet und 2013 ein GFA-Pilotprojekt zum Thema Ganztagsschule durchgef&#252;hrt worden; auch die Stadt Graz hat diesbez&#252;gliche Schritte gesetzt und das Thema GFA in das &#246;sterreichische Gesunde St&#228;dte-Netzwerk eingebracht.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="6 Diskussion">
      <MainHeadline>6 Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Beide betrachteten Instrumente folgen einem systematischen Ablauf &#8211; in Form von Phasen bzw. Schritten. Dieses systematische Vorgehen bzw. die Arbeiten in den jeweiligen Phasen werden im entsprechenden (Ergebnis-)Bericht transparent dargestellt, wodurch R&#252;ckschl&#252;sse und Empfehlungen der Durchf&#252;hrenden f&#252;r die Leser&#47;innen nachvollziehbar dargestellt werden. Auf diese Berichte k&#246;nnen sich Entscheidungstr&#228;ger&#47;innen bei ihrer Entscheidungsfindung (&#246;ffentlich) beziehen und somit die (politische) Entscheidungsfindung ein St&#252;ck weit transparenter gestalten. Fraglich ist jedoch, wie Entscheidungstr&#228;ger&#47;innen mit Berichten umgehen, die nicht das Ergebnis aufzeigen, das strategisch erw&#252;nscht gewesen w&#228;re.</Pgraph><Pgraph>Einen zentralen Unterschied zwischen HTA und GFA stellt der Umgang mit Evidenz dar. W&#228;hrend ein HTA beansprucht, die beste verf&#252;gbare Evidenz (meist in Form von publizierten Studienergebnissen) zu identifizieren, werden bei der GFA die Resultate des Literaturstudiums mit anderen Analysen sowie dem Wissen von Expertinnen&#47;Experten und den betroffenen Akteurinnen&#47;Akteuren gleichgestellt. Bei der GFA werden unterschiedliches Wissen und Evidenz unterschiedlicher Qualit&#228;t einbezogen. Das wird von manchen Personen als Schw&#228;che gesehen, da keine Bewertung von St&#228;rke bzw. Qualit&#228;t der Gesamtheit der Evidenz erfolgt. Dieses Vorgehen stellt aber einen zentralen Aspekt eines HTA-Berichts dar und vermittelt den Leserinnen und Lesern, wie gut die zugrunde liegende Evidenz ist, und inwieweit die vorhandene Evidenz den Effekt der Technologie, der Intervention bzw. die Bedeutung des Risikofaktors richtig einsch&#228;tzt. Es ist jedoch zu bedenken, dass die GFA Ma&#223;nahmen betrachtet, die komplexe Auswirkungen auf die Gesundheit von bestimmten Bev&#246;lkerungsgruppen haben k&#246;nnen. Wie Elliott und Williams <TextLink reference="27"></TextLink> festhalten, werden bei der Durchf&#252;hrung einer GFA verschiedene Arten von Evidenz zusammengef&#252;hrt, indem wissenschaftliche Erkenntnisse und Alltagswissen kombiniert werden. Die alleinige Betrachtung von wissenschaftlicher Evidenz w&#252;rde f&#252;r die Analyse der Auswirkungen zu kurz greifen, da m&#246;glicherweise nicht alle potenziellen Auswirkungen in der Literatur beschrieben sind, sondern erst durch Gespr&#228;che mit Betroffenen zum Vorschein kommen. Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass die Kritik &#252;ber die Verwendung von wissenschaftlichem und laienbezogenem Wissen bei einer GFA als St&#228;rke des Instruments gesehen werden kann, da damit auch die Erfahrungen der vom jeweiligen Vorhaben Betroffenen ber&#252;cksichtigt werden. </Pgraph><Pgraph>Durch das partizipative Element kann sich die Komplexit&#228;t des GFA-Prozesses erh&#246;hen, Partizipation unterst&#252;tzt jedoch wesentlich bei der Identifizierung und Bewertung der potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen. Au&#223;erdem kann durch die Beteiligung der betroffenen Personen deren Akzeptanz des geplanten Vorhabens erh&#246;ht werden. Diese Akzeptanz kann beispielsweise durch die Bereitstellung von n&#228;heren Informationen zum geplanten Vorhaben oder durch die Diskussion von Ergebnissen aus der Literatursuche gef&#246;rdert werden. Des Weiteren k&#246;nnen im Rahmen der Partizipation Erfahrungen und W&#252;nsche der betroffenen Personen erhoben und f&#252;r die Empfehlungen der GFA verwendet werden. Eine nachhaltige Akzeptanz des Vorhabens kann jedoch nur dann entstehen, wenn sich in den Ergebnissen der GFA die Beitr&#228;ge der Betroffenen wiederfinden und von den Entscheidungstr&#228;gerinnen und -tr&#228;gern bei der Umsetzung ber&#252;cksichtigt werden.</Pgraph><Pgraph>Wie bereits erw&#228;hnt, wird im Rahmen einer GFA wie bei einem HTA auch eine Literatursuche durchgef&#252;hrt. Der gravierende Unterschied besteht darin, dass bei einer GFA eher zweckgerichtet und nicht so systematisch und umfassend gesucht wird wie bei einem HTA. Die Ergebnisse eines HTA k&#246;nnen eine Bereicherung f&#252;r das Literaturstudium im Zuge einer GFA darstellen und der oben genannten Kritik entgegen wirken. Es ist jedoch festzuhalten, dass bis dato in &#214;sterreich noch keine HTA-Ergebnisse f&#252;r eine GFA herangezogen wurden. Die kombinierte Vorgehensweise von HTA und GFA zum selben Thema k&#246;nnte f&#252;r Entscheidungstr&#228;ger&#47;-innen die umfassendste Informationsbasis darstellen und einen spannenden Prozess f&#252;r alle Beteiligten ergeben. </Pgraph><Pgraph>Bei einer kombinierten Vorgehensweise gilt es jedoch zu bedenken, dass die Durchf&#252;hrung eines HTA meist l&#228;nger dauert und die GFA zur Einbeziehung der HTA-Ergebnisse zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt durchgef&#252;hrt werden w&#252;rde. Wenn es sich hierbei zus&#228;tzlich um eine umfassende GFA handelt, w&#252;rden die Ergebnisse beider Instrumente erst entsprechend sp&#228;t vorliegen. Hierbei ist nat&#252;rlich nicht nur der Zeit-, sondern der gesamte Ressourcenaufwand f&#252;r HTA und GFA zu bedenken. </Pgraph><Pgraph>Eine zentrale Gemeinsamkeit der beiden Instrumente ist das &#252;bergeordnete Ziel, eine evidenzbasierte Entscheidungsfindung zu unterst&#252;tzen. Daher erscheint es sinnvoll, die St&#228;rke der systematischen Literaturrecherche und -bewertung eines HTA mit der Partizipation von Betroffenen und anderen relevanten Akteurinnen und Akteuren einer GFA zu kombinieren. Insbesondere bei gro&#223;en, m&#246;glicherweise kontrovers diskutierten Vorhaben w&#252;rde sich das kombinierte Vorgehen f&#252;r eine informations- bzw. evidenzbasierte Entscheidungsfindung anbieten. Ein hemmender Aspekt f&#252;r die kombinierte Durchf&#252;hrung k&#246;nnte die Zeit- und Kostenintensit&#228;t sein, die bei einem derartigen Vorgehen zu vermuten ist.     </Pgraph><Pgraph>Oben wurde ausf&#252;hrlich &#252;ber die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von HTA und GFA berichtet. Im Rahmen der European Public Health (vormals EUPHA) Conference 2014 in Glasgow wurde beim j&#228;hrlichen Treffen der &#8222;<TextGroup><PlainText>Health</PlainText></TextGroup> Impact Assessment Section&#8220; das Thema Bewusstseinsbildung angesprochen. Hierbei wurde u.a. erw&#228;hnt, dass aufgrund der &#196;hnlichkeit von GFA, HTA und weiteren &#8222;Health Needs Assessment&#8220; eine gemeinsame, zielgerichtete Strategie zur Bewusstseinsbildung angedacht werden k&#246;nnte. In diesem Zusammenhang w&#228;re es m&#246;glich, umfassende Trainings f&#252;r Fachpersonen und Studierende anzubieten, die alle genannten &#8222;Health Assessments&#8220; thematisieren. Immerhin ist es wichtig, die Anwendung aller erw&#228;hnten Methoden im Gesundheitsbereich, aber vor allem auch dar&#252;ber hinaus, zu f&#246;rdern. </Pgraph><Pgraph>Abschlie&#223;end soll erw&#228;hnt werden, dass sich die vorliegenden Schlussfolgerungen auf die Situation von HTA und GFA in &#214;sterreich beziehen. Einen detaillierten bzw. angemessenen Vergleich zwischen unterschiedlichen (EU-) L&#228;ndern k&#246;nnte ein eigenes Projekt liefern. In dieses sollten idealerweise alle relevanten, nationalen Akteurinnen und Akteure in den Bereichen HTA und GFA einbezogen sein &#8211; entweder als Projektpartner&#47;innen oder zumindest durch Befragung. Ein solch umfassender Vergleich mit Beteiligung von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen L&#228;ndern w&#228;re f&#252;r den internationalen Diskurs sicherlich bereichernd. Die Komplexit&#228;t eines derartigen Projekts steht jedoch au&#223;er Frage, wobei zus&#228;tzlich von hoher Ressourcenintensit&#228;t ausgegangen werden kann.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Danksagung</SubHeadline><Pgraph>Die Autorinnen danken Sabine Haas, Daniela Pertl und Ingrid Rosian-Schikuta (Gesundheit &#214;sterreich GmbH, Wien, &#214;sterreich) f&#252;r ihre Mitarbeit.</Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autorinnen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Vergleich der Zeithorizonte, die bei der Durchf&#252;hrung von HTA und GFA gelten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Gegen&#252;berstellung der Arbeitsschritte bei der Durchf&#252;hrung von HTA bzw. GFA</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 3: Ausgew&#228;hlte Unterschiede zwischen HTA und GFA</Mark1></Pgraph></Caption>
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